Zwei Siege innert 22 Stunden
Volleyball

Zwei Siege innert 22 Stunden

Sowohl das Auswärtsspiel in Luzern als auch die Partie im Tellenfeld gegen Traktor Basel gewann LINDAREN Volley Amriswil diskussionslos. Dabei zeigte sich die Breite des Amriswiler Teams, kamen doch im Verlauf der zwei Begegnungen alle Kaderspieler zum Einsatz. Die beiden jüngsten Spieler Ramon Diem (Libero) und Fabrice Egger (Pass) durften ihre Feuertaufe in der obersten Liga feiern.

Der letztjährige Meisterschaftsvierte Volley Luzern hatte auf die neue Saison die gewichtigen Abgänge von Strahinja Brzakovic und Kevin Saar zu verkraften. An ihrer Stelle spielten neu der Lette Edvarts Buivids und Dominik Fort, der letztes Jahr noch für Amriswil gespielt hatte. Es sei vorweggenommen: Die beiden waren Stützen ihrer Mannschaft. Gegen sehr spielfreudige Amriswiler hatten die Innerschweizer aber allerhöchstens im dritten Satz eine Chance.

Lange ausgeglichen im 1. Satz
Der Beginn des ersten Satzes war weit entfernt von einem reinen Sideout-Spiel. Brändli und Zass auf Amriswiler Seite, dazu Amstutz und Jucker bei den Luzernern zeigten Aufschlagsserien, was einmal das eine, dann wieder das andere Team in Führung brachte. Zu Satzmitte nahm die Qualität des Spiels zu, und bis zum 17:17 agierten beide Teams auf Augenhöhe. Dann legte das Klok-Team einen Zacken zu und überliess dem Gegner bis zum Satzende nur noch zwei Punkte.

Im zweiten Satz vermochten die Amriswiler den Gegner von Satzbeginn an regelmässig zu distanzieren. 5:2, 8:4, 11:6, 16:9 lauteten die Stationen. Vor allem zu Satzmitte wurde sehr schlecht serviert. Sechs Aufschlagfehler innert 11 Punkten zeigten einerseits vom Risiko, das die Teams zu nehmen bereit waren, aber auch von einer gewissen Unkonzentriertheit auf beiden Seiten. Der Satzgewinn Amriswil war nie gefährdet, und das 25:17 zeigte die klare Überlegenheit der Thurgauer.

Mehr Spannung im dritten Satz
Bis zum 12:8 führte Amriswil immer deutlich, doch mit dem Aufschlag des Luzerner Passeurs Mathis Jucker holten die Innerschweizer auf. Nach dem 14:14 stellten die Gäste bei Aufschlag Brändli auf 14:18. In der Folge liessen die Amriswiler die Luzerner auf maximal zwei Punkte herankommen. Wann immer der Punktgewinn nötig war, suchte Zuspieler Matt Yashimoto seinen Diagonalangreifer Thomas Zass, und der österreichische Internationale schlug die Platzherren denn auch fast im Alleingang.

Traktor Basel hält tapfer dagegen
20 Stunden nach dem letzten Ball in Luzern begann das Spiel gegen den Aufsteiger aus Basel. Die Leute vom Rhein hatten am Samstag bei der 2:3-Niederlage gegen Jona den ersten Punkt in der NLA geholt und traten beim Leader völlig unbekümmert an. Ausser Samuel Ehrat – der 27-jährige Internationale hatte auf diese Saison von Schönenwerd zu den Baslern gewechselt – spielte Traktor ausschliesslich mit Spielern, die 22-jährig oder jünger sind. So fehlte dem Team in den entscheidenden Phasen die Routine, um den höher kotierten Gegner ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.

Bei Amriswil erhielten mit Joel Maag, Julian Weisigk und Nikolaj Hjorth Spieler eine Einsatzmöglichkeit, die sonst nicht zur Startequipe gehören.

Obwohl die Sätze 1 und 2 mit 25:21 und 25:22 relativ knapp ausgingen, hatten die Basler nie eine Chance auf einen Satzgewinn. Ab Satzmitte setzte sich LINDAREN Volley Amriswil jeweilen resultatmässig ab und fuhr die beiden Sätze in der Folge sicher ein.

Im dritten Satz spielten für beide Teams weitere Ersatzspieler. Niveaumässig bewegte sich das Spiel auf etwas tieferem Niveau, aber dem Publikum gefiel, dass die jungen einheimischen Spieler zum 25:15 entscheidend beitrugen.

NLB Team weiter im Erfolgsrausch
Das Nachwuchsteam in der NLB reitet ebenfalls weiter auf der Erfolgswelle und erspielte sich zwei überzeugende Siege gegen Schönenwerd und gegen Voléro. Damit liegen sie auf dem 2. Tabellenrang, punktgleich mit dem Tabellenführer St. Gallen.

Telegramm

Volley Luzern – LINDAREN Volley Amriswil 0:3 (19:25, 17:25, 23:25); Luzern, Bahnhofhalle, 546 Zuschauer; 1. Schiedsrichter: Christian Nellen, 2. Schiedsrichter: Erwin Bärtsch. Startformation Volley Luzern: Dominik Fort, Nick Amstutz, Edvarts Buivids, Stig Döös, Shonari Hepburn, Mathis Jucker, Jörg Gautschi (Libero). Startformation LINDAREN Volley Amriswil: Jovan Djokic, Thomas Brändli, Thomas Zass, Bogdan Olefir, Georg Escher, Matt Yoshimoto, Luca Müller (Libero).

LINDAREN Volley Amriswil – Traktor Basel 3:0 (25:21, 25:22, 25:14); Amriswil, Tellenfeld, 465 Zuschauer; 1. Schiedsrichter: Nadine Hefti, 2. Schiedsrichter: Aleksander Sikanjic. Startformation LINDAREN Volley Amriswil: Michal Petráš, Joel Maag, Julian Weisigk, Nikolaj Hjorth, Georg Escher, Matt Yoshimoto, Luca Müller (Libero); Startformation Traktor Basel: Amar Brodlic, Bruno Jukic, Dario Schmid, Jonathan Jordan, Samuel Ehrat, Lars Ulrich, Lukas Hasler (Libero)