Wyder gewinnt Gold, Bronze für Gross und Martin Hubmann
Orientierung

Wyder gewinnt Gold, Bronze für Gross und Martin Hubmann

Drei Medaillen für das Schweizer Team bei der ersten Entscheidung an den OL-Europameisterschaften in Palmela (Por). Judith Wyder gewinnt im Sprint Gold, Julia Gross und Martin Hubmann holen Bronze.

Nach zwei WM-Medaillen stand Wyder auch erstmals auf einem EM-Podest. Die 25-jährige Bernerin siegte zwei Sekunden vor der Ukrainerin Nadia Wolynska, nachdem sie sich zwei Jahre zuvor noch mit Rang 4 hatte begnügen müssen. Es war für sie der erste internationale Titel in einer Einzeldisziplin - 2012 hatte sie mit der Staffel WM-Gold geholt. Die Athletin der OLG Thun siegte, obwohl sie zum dritten Posten die falsche Strasse erwischte und einen Umweg laufen musste. Deshalb sei sie eher überrascht gewesen, dass sie bei der Zielpassage vorne dabei gewesen sei. Auf der Schlussschlaufe fing sie dann Wolynska noch ab.

Während Wyder ihr Potenzial schon mehrmals unter Beweis gestellt hatte, war der 3. Platz von Julia Gross eine Überraschung. Die Richterswilerin machte sich zwei Tage vor ihrem 23. Geburtstag ein verfrühtes Geschenk - im Weltcup war sie noch nie besser als Sechste gewesen. Gross stand an ihren zweiten internationalen Elite-Meisterschaften erstmals auf dem Podest - an Elite-Weltmeisterschaften nahm sie noch nie teil.

Bei den Männern hatte auf Grund der Qualifikation und der Resultate in der Vergangenheit ebenfalls von Gold geträumt werden können. Am Ende reichte es immerhin zu Bronze, wobei Martin Hubmann lediglich eine Sekunde auf den zweitplatzierten Schweden Jerker Lysell verlor.

Zwei Sekunden hinter Martin Hubmann folgte dessen Bruder Daniel, eine weitere Sekunde dahinter klassierte sich der Aargauer Matthias Kyburz. Dies verdeutlicht, wie spannend der Kampf um die Medaillen verlief. Der 4. Rang war für Daniel Hubmann umso bitterer, als sich nach seinem Lauf herausstellte, dass die Zeit um 15 Sekunden zu gut ausgewertet worden war. Mit der ursprünglichen Zeit hätte er Gold geholt. Dennoch war er im Grossen und Ganzen zufrieden. Den Titel sicherte sich der Schwede Jonas Leandersson.