Zwischen Hoffen und Bangen: Zwei Finalspiele für Wunder von Konstanz?
Handball

Zwischen Hoffen und Bangen: Zwei Finalspiele für Wunder von Konstanz?

Drei Punkte aus zwei Spielen sind nötig

2. Handball-Bundesliga:

TV Großwallstadt – HSG Konstanz

(Dienstag, 19.30 Uhr, Untermainhalle Elsenfeld)

Live auf www.hsgkonstanz.de/livestream

 

Die HSG Konstanz ist zum Punkten verdammt. Am Dienstag, 19.30 Uhr, im Nachholspiel beim äußerst formstarken sechsmaligen deutschen Meister und fünfmaligen Europapokalgewinner TV Großwallstadt  (kostenloser Livestream auf www.hsgkonstanz.de/livestream) benötigt die HSG mindestens einen Punkt, um am Samstag in eigener Halle im finalen Duell weiter um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga kämpfen zu können.

 

Das Hoffen und Bangen geht somit weiter. Während Fürstenfeldbruck und Wilhelmshaven bereits als Absteiger in die 3. Liga feststehen, kann sich die HSG noch retten. Dafür benötigen die Konstanzer mindestens drei Punkte aus den beiden letzten Partien. Immerhin spräche der direkte Vergleich mit Emsdetten, der am Saisonende bei Punktgleichheit über die Platzierung entscheidet, für die HSG Konstanz. Emsdetten ist, neben der Schwäche in den Big-Point-Duellen gegen die beiden Absteiger Wilhelmshaven und Fürstenfeldbruck, in denen alle acht möglichen Punkte auf verrückteste Art und Weise abgegeben wurden – gegen den WHV etwa trotz Fünf-Tore-Führung –, ein Stichwort, das bei den Verantwortlichen den Blutdruck steigen lässt. Mittlerweile nimmt das Verletzungspech der Gelb-Blauen ausgerechnet in der entscheidenden Phase der Saison fast tragische Ausmaße an. Genau vor diesen Konsequenzen und Sorgen hatten die Verantwortlichen vor dem Duell im Münsterland gewarnt – nur einen Tag nach dem Ende der 14-tägigen Quarantäne und ohne nötige Vorbereitung.

 

„Das Programm war für alle Mannschaften schon vor unserer Corona-Pause extrem“, schildert Trainer Daniel Eblen die letzten Wochen. „Aber die Zeit nach der Quarantäne war brutal. Leider hat uns dies einige Verletzungen gekostet.“ Zwar holte sich die quasi direkt aus der Quarantäne, in den Bus und die Halle gestiegene HSG ein wichtiges 26:26-Remis. Doch diese Begegnung hinterließ Spuren. Seitdem fehlen Kapitän und Topscorer Tom Wolf, Tim Bornhauser und auch weitgehend Felix Jaeger und somit alle drei Mittelmänner, die komplette Kreativabteilung sowie Shooter und Abwehrrecke Peter Schramm. In Gummersbach setzte immerhin Joel Mauch aus der U23 einige schöne Akzente, doch der extrem jung und neu aufgestellten Mannschaft fehlten im Drei-Tage-Spielrhythmus die Möglichkeiten, sich einzuspielen und zu finden. „Wir haben das Spiel in Emsdetten gut gelöst, aber dadurch sind Sachen entstanden, die wir nicht repariert bekommen“, lautet die bittere Erkenntnis von Eblen. Die zusätzlichen Verletzungen brachten einen Teufelskreislauf in Gang. Der Kader schrumpfte, die Belastung für angeschlagene Spieler stieg dadurch in der Drucksituation im Kampf um den Klassenerhalt weiter – bis sich dadurch nochmal weitere Verletzungen ergaben.

 

Nun kommt die HSG zwar deutlich geschwächt daher. Der Kampfgeist ist trotz der äußeren Faktoren jedoch ungebrochen. Man müsse es so zu Ende bringen, selbst wenn es unter diesen Bedingungen äußert schwer werde, ergänzt der 46-Jährige. In der Vergangenheit ist es seiner Mannschaft schon einige Male gelungen als Totgesagte wieder zurückzukommen. Jetzt braucht es dafür jedoch ein kleines Wunder. Beim seit sechs Spielen ungeschlagenen TV Großwallstadt muss mindestens ein Punkt her, damit es am Samstag, daheim im stimmungsvollen Hexenkessel Schänzle-Hölle, noch ein absolutes Finale gibt. Vor zwei Jahren setzte sich die HSG in ihrem Finale in zwei packenden Duellen gegen den HC Empor Rostock in der Aufstiegsrelegation durch – mit einem Remis an der Ostsee und einem souveränen Heimsieg. Nun benötigt es darüber hinaus Schützenhilfe am letzten Spieltag aus Lübeck. „Wir werden alles reinwerfen, was da ist“, verspricht Eblen. „Das wird eine Energiefrage. Mental wie physisch. Mit dem Druck wird das nicht einfacher.“ Es ist die maximale Herausforderung. Nach unglücklichen Vorstellungen und unglücklichen Entscheidungen von außen. Alles wäre vergessen mit dem immer schwerer werdenden Happy End.

 

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