„Projekt weiter vorantreiben“: Kapitän bleibt bei HSG Konstanz

„Projekt weiter vorantreiben“: Kapitän bleibt bei HSG Konstanz

„Wir wollen uns in der 2. Bundesliga etablieren und das Projekt und die weitere Professionalisierung weiter vorantreiben. Davon möchte ich ein Teil sein“, sagt er. „Wir bleiben alle am Boden, haben aber ambitionierte Ziele.“

Vor Beginn der Rückrunde in der 2. Handball-Bundesliga kann Zweitligist HSG Konstanz trockene Tinte unter den Vertrag einer ganz wichtigen Personalie vermelden. Kapitän Michel Stotz setzte seine Unterschrift unter einen neuen Liga unabhängig geltenden Kontrakt bis 30. Juni 2025.

Leistungsträger halten, Qualität weiter nach oben schrauben

Der Kreisläufer ist längst nicht nur als Anführer, Vorbild sowie im Innenblock und im Angriff eine wichtige Korsettstange, sondern auch abseits des Spielfeldes einer, der sich ganz besonders mit den Zielen, der Mannschaft und dem Club identifiziert. „Michel hat sich persönlich sehr weiterentwickelt und macht auch neben dem Spielfeld einen tollen Job“, lobt HSG-Geschäftsführer André Melchert. 2018 kam Stotz als ganz junger Spieler nach Konstanz. Dort hatte er sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Bestandteil und Leistungsträger entwickelt. Melchert: „Man spürt bei Michel, wie sehr er sich mit der HSG identifiziert und wie viel Spaß er hier hat.“ Als Identifikationsfigur steht er auch dafür, wie sich die HSG als Verein weiterentwickeln möchte. „Es ist wichtig, unsere Nachwuchsspieler, die zu Leistungsträgern werden, zu halten. Dadurch wollen wir unsere Qualität weiter nach oben schrauben“, so Melchert.


Bleibt bei der HSG und möchte das Projekt weiter vorantreiben: Kapitän Michel Stotz.

„Riesigen Schritt in meinem Leben gemacht“

Der gebürtige Reutlinger fühlt sich am Bodensee „rundum wohl in Stadt, Verein und Team mit unseren Trainern Jörg Lützelberger und Vitor Baricelli.“ Schon zweimal ist er mit der HSG in die 2. Bundesliga aufgestiegen und holte mit der Auswahl der Exzellenzuniversität und HTWG Konstanz den Titel des Deutschen Hochschulmeisters. „Es macht mir in jedem Training und Spiel sehr viel Spaß“, sagt er. „Wir wollen uns in der 2. Bundesliga etablieren und das Projekt und die weitere Professionalisierung weiter vorantreiben. Davon möchte ich ein Teil sein.“ Der 1,93 Meter große Kreisspieler, der 100 Kilogramm auf die Waage bringt, möchte sich in diesem Umfeld persönlich weiterentwickeln und zugleich die Ziele des Clubs erreichen. Schließlich habe er in den letzten Jahren bei der HSG „sehr viel in Sachen Leadership“ mitnehmen können und neben der sportlichen und körperlichen Entwicklung „in meinem Leben einen riesigen Schritt nach vorne gemacht. Daniel Eblen hat mich sehr weit gebracht, dafür bin ich sehr dankbar. Auch menschlich konnte ich viel von ihm mitnehmen. Dasselbe gilt nun bei Jörg und Vitor.“

Vorbild an Professionalität und Einsatzbereitschaft

Zugleich sieht er die stetigen Schritte der HSG Konstanz. Auch bei den nächsten wird er eine wichtige Rolle spielen und freut sich über weiter besser werdende Bedingungen. „Wir wollen uns noch besser und professioneller aufstellen“, so Stotz. Er selbst eignet sich dafür als Paradebeispiel. Head Coach Jörg Lützelberger etwa sieht Michel als Vorbild an Professionalität und Einsatzbereitschaft und bekennt: „Seine Konsistenz ist extrem wertvoll für uns und in die neue Rolle als Kapitän ist er sehr schnell hineingewachsen. Er ist schon jetzt eine zentrale Säule dieser Mannschaft, identifiziert sich zu 100 Prozent mit der HSG und dem Konstanzer Weg und er wird sich noch weiter steigern. Seine Zusage ist eine sehr, sehr gute Nachricht.“ Stotz ist auch deshalb von allen geschätzt, weil er mit seiner positiven und offenen Art seine Mitmenschen mitreißt und gerne immer anpackt, wo er gebraucht wird. Dass er gerade diese Punkte als besonders wichtig einstuft, spricht für seinen Charakter und seine Einstellung. „Für mich gehört es einfach dazu, dass man sich auch außerhalb des Spielfeldes einbringt und anpackt“, lächelt der Blondschopf. „Damit können wir von Spielerseite auch etwas zurückgeben und vorangehen.“

„Wir bleiben alle am Boden, haben aber ambitionierte Ziele.“

Stotz hat in Konstanz längst eine zweite Heimat gefunden und hat die Stadt und ihre Menschen in sein Herz geschlossen. Ab 3. Februar möchte er diesen wieder viel Freude und viele Erfolge schenken. Dafür habe man sich viel vorgenommen, berichtet er. Mehr Punkte als in der Hinrunde holen ist das erklärte Ziel. „Ich bin zuversichtlich, dass wir an den richtigen Schrauben drehen“, erklärt der an der mit der HSG kooperierenden HTWG Informatik studierende begeisterte Rennradfahrer. Zwar liege noch ein schwerer Weg vor seiner Mannschaft, doch „wie wir uns Ende letzten Jahres präsentiert haben, macht mich zuversichtlich, dass wir am Ende über dem Strich stehen. Wir bleiben alle am Boden, haben aber ambitionierte Ziele.“ Der Kapitän ist deshalb ganz klar in Bezug auf die verbleibenden 20 Saisonspiele: „Wichtig ist, dass wir unsere Leistung auf der Platte bringen und handballerisch noch besser und beständiger werden. Ich freue mich dabei ganz besonders auf unsere gelb-blaue Wand, den Druck der da auf das Spielfeld kommt und das Gänsehautfeeling, für das unsere tollen Fans immer sorgen.“ Zusammen basteln sie weiter am großen Ziel bei der HSG.