HSG Konstanz hält erfolgreiches Kreisläufer-Duo zusammen

HSG Konstanz hält erfolgreiches Kreisläufer-Duo zusammen

Leistungsträger gibt weitere Zusage und bildet mit Kapitän Michel Stotz strakes Team

Zweitligist HSG Konstanz bastelt weiter am Kader für die kommende Saison. Nach Lars Michelberger und Kapitän Michel Stotz verlängerte mit Niklas Ingenpaß der nächste Leistungsträger Liga unabhängig bis 30. Juni 2025. Damit bleibt das erfolgreiche Duo Stotz/Ingenpaß am Kreis und im Innenblock weiter zusammen und die HSG hat auf einer wichtigen Position früh Planungssicherheit.

Beispielhaft für Philosophie, bei Neuzugängen großen Wert auf das Wertesystem zu achten

„Die beiden bilden sowohl im Angriff als auch in der Abwehr ein gutes Gespann“, freut sich Geschäftsführer André Melchert über die frühzeitige Zusage und erklärt: „Niklas hat sich extrem weiterentwickelt. Er hat sein Potenzial allerdings noch nicht ausgereizt und wird weitere Schritte machen.“ Der Manager lobt seinen Kreisspieler als einen „Arbeiter von Hause aus“. Geschätzt wird er von allen auch aufgrund seines Charakters und seiner „extrem professionellen Arbeitsweise“ (Melchert). Head Coach Jörg Lützelberger zeigt sich über die Vertragsverlängerung ebenso glücklich und meint: „Niklas steht beispielhaft für Andrés Philosophie, bei Neuzugängen großen Wert auf den Charakter beziehungsweise das Wertesystem der Jungs zu legen.“ Im Alltag hat dies positive Effekte auf die ganze Mannschaft, denn „er hatte durch seine Arbeitsweise in kürzester Zeit relevanten Einfluss auf unsere Team-Kultur. Die Arbeit mit Niklas und Michel macht uns jede Woche sehr viel Freude.“


Bildet zusammen mit Michel Stotz weiter das Duo am Kreis: Niklas Ingenpaß.

„Mir gefällt das professionelle und familiäre Umfeld sehr“

Der 23-Jährige erzielte bislang 34 Saisonstore und sprüht nach einem Besuch in der Heimat bei der Familie wieder voller Tatendrang. „Ich freue mich sehr, weiter bei der HSG zu sein“, erzählt der in Kempen geborene Wirtschaftsinformatik-Student. „Hier kann und habe ich mich super weiterentwickeln können. Mir gefällt das professionelle und familiäre Umfeld sehr.“ Positiv gestimmt hofft er auf den Klassenerhalt in der 2. Handball-Bundesliga, denn „es macht mir unglaublich viel Spaß, hier zu spielen. Wir werden alles versuchen, die Liga zu halten.“ Los geht die Mission Klassenerhalt am 3. Februar mit dem Baden-Württemberg-Derby bei der SG BBM Bietigheim. Bis dahin wird Ingenpaß gewohnt hart an sich arbeiten. Der begeisterte Wanderer nennt als seine Ziele nicht weniger, als sich in allen Bereichen verbessern und stabiler werden zu wollen. „Das Ziel ist, den Verein weiter in der 2. Bundesliga zu halten“, so der 1,90 Meter große Blondschopf.

„Keiner stellt das eigene Ego über den anderen“

Dabei ist ihm dies in der Vergangenheit mit vielen wichtigen Schritten schon sehr erfolgreich gelungen. Viel Vertrauen und Spielzeit führt er dafür auf seinem Weg als Gründe an. „Das tut mir sehr gut“, lächelt er und weiß, dass dafür viel nötig ist. „Ich gebe mich nicht mit dem zufrieden, was alle machen“, gewährt er Einblick in seine akribische Arbeitsweise. Immer ein bisschen mehr im Kraftraum machen, sich gesund ernähren und auf den Körper achten steht für Niklas Ingenpaß auf der täglichen Liste. Mit seinem Positionskollegen Michel Stotz versteht er sich bestens und bildet ein tolles Gespann, das sich super ergänzt. „Michel ist ein cooler Typ, mit dem es sehr viel Spaß macht, zusammenzuarbeiten“, so „Inge“, wie er im Team genannt wird. Das Verhältnis ist darüber hinaus von großer Wertschätzung und großem Vertrauen gekennzeichnet. Anders wäre bei dem großen Ehrgeiz der beiden eine immer wieder selbständig untereinander abgesprochene Ein- und Auswechslung nicht vorstellbar. Ingenpaß: „Ich denke, das spricht für uns beide. Wenn der eine müde wird, steht der andere sofort bereit. Da stellt keiner das eigene Ego über den anderen.“

Engagement als B-Jugend-Trainer

In diesem Zusammenhalt nicht nur auf der Kreisläufer-Position sieht Ingenpaß zudem viel Energie für das Erreichen des angestrebten Ziels Klassenerhalt. Zwar habe man in ein paar Spielen auch aufgrund mangelnder Erfahrung noch etwas Lehrgeld zahlen müssen, doch „wir haben auch gezeigt, dass wir mit den ganz Großen mithalten können.“ Die Crunchtime besser gestalten steht somit ganz oben auf der To-do-Liste. Ruhe bewahren sowie mutig und clever spielen formuliert er die Ziele für die kommenden Duelle. „Die 2. Bundesliga mit ihren vollen Hallen und ihrem sehr hohen Niveau möchte ich nicht mehr missen“, ist der auch im Jugendbereich engagierte Trainer klar. „Auf diese Herausforderung habe ich unglaublich Bock. Hier muss man stets am Leistungsmaximum spielen. Dadurch entwickelt man sich am besten.“ Seine Schützlinge aus der B-Jugend, die er zusammen mit seinem Trainerkollegen Robin Schneider betreut, dürfte der Verbleib ebenso freuen. Schließlich ist sein Ehrgeiz als Trainer nicht weniger groß. Und die HSG-Fans dürfen sich freuen, wenn am 10. Februar das erste Match im Hexenkessel Schänzle-Hölle steigt. „Wir benötigen von der ersten Sekunde an All in und müssen sofort im Modus sein“, blickt der Kreisspieler bereits voller Vorfreude auf die Rückrunde voraus.