„Diese Identifikation ist wichtig für ein Team“: Spielmacher ist fünfte Verlängerung

„Diese Identifikation ist wichtig für ein Team“: Spielmacher ist fünfte Verlängerung

Damit konnte Geschäftsführer André Melchert nach Lars Michelberger, Kapitän Michel Stotz, Niklas Ingenpaß und Lukas Köder frühzeitig den fünften Verbleib verkünden.

Ein weiterer wichtiger Baustein ist gesetzt: Spielmacher Christos Erifopoulos hat seinen Vertrag bei Zweitligist HSG Konstanz Liga unabhängig bis 30. Juni 2024 verlängert. Damit konnte Geschäftsführer André Melchert nach Lars Michelberger, Kapitän Michel Stotz, Niklas Ingenpaß und Lukas Köder frühzeitig den fünften Verbleib verkünden.

„Handball-Flamme“ wieder groß und heiß wie eh und je

Eine lange Leidenszeit liegt hinter Christos Erifopoulos. Als sein Wechsel zur HSG bereits feststand, verletzte er sich im Training bei Frisch Auf Göppingen so unglücklich, dass ihm anschließend 14 Monate harter Kampf durch die Reha bevorstanden. Doch der 23-Jährige ist zurück, die „Handball-Flamme“, in seinem Herzen wieder groß und heiß wie eh und je. Zwar benötige der ehemalige deutsche Junioren-Nationalspieler sowie A-Jugend-Bundesliga- und Drittliga-Torschützenkönig ein paar Monate Anlaufzeit, doch inzwischen versprüht er wieder die gewohnt gute Laune und große Spielfreude auf dem Platz. „Das waren schwere Monate“, gesteht der 23-Jährige, bei dem inzwischen schon mehrmals die griechische A-Nationalmannschaft angeklopft hat. Noch war dafür nicht der richtige Zeitpunkt, denn der Fokus des 1,80 Meter großen gebürtigen Erlenbachers liegt im Moment voll auf der HSG Konstanz und dem großen Ziel Klassenerhalt in der stärksten zweiten Liga der Welt. „Am Anfang musste ich wieder Vertrauen in die Bewegungen bekommen. Im Dezember hat das immer besser geklappt und ich habe mich wohlgefühlt. Ich spüre jetzt gar nichts mehr und die Vorbereitung läuft gut“, berichtet er.


Trägt weiter das HSG-Trikot: Spielmacher Christis Erifopoulos.

„Allen mein Können zeigen“

Umso glücklicher ist man bei der HSG, ein so großes Talent weiter an sich binden und gemeinsam die nächsten Schritte in Angriff nehmen zu können. „Christos kommt immer besser in Form und findet zurück zu alter Stärke“, ist André Melchert überzeugt. Der Manager erinnert an die schweren letzten zwei Jahre, als der hoch veranlagte Mittelmann wegen der Corona-Pandemie wenige Spiele absolvieren konnte und sich nach dem Kreuzbandriss über ein Jahr zurückkämpfen musste. „Das muss man erstmal als so junger Sportler aufholen“, so Melchert. „Er hat jedoch in den letzten Begegnungen gezeigt, dass er das Spielen nicht verlernt hat. Wir werden ihm weiter die nötige Zeit geben.“ Schließlich schlummert im Deutsch-Griechen, Spitzname „Hellas“, jede Menge Potenzial und Spielwitz. Das möchte der an der mit der HSG kooperierenden Exzellenzuniversität Wirtschaftswissenschaft studierende „Straßenhandballer“ weiter in Konstanz tun, weil „ich hier dafür ein super professionelles und familiäres Umfeld habe. Es gefällt mir hier super und fühle mich im Team total wohl. Ich verstehe mich sowohl mit den Trainern als auch dem Management richtig gut und möchte allen mein Können zeigen und etwas dafür zurückgeben, wie mich alle während der Verletzung unterstützt haben.“

„Deutlich gemacht, dass er in dieser Stadt, in diesem Verein und in dieser Mannschaft spielen möchte und in keiner anderen“

Dass der trickreiche Mittelmann, der die deutsche und griechische Staatsbürgerschaften besitzt, weiter im HSG-Trikot auflaufen wird, macht auch Head Coach Jörg Lützelberger glücklich, weil „Christos sich nach seinem Comeback kontinuierlich gesteigert hat, inzwischen am einem Punkt angekommen ist, zu dem er die Verletzung komplett hinter sich gelassen hat und jetzt seine Entwicklung als Sportler fortsetzen kann“, so der 37-Jährige. Der EHF-Mastercoach freut sich zudem darüber, dass sein Schützling „in jedem Training Vollgas gibt und zudem sehr deutlich gemacht hat, dass er in dieser Stadt, in diesem Verein und in dieser Mannschaft spielen möchte und in keiner anderen. Diese Identifikation ist extrem wertvoll für ein Team und die HSG.“

Kurze Wege und großer Zusammenhalt

Dem Team mehr als im letzten Jahr helfen ist somit das erklärte Ziel von Erifopoulos. „Ich werde alles in die Waagschale legen, damit wir den Klassenerhalt schaffen“, unterstreicht er und will sich in allen Bereichen weiterentwickeln und verbessern. Inzwischen ist das Lächeln zurück im Gesicht des ehemaligen griechischen Jugend-Nationalspielers. Und der Spaß am Handball. „Wir sind mit viel Energie zurück aus der kurzen Pause“, strahlt der Mann, der immer für die spektakulären Momente gut ist. „Wir sind alle jung und hungrig auf Erfolg, alle heiß und haben richtig Lust auf diese Liga.“ Die Wege zueinander sind dabei kurz: Erifopoulos wohnt mit Kreisläufer Niklas Ingenpaß in einer WG, über den beiden ist David Knezevic beheimatet und einmal um die Ecke direkt Lukas Köder. Das mache es leicht, zumal sich fast alle im gleichen Alter befinden und gleiche Interessen haben. „Deshalb unternehmen wir viel zusammen“, erzählt er. Das sorgt für einen großen Zusammenhalt in der Mannschaft. Ein Grundpfeiler, der ab 3. Februar für die nötigen Punkte sorgen soll, damit die HSG Konstanz auch künftig der 2. Handball-Bundesliga angehört. Erifopoulos: „Wir haben unser Selbstbewusstsein kontinuierlich gesteigert. In den letzten Spielen hat man gesehen, dass wir gegen jede Mannschaft eine Chance haben.“ Nun soll der Start besser gelingen als im Sommer. „Dann werden wir die nötigen Punkte holen. Mit einem Derby zu starten ist immer geil. Ich habe jeden Tag Spaß und komme gerne in das Training. Deshalb freue ich mich sehr, bei der HSG bleiben zu können und freue mich darauf, mit unseren Fans viele Erfolge zu feiern.“