Ausgleich mit der Schlusssirene zählt nicht: Drama für A-Jugend der HSG Konstanz

Ausgleich mit der Schlusssirene zählt nicht: Drama für A-Jugend der HSG Konstanz

Am Samstag Heimspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen

A-Jugend-Bundesliga:

HSG Konstanz – TSV Allach 38:39 (17:21)

 

Bis zuletzt bäumte sich de ersatzgeschwächte A-Jugend der HSG Konstanz gegen den TSV Allach auf und hatte nach einem Fünf-Tore-Rückstand den vermeintlichen Ausgleich mit der Schlusssirene erkämpft. Dieser fand jedoch keine Anerkennung mehr und die HSG musste sich nach großem Kampf mit 38:39 geschlagen geben. Am Samstag, 14.30 Uhr, stellen sich die Rhein-Neckar Löwen am Schänzle vor, ihres Zeichens aktueller Tabellenführer.

 

Mit fünf Toren zurück, zwei Minuten vor dem Ende mit 35:39. Vier Tore in 60 Sekunden. Vieles schien an diesem verrückten Tag, in einem munteren Scheibenschießen mit am Ende 77 Toren in 60 Minuten möglich. Aber ein nochmaliges Comeback der nur über zehn Feldspieler verfügenden HSG Konstanz nicht mehr. Die übliche Maßnahme in diesen Situationen: Eine offene Deckung und den Gegner in Wurffallen gehen lassen, um selbst schnell wieder in Ballbesitz zu gelangen. Moritz Ullrich und Kapitän Fynn Osann gelang genau das: Mit höchstem Tempo ab nach vorne nach provozierten Ballverlusten der Münchener Vorstädter. Die logische Konsequenz: Auszeit der Gäste. Ruhe reinbringen, den Lauf der HSG stoppen. Doch die glaubten weiter an ihre minimale Chance – und tatsächlich: Lucas Farias-Veeser besorgte 26 Sekunden vor Schluss den 38:39-Anschlusstreffer. Und es wurde noch verrückter. Allach konnte seinen letzten Angriff weder erfolgreich abschließen noch zu Ende spielen. Neun Sekunden vor Schluss war der Ball bei der HSG Konstanz. Wieder Auszeit. Christian Korb besprach den letzten Angriff mit seinem Team. Kurz darauf: Jubel auf beiden Seiten, bis die Arme der Konstanzer sofort wieder heruntergingen, die Köpfe ebenso und sich Fassungslosigkeit auf der einen und Erleichterung pur auf der anderen Seite Bahn brachen. Der Durchbruch der Konstanzer und der letzte Treffer wurden als Offensivfoul gewertet und nicht gegeben.

 

Mit dieser Szene, bei der sich zwei Allacher geschickt in den Weg des Angreifers gestellt hatten, wollte sich Christian Korb nicht lange aufhalten. Seine Kritik bezog sich auf der eigenen Leistung, vor allem in der ersten Hälfte, als man sich nach ordentlichem Beginn sowie 6:4 und 10:9-Führung den letztlich entscheidenden Rückstand eingefangen hatte. In den letzten zehn Minuten vor dem Seitenwechsel waren die Gelb-Blauen in einer Partie, in denen beide Defensivreihen kaum einen Fuß in die Tür brachten und es binnen wenigen Sekunden hüben wie drüben im Netz einschlug, ziemlich von der Rolle. „Wir haben zu viele Fehler gemacht“, so Korb. „Allach ist mit viel Tempo über unsere Abwehr drüber gegangen und hat uns seinerseits mit seiner offensiven Deckung stark gepresst.“ Nach der Pause fand die HSG sich damit immer besser zurecht, konnte sich den durchaus möglichen Punkt aber nicht mehr sichern. Korb: „Es war ein schnelle Spiel mit löchrigen Abwehrreihen.“ Das soll, ja muss gegen den Ligaprimus aus Mannheim in einer Woche unbedingt besser werden.

 

HSG Konstanz: Noah Frensel, Jason Moses (beide Tor); Tim Koch, Nick Siegner (1), Fynn Osann (10/3), Lucas Farias-Veeser (2), Sven Müller (4), Moritz Ullrich (4), Jona Mauch (5), Pit Faller (3), Ben Widmann (3), Mika-Ante Komin (6).

Trainer: Christian Korb

 

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