FCK: Tempo, Teamgeist und Torhüter Fellmann
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FCK: Tempo, Teamgeist und Torhüter Fellmann

Der Tabellenführer aus Chur dominierte nur die Startphase auf dem Hafenareal. Nach einem parierten Foulelfmeter von Torhüter Fellmann (15.) und dem Treffer von Sven Bode ( 31.) übernahm der FCK die Spielkontrolle und gab sie zum Schluss nicht mehr ab.

 

Nach zwei Siegen in Folge und einem imposanten Torverhältnis von 11:2 lief der FCK mit breiter Brust im heimischen Hafenareal auf. Doch schon nach wenigen Minuten zeigte sich, dass Tabellenführer Chur aus anderem Holz als etwa Weesen oder Bazenheid geschnitzt war. Dies äusserte sich auch im Umstand, dass die Bündner erst Mal entschlossen das Heft in die Hand nahmen. Die Wucht und Präzision der Gäste liess manchen Zuschauer frösteln – nicht nur wegen den garstigen Bedingungen und Temperaturen um sieben Grad. Da kam der erste Konter der Kreuzlinger gerade richtig. Sven Bode eroberte sich im Nachsetzen das Leder und stürmte zusammen mit Abbas Karaki und Pascal Huber aufs Tor. Leider war man sich im Strafraum dann doch unsicher wer für den Abschluss zuständig war, ausgerechnet der einzige Churer Verteidiger konnte klären (12.). Schon der darauffolgende Spielzug der Gäste, in der ersten Halbzeit meist über die rechte Angriffsseite, mündete auf dem Kreuzlinger Elfmeterpunkt. Churs einzige Spitze Andreas Lo Re liess sich nach einem kurzen Trikotzupfer eines Grün-Weissen routiniert fallen, der Schiri zögerte keine Sekunde. Das Duell Rafael Deplazes gegen Torhüter Fabian Fellmann hatte zweifellos vorentscheidenden Charakter, das war nicht nur jedem Zuschauer, sondern auch jedem Aktiven beider Farben klar. Deplazes wählte die tiefe linke Ecke, Fellmann mit einer Riesenparade parierte mit den Fingerspitzen (15.). Was zu jenem Zeitpunkt kaum ein Kreuzlinger zu wagen hoffte: es sollte die letzte klare Torchance des Tabellenführers an diesem Nachmittag sein. Vorerst hatte die Ortancioglu Elf aber den nächsten Schock zu verdauen. Spielmacher Manuel Strak musste nach 25 Minuten verletzt das Feld räumen, für ihn kam Tomo Werne. Die Augen vieler Zuschauer richteten sich jedoch immer mehr auf Sven Bode der unermüdlich gegen den Ball arbeitete und nach einer halben Stunde den verdienten Lohn einfuhr. Im Alleingang enteilte er der Churer Abwehr und schlenzte das Leder aus schräger Position ins hohe, entferntere  Eck.

Mit dem Wind und der Führung im Rücken lief der Ball in der zweiten Hälfte deutlich füssiger durch die Thurgauer Reihen. Insgesamt vermittelten sie das homogenere, das eingespieltere, vor allem aber das lauffreudigere Team als die Gäste bei denen an diesem Nachmittag vieles Stückwerk blieb. Daran änderten auch die Churer Einwechslungen – allesamt Offensivkräfte -  nichts. Der FCK war und blieb Herr der Lage und konnte es sich gar leisten, einige Konter schlampig oder nur halbherzig zu fahren. FCK Trainer Kürsat Ortancioglu wirkte jedenfalls nach Spielschluss ungewohnt gelöst und frei von jeglicher Anspannung. Und nicht nur er, auch die eigenen Zuschauer waren von der Leistung ihrer Akteure begeistert. Die zwei Niederlagen zum Auftakt liegen jedenfalls schon weit, sehr weit zurück…

Telegramm

Kreuzlingen – Chur  1:0 (1:0).
Hafenareal - 160 Zuschauer.  SR: Matthias Suter.
Tore: 31. Bode 1:0.
Kreuzlingen: Fellmann; Ferrone, Seeger, Schröder (86. Perez), Affentranger;  Arifagic (88. Miljic), Karaki, Hoxha (87. Armbruster), Manuel Stark (25. Werne), Huber; Bode.
Chur: Zuvic; Schmid (64. Bearth), Zarkovic, Tomic, Maffezzini (46. Macic), Deplazes, Sele, Catricala, Lymann (46. Krättli), Fabrizio Cavegn (71. Marini Cavegn); Lo Re (75. Caduff). Verwarnungen: 29. Seeger (Foul), 54. Karaki (Halten), 90. Krättli Foul).
Bemerkungen: 15. Fellmann pariert Foulelfmeter von Deplazes. 25. Manuel Strak verletzt ausgeschieden. Kreuzlingen ohne: Juchli, Löffler, Tidim (Verletzt) und Rebsamen (Aufgebot anderes Team). Chur ohne: Karamese und Gentile (Verletzt).