Wieder ein «Final-Match»
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Wieder ein «Final-Match»

Für Frauenfeld (13. mit 18 Punkten) gilt daheim gegen Chur (8./26) erneut nur eines: Verlieren verboten. Eigentlich wären drei Punkte nötig, doch der Gast hat zuletzt zweimal gewonnen.

In der Vorrunde holte Frauenfeld in Chur ein 2:2, da müsste doch auch auf eigenem Terrain etwas möglich sein. Frauenfelds Spielertrainer Exouzidis warnt: «Das ist überhaupt nicht mehr die gleiche Mannschaft wie im letzten Herbst. Die Bündner sind jetzt viel erfahrener und haben unter anderem mit dem flinken Stürmer Alfred eine gefährliche Spitze. Er sorgt oft für den Unterschied.»

Seit der Verpflichtung in diesem Frühjahr von Spielertrainer Knuth (der Deutsche schoss bei seinen erst sieben Auftritten bereits vier Tore) hat sich Chur Luft im Abstiegskampf verschafft. Zuletzt mit einem 2:1 in Uster und dann daheim mit einem 3:2 (nach einer 3:0-Führung nach 44 Minuten, dann kam noch vor der Pause mittels Hands-Penalty das 3:1) gegen Schlusslicht Dübendorf. Ohne diese sechs Punkte wären die Bündner nur gerade einen Zähler vor dem ominösen Abstiegsstrich klassiert. Die Bilanz in diesem Jahr zeigt allerdings eine deutliche Aufwärtstendenz: In acht Partien ergatterte Chur immerhin 13 Punkte.

Da sieht es beim FCF wegen den akuten Personalsorgen schon deutlich anders aus. Am Samstag wird ziemlich sicher Christian Schlauri verletzt fehlen, dafür kehrt der gesperrte Stürmer Kälin zurück. Exouzidis muss erneut auf Akteure aus der Reserve-Equipe und den A-Junioren zurückgreifen: «Auch Senior Avanzini gehört wieder zum Kader. Er hat seine Sache gegen Uster sehr gut gemacht.» Der Trainer selber wird wohl in der Schlussphase notfalls wieder in die Hosen steigen: «Wir müssen sämtliche Kräfte mobilisieren. In den letzten sechs Runden absolvieren wir eigentlich lauter Final-Spiele. Trotzdem verfallen wir nicht in Hektik, sondern nehmen Match für Match und hoffen, dass es für den Liga-Erhalt reicht.»