Welches Team gewinnt die Qualifikation?
Eishockey

Welches Team gewinnt die Qualifikation?

Die letzte 1.-Liga-Qualifikationsrunde wird die Antwort darauf liefern, ob der SC Weinfelden die Tabellenführung behaupten kann. Alle Spiele beginnen am Samstag um 17:30 Uhr. Im neuen Jahr wird die obere Masterround ausschliesslich von Zürcher und Thurgauer Mannschaften bestritten. Die Quali-Masterround ist eine Angelegenheit zwischen Graubünden, dem Tessin und Seewen.

Die Partien von Arosa und Winterthur werden live im Webradio übertragen

 

EHC Dübendorf – EHC Winterthur

(Samstag, 17:30 Uhr, Im Chreis)

Die Partie wird live im Webradio übertragen

Der Dauerbrenner Dübendorf gegen Winterthur verspricht erneut Spannung pur. Die beiden Titelfavoriten stehen nämlich unter Zugzwang. Winterthur blickt auf zwei Meisterschaftsniederlagen gegen Bülach (1:4) sowie Weinfelden (2:3 n.P.) zurück und muss darum kämpfen, die Qualifikation auf dem vierten Platz abschliessen zu können. Allenfalls gelingt sogar der Sprung aufs Podest. Der EHC Dübendorf will den um einen Punkt besser klassierten Tabellenführer Weinfelden abfangen und sein Publikum für die halbherzige Darbietung gegen Bülach (1:5) entschädigen.

Gleich mit 4:0 fertigte der EHC Dübendorf seinen ewigen Rivalen aus Winterthur im ersten Aufeinandertreffen ab. „Zu null zu verlieren ist nie schön, gegen Dübendorf sowieso nicht“, hielt Winterthurs Verteidiger Michel Grolimund fest. Dübendorf verstand es in der Neuauflage der letztjährigen Finalserie die gegnerischen Angriffsbemühungen konstanter zu neutralisieren. Immer wieder kamen die Winterthurer nur zu Weitschüssen, sahen keinen Abpraller oder wurden an die Bande abgedrängt. Die Gastgeber beherrschten diese taktischen Spielereien zwar ebenso, aber als im Mitteldrittel 76 Sekunden gespielt waren, demonstrierte Dübendorfs zweite Angriffsreihe, wie gut sie harmoniert. Damian Reichart lenkte den Pass von Ken Künzli ab und krönte die Kombination mit dem 1:0. Auch der zweite Treffer des EHCD in der 44. Minute war symptomatisch für die erste Linie: Roger Capaul gewann in gewohnter Manier sein Bully, Damian Reichart schoss und Marc Wüst stand beim Abpraller am richtigen Ort.

SC Weinfelden – EHC Frauenfeld

(Samstag, 17:30 Uhr, Güttingersreuti)

Der Aufsteiger wird die Qualifikation doch nicht etwa auf dem ersten Platz beenden? Seine Ambitionen unterstrich der SC Weinfelden mit dem 3:2-Erfolg nach Penaltyschiessen in Winterthur. Frauenfeld seinerseits kann nach dem 7:2 über Arosa ebenfalls befreit aufspielen. Egal wie dieses Derby ausgeht, so gut klassiert hätten sich die beiden Thurgauer Vertreter im Vorfeld der Saison wohl selbst nicht erwartet.

Weinfelden gewann das erste Derby gegen Frauenfeld vor 751 Fans mit 4:2. Die Mittelthurgauer schufen die Differenz mit drei Toren im Mittelabschnitt. Roland Korsch nach 41 gespielten Sekunden im zweiten Drittel und Sven Trachsler nach Spielhälfte brachten den SCW mit 2:0 in Führung. In der Folge konnte Frauenfeld auch mit zwei Anschlusstreffern nicht zur Korrektur ansetzen. Sowohl nach dem 1:2 und 2:3 reagierte Weinfelden prompt. Fabian Brem gelang exakt zwei Minuten vor der Schlusssirene das vierte Tor.

EHC Seewen – EHC Bülach

(Samstag, 17:30 Uhr, Zingel)

Das entscheidende Spiel um den sechsten Platz hätte es werden sollen. Aber nach Bülachs furiosem 5:1-Erfolg in Dübendorf und Seewens Niederlage in Chur (1:4) beträgt der Unterschied zwischen den Tabellennachbarn uneinholbare sieben Punkte. Für Seewen geht es darum, seine Ausgangslage für die Quali-Masterround zu verbessern und dem „Charity-Game“ eine erfolgreiche Komponente zu verleihen. Wie schon in den vergangenen Jahren wird an diesem Seebner Heimspiel für einen guten Zweck gesammelt. Dieses Mal geht das Geld zugunsten der „Stiftung Ohrchirurgie Nepal“ für den Bau eines Spitals in Nepal, eines der ärmsten Länder der Welt.

Die Niederlage gegen Seewen im Hinspiel wird Bülach immer noch schmerzen. Die Zürcher Unterländer führten nach 27 Minuten mit 3:1, verloren dann mit 3:4 nach Penaltyschiessen. Im Schlussabschnitt erlaubte sich Seewen drei Strafen, Bülach deren zwei. Diejenige von Mike Wolf führte zum Ausgleich, denn Seewens Flavio Bolfing traf 30 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit zum 3:3.

Die Seebner hatten dank Michael Nideröst nach elf Minuten mit 1:0 geführt und überstanden noch vor der ersten Pause eine Unterzahlsituation schadlos. Kaum waren 49 Sekunden im Mitteldrittel gespielt, glich Bülachs Renato Schwarz allerdings im Powerplay zum 1:1 aus. Danach folgte Seewens 20sekündiger Aussetzer: Remo Sägesser (26:04) und Sandro Marzo (26:24) erhöhten nach einer überstandenen Strafe für die mit nur drei Sturmlinien angetretenen Eisbären auf 3:1. Daraufhin wechselten die Gäste aus Innerschwyz ihren Torhüter Fabian Balmer aus und Mario Mathis führte sie schliesslich zum Sieg nach Penaltyschiessen.

Pikes EHC Oberthurgau – EHC Chur Capricorns

(Samstag, 17:30 Uhr, EZO Romanshorn)

Wenn die Pikes dem 2:1-Erfolg nach Penaltyschiessen gegen Biasca weitere drei Punkte folgen lassen, könnten sie die Qualifikation auf dem vierten Platz beenden. Für den EHC Chur geht es darum, wie beim 4:1-Heimsieg gegen Seewen, Moral für die Quali-Masterround zu tanken.

Die Oberthurgauer bezwangen Chur beim ersten Aufeinandertreffen mit 5:3. Die Pikes lagen während der Partie zweimal in Rückstand, fanden aber immer wieder ins Spiel zurück.

Die Hechte starteten dabei optimal ins letzte Drittel. Bereits in der 44. Minute erhöhte Heid auf 4:2 für die Hechte. Nur wenig später gelang den EHC Chur-Capricorns durch John (46.) während einer Unterzahl der Pikes aber der Anschlusstreffer. Das Spiel nahm nun phasenweise playoffähnliche Züge an und die Gangart wurde merklich ruppiger.

SC Herisau – HCC Biasca

(Samstag, 17:30 Uhr, SZ Herisau)

Biasca zeigte sich bei der Niederlage gegen die Pikes (1:2 n.P.) zum wiederholten Male hartnäckig und wird als Favorit nach Herisau reisen. Die Appenzeller haben auch durch die 1:5-Klatsche in Bellinzona acht Zähler weniger gewonnen als Biasca.

Im ersten Duell mit Biasca lag Herisau mit 4:1 vorne, gewann dann aber erst mit 5:4 nach Penaltyschiessen. In Biasca fand damals eine hektische Schlussphase statt: Die Tessiner erhielten im dritten Drittel drei kleine Strafen und Daniele Mattioli kassierte in der 54. Minute eine Matchstrafe. Herisau konnte die erhitzten Gemüter des Gegners aber nicht ausnutzen, die Gebrüder Joey und Claudio Isabella verkürzten mit ihren Toren (52./56.) auf 3:4. Besonders ärgerlich aus Sicht der Appenzeller war der dritte Gegentreffer, den sie ihm Powerplay erhielten. Biasca war nun im Aufwind, drückte und erhielt dank Dario Eigenmanns Kniestich die entscheidende Überzahlgelegenheit. Alessandro Baldi glich 54 Sekunden vor Ende des dritten Abschnitts aus.

Schlussendlich fingen sich die Gäste wieder auf und gewannen den Zusatzpunkt im Penaltyschiessen.

EHC Arosa – GDT Bellinzona

(Samstag, 17:30 Uhr, Eishalle Obersee)

Die Partie wird live im Webradio übertragen

Einen Zähler liegt der EHC Arosa vor dem Tabellenvorletzten aus Bellinzona. Die Tessiner entschieden das wichtige Kellerduell gegen Herisau mit 5:1 für sich und wollen den gewonnen Auftrieb für die Begegnung in Arosa nutzen. Die Bündner ihrerseits zogen beim 2:7 in Frauenfeld die nächste Kanterniederlage ein.

Bellinzona feiert in der elften Meisterschaftsrunde seinen damals zweiten Saisonsieg, gewann gegen Arosa zum ersten Mal drei Punkte und überzeugte mit sechs verschiedenen Torschützen. Der EHC Arosa kassiert vor heimischem Publikum eine schallende 2:8-Ohrfeige.

Yannick Ruspini und Fabrizio Mayolani erhöhten für die Tessiner in der Anfangsphase innert weniger als zwei Minuten auf 2:0. Arosa reagierte durch den Anschlusstreffer von Silvio Mazza (15.) zwar postwendend, aber eine Strafe gegen Torhüter Fabian Lütscher bremste die Aufholjagd im ersten Drittel. Die Entscheidung führte Bellinzona nach Spielhälfte ebenfalls mittels Doppelschlag herbei. Samuele Guidotti und Davide Bianchi erhöhten innert 100 Sekunden auf 4:1.