Wängi verliert gegen Spitzenreiter Amriswil nur knapp
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Wängi verliert gegen Spitzenreiter Amriswil nur knapp

Weil die Konzentration der Wängener in der Startphase noch nicht im vollen Betriebsmodus war nutzte dies das ambitionierte Spitzenreiterteam aus und ging nach 10 Minuten mit 2:0 in Führung.

Danach fing sich das Fanionteam lobenswert auf und hätte schlussendlich einen Punkt verdient. Dies verursachte bei den Gastgebern so grosse Nervosität, dass in der Schlussphase sogar eine rote Karte an Mandelli und den Leitungsausschluss des Trainers Schenk zur Folge hatte.

Die Amriswiler dominierten die Starphase klar und zeigten in eindrücklicher Weise ihre grosse Ambition und Spielqualität. Bereits in der 4. Minute traf Moser, das erst 17-jährige Jungtalent, vorerst nur den Torrahmen. In der 9. Minute wurde Schoch auf der rechten Seite lanciert, dieser flankte auf den heranrasenden Libero Arganese, der Meiler keine Chance lies. Bereits 1 Minute später gelang Züllig ein eindrücklicher Sololauf durch die ganze Wängener Defensive und nutzte die Unachtsamkeit zum 2:0 aus. Danach beruhigten die Gastgeber die Gangart und ermöglichten den Hinterthurgauern erste offensive Aktionen. Die erste übernahm Schneider, der aus aussichtsreicher Position an Perez hängen blieb. In der 23. Minute gelang Cardoso eine perfekte Einzelaktion, die mit einem gekonnten Lupfer über Lopez den Anschlusstreffer erzielte. Wängi hatte sich nun endlich gefangen und spielte konzentrierter mit. In der 26. Minute eilte Arganese aus knapp offside-verdächtiger Position an der Mittellinie auf und davon auf Meiler zu. Dieser stürzte sich mutig und erfolgreich entgegen. In der 37. Minute lancierte Burgermeister mit einem tollen Pass Cardoso, der wieder in seiner artistischen Art den Ball an Lopez vorbeischob – dieser aber von Mandelli auf der Linie gerettet wurde. Vier Minuten später leitete Teixeira mit dem Kopf weiter auf Cardoso, der nur knapp am Tor vorbeischoss. Leider musste Meiler kurz vor der Pause regelwidrig intervenieren. Den daraus resultierenden Penalty verwandelte Germann zum 3:1 Pausenstand.

Das Wängener Team begann die zweite Halbzeit viel konzentrierter und disziplinierter. Um dem dominierenden Sturmlauf der Amriswiler entgegenzuwirken fand man nun geeignete Rezepte. In der 62. Minute parierte Meiler ein gut getretener Freistoss bravourös. Zwei Minuten später eilte wieder der flinke Moser davon und schoss an Meiler vorbei in Richtung Tor – der gut platzierte Pascal Holenstein konnte auf der Torlinie verhindern. Immer wieder konnte die flinke Amriswiler Offensive, nur durch Foulspiele gestoppt werden. Die Schlussphase des Spiels übermannte das Amriswiler Team eine grosse Nervosität, die niemand verstehen konnte. Wenige Minuten vor Spielschluss sah sich Cardoso einen Penalty von Lopez abgewehrt. Danach musste Mandelli wegen einer Tätlichkeit das Spielfeld verlassen und der Trainer Schenk musste von der Leitung ausgeschlossen werden. Den anschliessenden Penalty verwandelte Teixeira zum 3:2 Schlussresultat.

Fazit: Mit etwas mehr Glück und Mut hätte Wängi dem Tabellenführer einen Punkt abrinnen können. Insbesondere die Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit verdient das Wängener Fanionteam anerkennendes Lob.

 

Telegramm

FC Amriswil - FC Wängi 3:2 (2:0)
Sportplatz Tellenfeld: 135 Zuschauer SR: Afrim Zeciri, SRA1: Kader Luman, SRA2: Miklos Soltész
Tore: 9. Arganese (1:0), 10. Züllig (2:0), 23. Cardoso (2:1), 45. Germann (3:1) Penalty, 89. Teixeira (3:2) Penalty
Wängi: Meiler, Schneider (70. Böhi), Albert, Sandmeier, Holenstein P. (C), Braun Thomas, Wiesmann (50. Da Costa), Brgermeister, Rauber (50. Braun Loris), Cardoso, Teixeira.
Ersatzspieler: Schürch, Lüthy, Martic, De Rosa.
Abwesende: Tuchschmid (Privat), Holenstein D. (Privat), Germann (Konvaleszent)
Amriswil: Perez, Arganese (77. Contartese), Moser (90.+4 Stern), Germann, Kreis, Schoch (74. Saliji), Miljic, Niklaus (C), Mandelli, Mirseloski, Züllig.
Ersatzspieler: Stadler, Oswald, Velija, Tekleab.
Verwarnungen: 58. Miljic (Amriswil), 79. Kreis (Amriswil), 84. Mirseloski (Amriswil),
Ausschluss: 88. Mandelli