Wängi verdient sich mit viel Moral einen Punkt gegen Rorschach-Goldach
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Wängi verdient sich mit viel Moral einen Punkt gegen Rorschach-Goldach

Obwohl der ersehnte Sieg ausblieb, bewies die Bernhardsgrütter-Elf grosse Moral indem sie sich erfolgreich gegen ein bereits verloren geglaubtes Spiel, in lobenswerter Weise, wehrte. Das Fanionteam zeigte gegen den Tabellenzweiten der aktuellen Rangliste eine im Gesamten gute Leistung, die mit etwas Glück sogar mit einem Sieg hätte belohnt werden können.

Bereits in der ersten Minute zeigte Wängi seine Ambitionen und kam durch Cardoso erstmals zu einem Abschluss. Die Taktik von Bernhardsgrütter war ersichtlich: frühes Stören in der gegnerischen Hälfte, um den Spielaufbau der Gegner möglichst zu verhindern. Mehrmals schaffte es der junge und quirlige Herren sich auf der linken Seite durchzusetzen – leider erreichten seine Hereingaben noch nicht seine Mitspieler. In der 13. Minute war es Böhi, der sich ebenfalls auf der linken Seite erfolgreich durchwirbelte – seine Flanke traf auf den herangerückten Cardoso, der zum Führungstreffer einschoss. Rorschach reagierte mit seinen schnellen Flügelstürmern. Germann konnte den Ausgleich vorerst noch in extremis verhindern. In der 18. Minute wurde Herren mit einem klugen Pass lanciert. Dieser vermochte alleine vor Goalie Rohner noch nicht die Kaltblütigkeit behalten, und verhinderte den Führungsausbau. Im Gegenzug wurde in der 20. Minute Oliver Baumann so gut angespielt, dass dieser per Kopfball den Ausgleich erzielte. Das war der Beginn einer nachlassenden Phase der Wängener. In der Offensivbewegung fand oftmals der letzte, wichtige Pass den Mitspieler nicht und ermöglichte Rorschach schnelle Konter einzuleiten. So auch in der 38. Minute, als sich Baiao Silva auf der linken Seite schnell und gekonnt durchspielte und damit wieder Oliver Baumann so gut bediente, dass dieser per Kopfball Meiler zum Führungstreffer bezwingen konnte. Wängi versuchte sich so gut wie möglich gegen den Ansturm der Rorschacher zu wehren. In der 45. Minute war es wieder Böhi der mit einem herrlichen Flankenball Teixeira bediente, dessen Kopfball nur knapp übers Tor flog. Noch in der Verlängerung der ersten Halbzeit gelang es den Gästen die Wängener Defensive mit dem 1:3 Treffer von Patrice Baumann zu bestrafen.

Während der Pause herrschte bei den FC Wängi Fans auf der Grosswis etwas Konsternierung. Nicht so aber in der Kabine des Fanionteams, dass vom Staff motiviert wurde und gleich mit zwei Auswechslungen die Fussballfachwelt von Wängi überraschte. Zwei Defensiv-Spieler wurden durch zwei Defensiv-Spieler ersetzt. Nach seiner Verletzungspause kam Läng ins Spiel, begleitet von Dominic Holenstein. In der 56. Minute wurde eine grosse Abschlusschance von Teixeira vom guten Torhüter Rohner reflexartig mit seiner Fussspitze verwehrt. Wängi war in dieser Spielphase sehr bemüht aber fand vorerst das Rezept nicht, um die gute Defensive der Gäste zu knacken. Mit Uka kam frischer Offensivwind in das Spiel. Kaum im Spiel durfte sich Loris Braun bei Uka für seinen grossartigen Pass bedanken, den er zum 2:3 verwerten konnte. Dieser Treffer hatte Signalwirkung und liess auch die vermisste Euphorie der Fans wiederaufkommen. Plötzlich hatte sich das Spielgeschehen gedreht und die Wängener erhöhten mit viel Engagement den Offensivdruck. In der 81. Minute durfte auch der Wängener Goalgetter Teixeira mit einer willensstarken Aktion den Ausgleich erzielen. Die Gäste aus dem Bodensee versuchten mit allen Mitteln der Fussballkunst wenigstens noch den einen Punkt über die Runden zu bringen. Wängi hingegen kam noch, zur Freude aller Fans, zu vielen weiteren, sehenswerten Aktionen, die auch Chancen eines Siegestreffers enthielten.

Fazit: Eine nach 45 Minuten geglaubte Niederlage wurde mit einer lobenswerten Moralleistung abgewehrt und zeigte einmal mehr, weshalb der Fussball eine so leidenschaftliche Sportart ist: Manchmal schafft er Leiden – oftmals begeistert er Jung und Alt. Ein Lob geht an Läng, der nach einer Rekonvaleszenz ins Spiel kam, sich erneut verletzte aber trotzdem auf die Zähne biss und bis zum Spielschluss seinen guten Beitrag leistete.

Randbemerkung: Dadurch, dass Wängi den Sieg von Rorschach-Goldach verhinderte und Amriswil in Weinfelden siegte, steht Amriswil als Aufsteiger in die 2. Liga interregional fest. Bravo und Glückwunsch an den FC Amriswil!

Das nächste Spiel findet am Donnerstag, 17.05.2018 um 20.00 Uhr beim FC Herisau statt.

Telegramm

09.05.2018, FC Wängi – FC Rorschach-Goldach 3:3 (1:3)
Sportplatz: Grosswis, 195 Zuschauer
Tore: 1:0 13.Minute Cardoso, 1:1 20.Minute Oliver Baumann, 1:2 38.Minute Oliver Baumann, 1:3 45+2.Minute Patrice Baumann, 2:3 74.Minute Loris Braun, 3:3 81.Minute Teixeira.
Verwarnungen: 28. Thomas Braun (Wängi), 55. Rohner (Rorschach-Goldach), 76. Dominic Holenstein (Wängi), 79. Baiao Silva (Rorschach-Goldach), 82. Teixeira (Wängi), 91. Morina (Rorschach-Goldach), 92. Oliver Baumann (Rorschach-Goldach).
Wängi: Meiler, Albert (46. Läng), Germann, da Costa Paulo, Braun Loris, Braun Thomas (46. Holenstein Dominic), Herren (75. Uka), Cardoso, Wiesmann, Böhi, Teixeira (C).
Ersatzspieler: Frei, Widmer, Bommer.
Abwesende: Sandmeier Stefan (verletzt), Rauber Robin (Militär), Burgermeister Oliver (Militär), Keller Sandro (Aufgebot anderes Team), Schürch Michael (nicht im Aufgebot), Holenstein Pascal (verletzt), Widmer Fabian (nicht im Aufgebot), Tuchschmid Matthias (verletzt).
Rorschach-Goldach: Rohner, Baumann Yves, Fuchs, Bosshart, Jung, Morina (82. Ivanusa), Lovric, Baumann Patrice(C), Wagner da Silva (62. Egger), Baiao Silva (85. Acklin), Baumann Oliver.
Ersatzspieler: Babic, Meister.
Abwesende: Hitz (Aufgebot anderes Team), Djelassi (verletzt), Di Benedetto (verletzt), Liechti (verletzt).