Volley Amriswil verliert auch die zweite Finalpartie
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Volley Amriswil verliert auch die zweite Finalpartie

Getragen von einer begeistert mitgehenden Zuschauerkulisse, erkämpfte sich Lausanne UC auch in der zweiten Begegnung den Sieg. Es war eine hart umkämpfte Angelegenheit, in der die Vaudois in den entscheidenden Momenten entschlossenen und glücklicher agierten.

Hiobsbotschaft für die Thurgauer noch vor dem Spiel: Matevž Kamnik verletzte sich beim Einspielen am Rücken und konnte nicht mittun. Bis zum Spielstand von 11:11 gelang es keinem Team, einen Vorsprung herausarbeiten, doch als nacheinander Kvalen, Höhne und Zerika Bälle ins Aus setzten, führte Amriswil mit 16:11. Dieser Vorsprung schmolz in der Folge wie Eis in der Aprilsonne, und bei 21:21 hatte LUC den Ausgleich geschafft. Der Servicewinner von Thomas Zass zum 23:21 war dann satzentscheidend. 25:23 das Resultat für Amriswil.

Lausanne kehrt das hochklassige Spiel
Es mag übertrieben erscheinen, aber die 4:1-Führung für die Romands sollte schon so etwas wie die Vorentscheidung sein. Amriswil versuchte einen ganzen Satz lang, den Rückstand aufzuholen, doch es wollte einfach nicht gelingen. Als Kvalen den ersten Satzball unbedrängt ins Aus setzte, glaubte man eine gewisse Nervosität zu erkennen, doch schon ein Punkt später war der Satz mit 25:23 entschieden.

Lausanne auch im 3. Satz eine Prise besser
Der dritte Satz war dann etwas ausgeglichener. Bei 18:17 und 22:21 lag das Klok-Team noch in Front, doch zwei Punkte von Höhne und ein Annahmefehler von Dominik Fort, der zu Spielmitte Ewoud Gommans ersetzt hatte, führte zum erneuten 25:23 für LUC.

Hart umkämpfter vierter Satz
Auch im vierten Satz wogte das Spiel hin und her. Die Amriswiler, welche ausser Thomas Zass auf Float-Services setzten, vermochten die solide Lausanner Verteidigung nur selten mit den Aufschlägen in Verlegenheit zu bringen. Beim Stande von 15:12 sah es für Amriswil aber plötzlich gut aus, doch schon vier Punkte später lag Lausanne nach einem Sideout und drei Amriswiler Annahmefehlern mit 16:15 in Front. Während bei Amriswil die gefährlichen Angriffe fast immer über Thomas Zass liefen, kam bei LUC der ex-Amriswiler Adrien Prével immer besser ins Spiel, und der Franzose war es denn auch, der mit einem Block gegen Zass den Lausanner Matchball verwertete.

Fazit
Will Amriswil in der dritten Partie am Osterdienstag, 23. April, um 19:30 Uhr in der Tellenfeld-Halle eine Chance haben, müssen sie vor allem an den Aufschlägen feilen. Vielleicht braucht es etwas mehr Mut, mit der Gefahr, einen Aufschlagfehler zu machen, aber in diesem zweiten Spiel waren die harmlosen Anspiele zu oft eine Einladung für LUC.

Telegramm

Lausanne UC – Volley Amriswil 3:1 (23:25, 25:23, 25:23, 28:26)
Lausanne, Dorigny, 1020 Zuschauer; 1. Schiedsrichter: Philippe Enkerli, 2. Schiedsrichter: Christian Nellen. Startformation Lausanne UC: Adrien Prével, Radisa Stevanovic, Jonas Kvalen, Björn Höhne, Karim Zerika, Sébastien Chevallier, Dennis del Valle (Libero). Startformation Volley Amriswil: Jovan Djokic, Thomas Brändli, Thomas Zass, Ewoud Gommans, Aleksandar Ljubicic, Josh Howatson, Clément Daniel (Libero)