Volley Amriswil - VBC Einsiedeln
Volleyball

Volley Amriswil - VBC Einsiedeln

Die erste von drei Vorrunden der Nationalliga A ist gespielt. Jedes Team hat inzwischen einmal gegen jeden anderen Gegner gespielt – und die Rangliste hat Konturen angenommen.

Ein Spitzentrio
Zu den Favoriten auf den Titel 17/18 wurden sicher die Teams von Amriswil und Näfels gezählt. Diese beiden Mannschaften bilden im jetzigen Moment mit Lausanne UC das klare Spitzentrio. Dass die Waadtländer auch zu den stärksten Drei gehören, konnte nicht unbedingt erwartet werden. Ausser dem Langzeitzuspieler Julien Carrel spielt kein einziger Spieler der letztjährigen Stammsechs mehr im Verein, doch den Verantwortlichen der Romands ist es gelungen, rund um den Passeur ein angriffsstarkes Team aufzubauen. Die Überlegenheit im Angriff widerspiegelt sich in der Statistik, die aufzeigt, dass die beiden Aussenspieler Prével (ex-Amriswil) und del Bianco sowie der Diagonalangreifer Kvalen alle etwa gleich viele Punkte in einem Spiel erzielen können. Diese Angriffsvariabilität stellt die gegnerischen Verteidigungen vor grosse Probleme. Unter den Top 3 hat jedes Team ein Spiel gegen einen Top-Konkurrenten gewonnen: Lausanne setzte sich in Amriswil durch, Näfels schlug Lausanne, und Amriswil gewann sicher gegen Näfels.

Das Mittelfeldtrio
Das zweite Grüppchen bilden Chênois, Schönenwerd und Luzern. Chênois, sozusagen Lausanne-West (vier Spieler der Grundformation spielten letztes Jahr noch in Lausanne), hatte einen katastrophalen Start zu verzeichnen, ist aber inzwischen seit vier Runden verlustpunktlos. Genau umgekehrt verhält es sich mit Schönenwerd: Seit drei Runden rennen die Solothurner einem Sieg hinterher.

Das Schlusstrio
Auf den letzten drei Plätzen der Tabelle tummeln sich Jona, Einsiedeln und Uni Bern. Welches der drei Teams am Qualifikationsende die Playoffs verpassen wird, ist schwierig vorherzusagen. In den Spielen von Einsiedeln und Uni Bern gegen den letztjährigen Meister Amriswil hinterliessen die Bundesstädter jedenfalls den besseren Eindruck.

Und jetzt kommt Einsiedeln
Am kommenden Sonntag um 16:00 Uhr empfängt der Leader im heimischen Tellenfeld das Team von Einsiedeln. Tja, es gibt appetitanregendere Aufgaben für einen «Journi», als das Duell zwischen dem Ersten und dem Achten verkaufen zu müssen. Nur so viel: Bei Einsiedeln spielt der ex-Amriswiler Malte Stiel, und er war es, der den Thurgauern im Hinspiel fast alleine den ersten Satz «abluchste», ehe sich der Meister auf seine Tugenden konzentrierte und die restlichen drei Sätze sicher nach Amriswil entführte.

Kein Fondue-Stübli
Wie immer bei den Sonntagsspielen ist auch beim Einsiedeln-Match kein Fondue-Stübli in Betrieb. Die Verantwortlichen haben entschieden, dieses nur anlässlich von Samstagbegegnungen zu öffnen – und deren gab es bisher nur zwei. Aber nicht verzweifeln: Am Samstag, 2. Dezember, kann wieder mal in der Tilsiter-Käsesuppe gerührt werden!