Viktor Röthlin startet am Wings for Life World Run in Olten
Leichtathletik, Laufen, Behindertensport

Viktor Röthlin startet am Wings for Life World Run in Olten

Der erfolgreichste und bekannteste Schweizer Marathonläufer Viktor Röthlin startet am Wings For Life World Run in Olten. Mit ihm sind auch der Rollstuhlsportler Marcel Hug sowie der Schauspieler Gregory B. Waldis als Botschafter am Start.

Als Marathon Europameister und Schweizer Rekordhalter weiss Röthlin, wie man auf längeren Strecken schnell läuft. Er steht in seinem letzten Jahr als Profisportler, mit dem letzten grossen Ziel dem Leichtathletik EM-Marathon in Zürich. Auf dem Weg zur EM absolviert Röthlin erstmals ein etwas anderes Training: Am 4. Mai nimmt er am Wings for Life World Run teil. «Anstelle dass ich an diesem Tag zuhause trainiere, absolviere ich in Olten mein übliches Training aber in einem etwas anderen Rahmen. Somit kann ich erst noch laufend etwas Gutes tun», sagt Röthlin.

Eine derartige Veranstaltung ist in der Geschichte des Sports komplett neu. Vom gelegentlichen Jogger bis hin zum professionellen Athleten kann jeder Sportler teilnehmen. Die Teilnahme steht allen offen, eine im Voraus festgelegte Distanz gibt es nicht. Somit gilt: Jetzt anmelden, zusammen mit Viktor Röthlin laufen und gleichzeitig die Rückenmarksforschung via Wings For Life unterstützen! Ambassadoren laufen für guten Zweck «Wir sind sehr glücklich, dass Viktor den Wings for Life World Run in der Schweiz unterstützt», freut sich der Rennleiter Corsin Caluori, «denn der Ausnahmeläufer ist weit über die Laufsportszene hinaus bekannt.» Weitere Ambassadoren sind der Rollstuhlsportler Marcel Hug und der Schauspieler Gregory B. Waldis. Hug, der am 7. November 2013 den New York Marathon gewann, ist von der Aktion begeistert: «Durch die Teilnahme ist man nicht nur Teil einer revolutionären weltweiten Sportveranstaltung, sondern man läuft für all diejenigen, die genau dies eben nicht mehr können.»

Exklusiver Rennmodus
Ein solches Rennen gab es so noch nie: Statt einer herkömmlichen fixen Ziellinie laufen die Teilnehmenden vor einem «Catcher Car», welches durch einen weltweiten Zeitplan gesteuert wird. Eine halbe Stunde nach dem Startschuss beginnt das Auto seine Fahrt mit festgelegter Geschwindigkeit. Sobald jemand vom Catcher Car eingeholt wird, muss die betreffende Person das Rennen beenden. Schlussendlich gibt es dann auch eine Rangliste für die Schweiz und alle Länder zusammen; nur wird diese eben von unten aufgefüllt, da die Gewinner erst ganz am Schluss fest stehen.

Ein globaler Lauf
Am 4. Mai 2014 um 12.00 Uhr werden Tausende auf Strecken an bis zu 40 verschiedenen Orten rund um den Globus in unterschiedlichen Licht- und Wetterverhältnissen starten. So laufen die Teilnehmer in Kalifornien um 03.00 Uhr Ortszeit los, während jene in Taiwan erst um 18.00 Uhr starten. Die Einnahmen kommen vollumfänglich «Wings for Life» zugute. Die Stiftung hat es sich zum Ziel gesetzt, Querschnittlähmung als Folge von Rückenmarksverletzungen heilbar zu machen.