VBC Aadorf unterliegt Volley Schönenwerd in Rückrunde
Volleyball

VBC Aadorf unterliegt Volley Schönenwerd in Rückrunde

In einem hart umkämpften Spiel sah es zunächst so aus, als könne der VBC Aadorf nach einem verlorenen ersten Satz gegen Volley Schönenwerd das Ruder herumreissen und einen 3:1-Sieg verbuchen. Nach einem erneuten Unterliegen im vierten Satz behielten die Gäste aber im Tie Break den längeren Atem und klauten dem Leader so zwei wichtige Meisterschaftspunkte.

Von den Volleyballerinnen des VBC Aadorf wird zurzeit viel Power abverlangt. Schon eine Woche zuvor musste man gegen den VBC Münchenbuchsee bis in den fünften Satz sämtliche Kräfte mobilisieren, um letztlich einen 3:2-Sieg feiern zu können. Vergangenes Wochenende liess auch Volley Schönenwerd nichts unversucht, um dem Tabellenleader ein Bein stellen zu können und forderte Aadorf vor Heimkulisse ebenso bis ins Tie Break heraus.

Aus Zwei wird nicht automatisch Drei
Bereits zweimal durfte Aadorf in der laufenden Saison deutliche Siege gegen das Team von Volley Schönenwerd feiern: Das erste Mal im Mobiliar Cup, das zweite Mal in der Hinrunde der Play Offs. Die Sterne standen somit gut für eine Bestätigung dieser Siege vor Heimkulisse. Aadorf  hatte seine Hausaufgaben gemacht und war sich der Gefahren des Gegners (insbesondere jenen der ehemaligen Nationalspielerin Laura Sirucek) bewusst.

Schon zu Beginn der Partie machte sich aber bemerkbar, dass auch die Gäste ihre Hausaufgaben gemacht haben. Die sonst so starke Offensive der Aadorferinnen wurde durch hervorragende Block- und Verteidigungsarbeit der Gegnerinnen deutlich in Zaun gehalten.

Schönenwerd gelang es auf diese Weise, mit 1:0 in Führung zu gehen und dem Heimteam zu zeigen, dass es mehr leisten muss, um mit einem Sieg rechnen zu dürfen. Geschenkt wird in der Aufstiegsrunde keinem mehr etwas.

Aadorf nahm sich die Message aus dem ersten Satz zu Herzen und erhoffte sich durch einige taktische Wechsel etwas mehr Konstanz im Block. Headcoach Cao Herreras Entscheidungen schienen sich prompt auszuzahlen. In langen, kräftezehrenden Ballwechsel waren es plötzlich die Aadorferinnen, die - nicht zuletzt aufgrund einer sensationellen Kill-Quote im Block - die Oberhand behielten und die entscheidenden Punkte machten. So glich man erst auf 1:1 aus und ging sodann mit 2:1 in Führung. Nach erfolgreicher Erholung von der Niederlage im ersten Satz schien ein 3:1-Sieg in Griffweite.

Enttäuschung im fünften Satz
Im vierten Satz erhöhte Schönenwerd den Druck im Angriff und verbuchte vor allem mit clever platzierten Tips eine Vielzahl von Punkten. Den Druck spürte das Heimteam vor allem im Angriff, wo sich auf der Seite der Aadorferinnen auf einmal Unsicherheiten und Eigenfehler einschlichen. Mit knappen 22:25 Punkten gelang es Schönenwerd, auf 2:2 in den Sätzen auszugleichen. Ein Kopf-an-Kopf Rennen im fünften Satz hielt die Spannung in der Löhracker-Halle bis zum letzten Punkt hoch. Am Ende waren es die Gäste, die den kühleren Kopf behielten und Aadorf mit 16:14 zwei wichtige Meisterschaftspunkte klauten.

Nächste Chance gegen Val-de-Travers
Am kommenden Samstag, 9. März 2019, trifft Aadorf auswärts auf den VBC Groupe E Val-de-Travers. Im Hinblick auf die erfolgreiche erste Play-Off-Partie gegen Val-de-Travers (deutliches 3:0) darf Aadorf zuversichtlich in die Westschweiz reisen. Auch Val-de-Travers durfte aber in den vergangenen Wochen einige Siege feiern und wird mit Sicherheit gut vorbereitet und topmotiviert in die Revanche gegen die Ostschweizerinnen starten. Aadorf wiederum wird alles daran setzen, um die verschlechterte Tabellenlage (1. Volley Toggenburg (13), 2. VBC Münchenbuchsee (12), 3. VBC Aadorf (12), 4. VB Therwil (11)) wieder zu verbessern.

Bericht: Ramona Meili
Foto: Stephan Tuor

 

Telegramm

5. Spieltag NLB Playoff 1.-4. (West + Ost)
VBC Aadorf vs. Volley Schönenwerd (2:3) (19:25, 25:17, 25:20, 22:25, 14:16)
Spielzeit: 1 Stunde 48 Minuten Sporthalle Löhracker - Aadorf
Im Einsatz für den VBC: Linda Kronenberg, Muriel Grässli (C), Vanessa Gwerder, Martina Koch, Ramona Meili, Elena Hake, Elis Albertini, Eva Krieger, Filiz Yürükalan, Viviane Habegger, Martina Hunziker