Uninspiriertes Fanionteam verliert gegen den Aufsteiger
Handball

Uninspiriertes Fanionteam verliert gegen den Aufsteiger

Der Sportclub Frauenfeld zieht seine erste Niederlage in der Meisterschaft ein. Das Fanionteam kam nie auf Betriebstemperatur und machte sowohl im Angriff als auch in der Deckung keinen guten Eindruck. So verlieren die Gastherren verdient mit 22:25 gegen den TSV Fortitudo Gossau 2.

Schon von Beginn weg war die Stossrichtung für den SCF eigentlich klar. Man wollte dem Aufsteiger zeigen, wer hier der Herr im Haus ist, und dies gelang auch in der Startphase des Spiels. Schnell lag man mit zwei Toren vorne. Doch das Fanionteam ist ja dafür bekannt, gut in die Partie zu starten und danach abzubauen. Genau dies traf dann im Verlauf der ersten Hälfte auch ein. Was beunruhigte, war, dass man die zwei Halben im Rückraum nicht unter Kontrolle brachte. Immer wieder konnte entweder Niels Ham oder Davin Amman aus 8 Metern frei werfen. Trainer Roth reagierte, versuchte Niels Ham mit einer Manndeckung zu neutralisieren. Die Massnahme blieb jedoch erfolgslos. Die beiden Rückraumspieler konnten weiter schalten und walten, wie sie wollten. Kay Stokholm flogen die Bälle nur so um die Ohren. Hinzu kam, dass der SC im Angriff nicht die nötigen Lösungen fand. Die Frauenfelder zeigten insgesamt sehr wenig Bewegung ohne Ball, schafften es nie, das Deckungszentrum auseinanderzureissen und mussten daher oft Würfe aus ungünstigen Positionen nehmen. 12:14 hiess es dann zur Pause, was für alle Beteiligten auf Frauenfelder Seite nicht zufriedenstellend war.

In der zweiten Hälft bot sich dasselbe Bild. Die beiden Rückraumspieler knallten den Murgstädtern die Bälle um die Ohren und die Frauenfelder schauten zu. Lediglich im Angriff wehrten sich nun Slivan Stanger und Mulele Kipili gegen die Niederlange. Immer wieder waren sie es, die das Fanionteam im Spiel hielten. Dennoch reichte es nicht, da man in der Abwehr weiterhin nicht überzeugen konnte. Auch nicht als man auf eine 4-plus-2-Abwehr umstellte. Hinzukamen dann in der Schlussphase auch noch ungewohnte Fehlwürfe aus guten Positionen.

All dies reicht in der Summe dann gegen eine Erstligateam nicht. Die Frauenfelder verlieren am Ende diskussionslos 22:25 gegen einen durchschnittlichen Gegner mit einem sehr guten Linkshänder in ihren Reihen. Bei Frauenfeld fehlten wegen einer Grippewelle routinierte Spieler, trotzdem darf dies keine Ausrede für eine solche Leistung sein.

Für den Sportclub Frauenfeld bietet sich bereits diesen Mittwoch die Chance auf Wiedergutmachung. Anpfiff gegen den SV Fides St. Gallen ist um 20:30 Uhr in der Rüegerholzhalle Frauenfeld.

Autor: Michael Hochstrasser

Telegramm

SC Frauenfeld vs. TSV Fortitudo Gossau 2 22:25 (12:14)
Samstag, 06.10.18; Auenfeldhalle, Frauenfeld
Im Aufgebot: Kaj Stokholm (9 Paraden), Florian von Wyl (2 Paraden), Noel Berger (), Reto Rutschmann (2), Robbi Bürgi (4), André Seidenglanz (), Tim Schärer (2), Eric Vonlanthen (), Maiyk Kipili (7), Silvan Stanger (6), Fabrice Walter (), Diogo Lopes (), Michael Hochstrasser (1)
Überzählig: Simon Gessler, Noah Heim, Partick Ponca, Jan Stokholm, Yves Petrig, Flavio Müller
Verletzt: Cédric Zimmermann