TVA fand zu lange nicht ins Spiel
Handball

TVA fand zu lange nicht ins Spiel

Die Innerrhoder 1. Liga-Handballer kamen beim Spiel in Romanshorn am Samstagabend in den ersten 20 Minuten überhaupt nicht ins Spiel und lagen nach 16 Minuten mit 1:11 zurück. Auch wenn es dann etwas besser lief, hatten die ersatzgeschwächten Appenzeller nie eine Chance heranzukommen und verloren mit 24:31 (8:14).

Raphael Neff war zwar auf der Spielerkarte aufgeführt, aber ein Einsatz kam wegen körperlichen Problemen nicht in Frage. Und dies wirkt sich auch im Spiel seines Bruders Fabian aus, welcher nochmals einen schlechten Tag einzog. Zudem zog er sich zu Beginn der zweiten Hälfte über den Augenbrauen eine Wunde zu, welche genäht werden musste. Bei den Gästen fehlten die Breite und die Konstanz, auch wenn nach längerem Auslandaufenthalt Sven Lämmler erstmals wieder mitwirkte. Ramon Hörler musste erneut im Rückraum spielen, wo er viel weniger zur Geltung kommt als am Flügel. Die Thurgauer konnten nach langer Zeit wieder einmal ihr durchaus vorhandenes Potential abrufen, sind aber weiterhin unter ihrem Wert klassiert und liegen nach dem Sieg gegen Appenzell auf dem zweitletzten Rang. Als Torschützen brillierten Kristian Brkljaca (neun) und Petar Roganovic. Zudem agierte die Mannschaft von Trainer Andy Dittert in der Abwehr sehr aggressiv, was den Gästen nicht besonders behagte.

Mario Broger als Lichtblick
Den Romanshornern gelang vor gegen 200 Zuschauern ein Traumstart. Mit ihrem temporeichen Angriffsspiel und einer soliden 6:0-Deckung überrollten sie die Innerrhodner und führten nach neun Minuten mit 6:0. Bei den Versuchen der Innerrhoder wurden die Schüsse immer wieder abgeblockt, landeten an der Torumrandung oder der Ball wurde durch technische Fehler vorher verloren. Obwohl nach dem siebten Gegentreffer das erste Tor der Appenzeller durch Mario Broger folgte, zeigte das vorangegangene Time-Out von Trainer Reto Valaulta keine grosse Wirkung und die Partie ging im ähnlichen Stil weiter. Und so lagen die Gäste nach einer guten Viertelstunde mit zehn Toren Differenz zurück. Auch von einer offensiven Deckung gegen den Spielmacher der Thurgauer liessen sich die Einheimischen nicht aus der Ruhe bringen. Obschon die Appenzeller gegen Ende der ersten Hälfte etwas besser in die Partie fanden, blieb Romanshorn Herr der Lage und ging auch dank einem guten Torwart mit sechs Treffern Vorsprung in die Pause.

Nach der ungenügenden Leistung in der ersten Hälfte, kamen die Appenzeller mit etwas mehr Spielfluss in der zweiten Hälfte zweimal bis auf fünf Tore heran und es kam bei den Anhängern leise Hoffnung auf. Romanshorn schaltete aber wieder einen Gang höher und nach dem 10:15 lagen die Innerrhoder nach 38 Minuten mit 10:18 zurück, womit die Ent-scheidung endgültig gefallen war. Dies auch, wenn sich die Gäste in den restlichen Minuten achtbar schlugen. In der Schlussphase zeigten die Oberthurgauer noch einige sehenswerten Kombinationen, was auch das Publikum entzückte. Als besonderer Lichtblick entpuppte sich in dieser Partie bei den Gästen erfreulicherweise Mario Broger mit nicht weniger als sieben, tollen Treffern. Er ist wohl ein Versprechen für die Zukunft bzw. nächsten Partien. Einige Einsatzminuten gönnte Trainer Reto Valaulta auch seinem Sohn Elias, welcher auch einen Siebenmeter verwandelte. Die Zeit dieses Nachwuchsspielers wird wohl noch kommen. Und die Form von Sven Sutter wird nach seiner Verletzung hoffentlich auch wieder von Spiel zu Spiel besser. Immerhin traf er viermal ins Schwarze und zeigte viel Einsatz.

Die auf den achten Rang liegenden Innerrhoder empfangen am nächsten Samstag zuhause das viertplatzierte Uster. Dabei täten den Einheimischen Punkte gut.

Appenzell: Christian Geisser /Mario Rempfler; Andreas Inauen (2), Ramon Hörler (2), Christian Hamm (3), Mario Broger (7), Stefan Bischofberger, Stefan Metzler (1), Fabian Neff (4), Elias Valaulta (1/1), Sven Sutter (4), Sven Lämmler. Silvan Neff und Raphael Neff figurierten auf Matchblatt, kamen aber nicht zum Einsatz. Sechs Zweiminutenstrafen gegen Appenzell, vier gegen Romanshorn