TTC Wil: Turbulentes Wochenende
Tischtennis

TTC Wil: Turbulentes Wochenende

Die erste Mannschaft des TTC Wil hat ein äusserst turbulentes Spielwochenende hinter sich. In beiden Spielen der dritten Doppelrunde gab es einige Überraschungen. Nachdem das Spiel gegen Rio-Star Muttenz, das die Wiler am Samstag mit 6:4 verloren, gar nicht nach Wunsch lief, steigerte sich das Team von Christian Hotz am Sonntag und verbuchte einen 6:4-Sieg gegen den Tabellenleader UGS-Chênois.

Andrew Rushton gegen Rio-Star Muttenz ungeschlagen
Wie erwartet spielten die Basler, die in den ersten zwei Doppelrunden nicht sehr viel gezeigt hatten, in ihrer Bestbesetzung. Während Christian Hotz spielerisch eine gute Leistung zeigte, vermochte er keines seiner drei Einzel zu gewinnen. Auch Burgis musste beiden chinesischen Topspielern Jiashun Hu und Chengbowen Yang zum Sieg gratulieren. Einzig gegen Cédric Tschanz holte er einen Punkt. Dass die beiden asiatischen Spieler aus Basel jedoch zu besiegen sind, bewies Andrew Rushton. Als einziger Spieler gewann er alle seine drei Einzel. Hätten die Wiler nicht noch das Doppel verloren, wäre ein Unentschieden drin gewesen.

Christian Hotz spielte wie ausgewechselt
Trotz der bitteren Niederlage am Sonntag änderte Captain Christian Hotz seine Teamaufstellung gegen UGS-Chênois nicht. Matiss Burgis kam aus seinem Formtief nicht heraus und gewann wiederum nur ein Einzel gegen Daniel Memmi. Burgis’ Sieg war jedoch für die Wiler äusserst wichtig, denn er bedeutete den Schlusspunkt zum 6:4 Sieg. Andrew Rushton spielte wie schon am Vortag sehr souverän. Leider unterlag er in einem spektakulären Fünfsatzduell im Entscheidungssatz in der Verlängerung mit 12:10 gegen die Nummer 1 Gavin Rumgay, obwohl er noch mit 10:8 in Führung lag. Wie ausgewechselt präsentierte sich Christian Hotz an diesem Sonntag in der Halle des Genfer Vereins. Kämpferisch und motiviert, wie man ihn kennt, gab er sein Bestes, um seine Niederlagen vom Vortag zu vergessen, kämpfte um jeden Punkt und holte verdient drei Siege für Wil. Besonders der Sieg gegen die aktuelle Nummer 1 der NLA, Gavin Rumgay, ist erwähnenswert. Das Doppel ging auch in dieser Partie wieder an die gegnerische Mannschaft, obwohl das Doppel Hotz/Rushton gegen Rumgay/Suvorin klar mit 2:0-Sätzen führte.

UGS-Chênois führt nach dieser dritten Doppelrunde weiter die Tabelle vor Lugano und Meyrin an. Da sich der Kontostand der Wiler nur gerade um zwei Punkte erhöhte, rutschten sie aufgrund des schlechteren Spielverhältnisses auf den vierten Tabellenplatz ab. Auch wenn sich die Tabelle nach diesem Wochenende etwas anders präsentiert, darf man sagen, dass Wil auf Kurs und für die Rückrunde vorbereitet ist.

Erleichterung bei Wil 2: Sieg gegen St. Gallen
5:2 geführt und schliesslich noch um den 6:4-Sieg gezittert: Die Wiler waren nach dem Match sehr erleichtert. Fast alle Spiele verliefen gemäss Klassierung: Thomas Wegmann (A16), Däni Peter (A16) und Pädi Fust (A16) gewannen alle gegen Peter Blaňár (B12) und verloren alle gegen Michal Kubat (A18). Die negative Überraschung war Pädi Fusts Niederlage gegen Noah Mamié (B14); Freude machte dafür der erste Wiler Saisonsieg im Doppel.

Monika Frey Mäder / Pädi Fust 20. Nov. 2017