TSV St. Otmar mit grosser Überraschung
Handball

TSV St. Otmar mit grosser Überraschung

Dem TSV St. Otmar gelingt die riesengrosse Überraschung. Er gewinnt gegen Pfadi Winterthur mit 27:26 (11:16).

Das Spiel zwischen dem TSV St. Otmar und Pfadi Winterthur nahm lange den Lauf, der zu erwarten ist, wenn das Tabellenschlusslicht auf den Tabellenführer trifft. Pfadi Winterthur übernahm gleich die Führung und baute diese auf drei Treffer aus. Dieser Vorsprung hatte relativ lange Bestand. In den letzten Minuten vor der Pause gelang es den Gästen, die Führung noch weiter auszubauen, so dass der Seitenwechsel beim Stand von 11:16 erfolgte. Beim TSV St. Otmar war die Verunsicherung in vielen Situationen geradezu greifbar. Und mit Pfadi Winterthur stand ihm ein Team gegenüber, welches Fehler konsequent bestrafte.

Nach dem Seitenwechsel verkürzten die Otmärler den Rückstand auf drei Treffer, machten sich aber immer wieder das Leben selber schwer. Pfadi baute so die Führung wieder auf fünf Tore aus. Eine Viertelstunde vor Spielende sah der Leader wie der sichere Sieger aus (18:23). Doch die St. Galler bewiesen Moral und kämpften sich wieder heran. Mit drei Treffern in Serie (21:23) brachten sie sich ins Spiel zurück. In der 56. Minute gelang ihnen der viel umjubelte Anschlusstreffer und wenig später wurde sogar der Ausgleichstreffer Tatsache. Was folgte war eine spannende, ja sogar dramatische Schlussphase. Gut zwei Minuten vor Spielschluss brachte Pascal Vernier die Winterthurer wieder in Führung, Mit seinem fünften Treffer realisierte Benjamin Geisser den erneuten Ausgleich. Zu spielen waren nun noch 58 Sekunden. 16 Sekunden vor dem Schlusspfiff scheiterte Joël Bräm an Michal Shejbal, der im Verlaufe der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde und mit einer Superquote von 50% gehaltener Bälle aufwartete. Der TSV St. Otmar bekam somit noch die Chance zum Siegestreffer, die Julian Rauch buchstäblich in letzter Sekunde nutzte (27:26). Die Spieler des TSV St. Otmar belohnten sich damit für ihre kämpferische Leistung in der zweiten Halbzeit, in welcher sie nie aufsteckten. Endlich ist es ihnen auch gelungen, das Wettkampfglück auf die eigene Seite zu zwingen.

 

Telegramm

Kreuzbleiche, 750 Zuschauer SR: Buache/Meyer
Otmar: Kindler (6 Paraden), (Shejbal) 6 Paraden; Linde, Hedin (2/6), Fricker, Gwerder (2/2), Gasser (2/5), Geisser (5/5), Rauch (3/5), Zdrahala (4/9), Teesink, Wetzel (1/1), Kaiser (4/5), Milovic (1/2), Höning 3/3
Pfadi: Vaskevicius (8 Paraden, 1 Tor), Schulz (4 Paraden, 1 Tor); Bräm (1/2), Hess (1/1), Pecoraro, Kasapidis (1/1), Langerhuus (1/2), Vernier (5/9), Lier (5/8), Heer, Kuduz (5/11), Jud (3/3), Murri, Svajlen (2/4).
Strafen 3:5