SWHL A: ZSC Lions neuer Schweizer Meister
Eishockey

SWHL A: ZSC Lions neuer Schweizer Meister

Der neue Schweizer Meister im Frauen-Eishockey heisst ZSC Lions. Die Zürcherinnen gewannen die vierte Playoff-Partie gegen Lugano auswärts mit 5:1 und lösen die Tessinerinnen auf dem Thron ab.

Die ZSC Lions sind ein würdiger Meister. Eine einzige Niederlage aus 30 Meisterschafts- und Cup-Spielen in der zweiten Playoff-Finalpartie in Lugano unterstreicht die Dominanz des Teams von Nationaltrainerin Daniela Diaz. Die Zürcherinnen stellten das mit Abstand ausgeglichenste und vor allem auch breiteste Kader der SWHL A mit einer Mischung aus aktuellen und ehemaligen Nationalspielerinnen, Ausländerinnen aus Schottland, Frankreich, den USA und Österreich, erfahrenen Spielerinnen und jungen Talenten aus der ganzen Ost- und Innerschweiz. Wie bei den Männern funktioniert auch bei den Frauen das Farmteam-System mit den GCK Lions bestens. Der vierte Meistertitel nach der Triplette zwischen 2011 und 2013 ist der verdiente Lohn eines langjährigen und kontinuierlichen Auf- und Ausbaus der Organisation mit drei Teams in den drei Ligen (mit dem Partnerteam EHC Wallisellen sind die ZSC Lions auch in der C-Liga vertreten).

Lugano, der scheidende Meister der letzten beiden Jahre, verdiente sich die Silbermedaille nach einem zaghaften Meisterschaftsbeginn mit einer deutlichen Leistungssteigerung nach dem Jahreswechsel. Die Tessinerinnen, die in der Finalserie auf ihre Topskorerin Bettina Meyer verzichten mussten, schlugen Université Neuchâtel im Halbfinal klar mit 3:0-Siegen und hielten die Finalserie über drei Spiele offen.

Die Entscheidung in der vierten Playoff-Partie fiel im Mitteldrittel mit einer Tor-Triplette innert 10 Minuten. Zweimal war Liga-Topskorerin Christine Hüni erfolgreich, einmal Nationalspielerin Monika Waidacher. Isabel Waidacher und Kathrin Nabholz sicherten den Zürcherinnen nach dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer der Tessinerinnen durch Nicol Bullo im Schlussabschnitt den Sieg und den Titel. Beste Playoff-Torschützin war Christine Hüni mit einem Schnitt von 2,28 Punkten pro Spiel (8 Tore, 8 Assists).

Brandis SWHL-B-Meister
Den Meistertitel in der SWHL B holten sich die Brandis Ladies. Die Emmentalerinnen schlugen im Playoff-Final Bassersdorf mit 2:0-Siegen, verzichten aber auf die Ligaqualifikation und einen möglichen Aufstieg in die SWHL A. Damit verbleibt Weinfelden in der obersten Spielklasse.

SWHL A, Playoff-Final: Lugano – ZSC Lions 1:5 (0:0, 1:3, 0:2) – Endstand: 1:3.

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