Start-Ziel-Sieg mit Höhen und Tiefen
Handball

Start-Ziel-Sieg mit Höhen und Tiefen

35:34 stand es am Ende der Partie zwischen den Red Dragons aus Uster und dem Sportclub Frauenfeld. Der Sportclub konnte bis zum Ende der Partie den Sack nie richtig zumachen und liess den Gegner immer wieder am Ausgleich schnuppern. Dennoch gelang es den Frauenfeldern den Vorsprung, den sich das Heimteam nach der Startphase erarbeitet hatte, bis zum Abpfiff über die Zeit zu retten

Beide Teams starteten mit Torhunger in die Partie. Bereits nach sechs Minuten stand es 4:4 und der neutrale Zuschauer durfte sich über die offensive Ausrichtung der beiden Teams freuen. Was die beiden Mannschaften im Angriff über die gesamte Partie sehr solide machten, so hinterliessen die beiden Defensive nicht immer den besten Eindruck. Zu Beginn der Partie agierte der Sportclub Frauenfeld extrem langsam in der Rückwärtsbewegung. Wenn die Abwehr dann einmal formiert war, schafften es die Herren nicht, die nötigen Seitwärtsbewegungen auf die Platte zu bringen. Immer wieder wurden die Frauenfelder von den Red Dragons überrannt, welche insbesondere in der ersten Halbzeit massiv aufs Tempo drückten. Ein Torhüterwechsel seitens der Murgstädter brachte dann die Wende in der ersten Halbzeit. Kaj Stockholm parierte einige sehr wichtige Bälle, die nicht selbstverständlich waren. Er machte in dieser Phase den Unterschied, weshalb die Heimmannschaft die Partie bis zur Halbzeit doch noch ins Positive wenden konnte. Mit 17:14 gingen die beiden Mannschaften in die Pause und musste sich im Angriff wenig vorwerfen lassen.

Auch in der zweiten Hälfte änderte sich das Bild nicht. Der Sportclub zeigte sich in der Offensive tadellos, während in der Defensive und der Rückwärtsbewegung weiter Defizite auszumachen waren. Trotzdem schaffte es das Team von Oli Roth, den Vorsprung zwischenzeitlich auf sechs Tore auszubauen. Das vor allem auch dank den vielen Zeitstrafen und Siebenmetern, die sich Uster einhandelte. Yves Petrig durfte in den 60 Minuten neun Mal zum Privatduell mit den gegnerischen Torhütern antreten und münzte bis auf einen Wurf alle Gelegenheiten in ein Tor um.

Generell durfte sich der SCF an diesem Samstag nicht über mangelnde Effizienz beschweren. Trotzdem wurde es gegen den Schluss der Partie noch einmal spannend. Nach zwischenzeitlicher Sechs-Tore-Führung verteilten die Frauenfelder in der Defensive dann aber wieder Geschenke und liessen den Gegner nochmals bis auf ein Tor herankommen. Glücklicherweise reichte es für die Red Dragons nicht mehr zum Ausgleich und so trennten sich die beiden Mannschaften nach in einer aus Frauenfelder Sicht durchzogenen Partie mit dem knappsten aller möglichen Resultate 35:34. Der Auftritt des Sportclubs gegen das Tabellenschlusslicht war insgesamt nicht überzeugend, schliesslich jedoch verdient.

Betrachtet man die aktuelle Tabellensituation nach Verlustpunkten, so steht am nächsten Samstag in Frauenfeld ein Spitzenkampf um Platz 2 auf dem Programm. Der Sportclub Frauenfeld empfängt zu Hause die formstarken Seen Tigers, welche ihrerseits nach durchzogenem Start in die Finalrunde zuletzt mit dem Sieg gegen den ungeschlagenen Tabellenführer HSC Kreuzlingen ein dickes Ausrufezeichen gesetzt haben. Die Partie vom kommenden Samstag, 24. Februar wird um 19:00 Uhr in der Auenfeldhalle in Frauenfeld angepfiffen.

Telegramm

SC Frauenfeld 1 vs. Red Dragons Uster 35:34 (17:14)
Samstag 17.02.18 Auenfeldhalle, Frauenfeld
Im Aufgebot: Kaj Stokholm (11 Paraden/), Patrick Murbach (), Noel Berger ()Andrin Geissler (2), Robbi Bürgi (2), Yves Petrig (14), Edin Hasanovic (3), Flavio Müller (2), Nestor Reimann (1), Maiyk Kipili (6), Fabrice Walter (), Yannick Ricci (), Thomas Lovric (), Michael Hochstrasser (5)
Überzählig: David Bünter, Simon Gayle, Patrick Ladner, Michael Lovric
Verletzt: Reto Rutschmann, Simon Gessler
Weltreise: Fabrizio Steiner