Start in die Finalrunde geglückt!
Handball

Start in die Finalrunde geglückt!

Dem Fanionteam des Sportclub Frauenfeld gelingt der Start ins neue Jahr mit einem verdienten, aber auch etwas glücklichen Auswärtssieg in Muri. Vor einer beachtlichen Kulisse setzen sich die Ostschweizer dank eines Treffers in den letzten Sekunden von Co-Trainer und Altmeister Flavio Müller im ersten Spiel der Finalrunde mit 29:28 durch.

Für den ersten Ernstkampf im neuen Jahr reiste der Sportclub Frauenfeld in den Kanton Aargau, genauer in die Bachmatten-Halle nach Muri. Vor dem Spiel war man sich bewusst, dass dieses Auswärtsspiel ein schwieriges Unterfangen werden würde, zumal der TV Muri in dieser Saison zu Hause noch ungeschlagen war. Dennoch wollte man diese Tatsache als zusätzliche Motivation nutzen, um erste Punkte nach Frauenfeld mitzunehmen.

Der Start in die Partie war ausgeglichen und keines der beiden Teams konnte sich vom Gegner absetzen. Vor allem dank einer beherzten Defensivleistung wusste der SCF in der ersten Halbzeit zu überzeugen – offensiv erzielte man vorwiegend durch Einzelaktionen Tore. Allen voran Yves Petrig, der mit insgesamt 13 Treffern einen grossen Teil zum Auswärtserfolg beisteuerte.

Nach etwa 15 Spielminuten fing sich der TV Muri zwei Zeitstrafen ein und die Murgstädter konnten sich das erste Mal einen kleinen Vorsprung erarbeiten. Doch noch während des doppelten Überzahlspiels schickte das Schiedsrichterduo Häner/Maurer, welche die Partie zu jeder Zeit gut im Griff hatten, einen Frauenfelder auf die Bank. Somit konnte man nur bedingt von der doppelten Überzahl profitieren. Beim Stand von 14:12 aus Frauenfelder Sicht wurden die Seiten gewechselt.

Kurz nach dem Pausentee spielte die Mannschaft von Oli Roth gross auf und zog kurzzeitig mit fünf Toren davon. Doch die Aargauer liessen sich nicht beirren und holten in der Folge Tor um Tor auf. Mit jedem Tor, das der TV Muri näherkam, schlugen die Trommler in der Bachmatten-Halle härter auf die Pauken und es wurde zunehmend lauter. Die vorbildliche Defensivarbeit des SCF aus der ersten Halbzeit war zwischenzeitlich komplett verschwunden und man gewährte dem Gegner teils freies Geleit.

Insgesamt vier Zeitstrafen handelte sich der SCF in der zweiten Halbzeit ein, was die Angelegenheit nicht einfacher machte. Auch die Umstellung zu einer offensiveren Deckungsvariante blieb erfolglos und die Murianer erzielten in der 57. Minute den Ausgleichstreffer zum 27:27. Da die Frauenfelder auch offensiv nervös und ohne die nötige Abgeklärtheit agierten, häuften sich auch die technischen Fehler in dieser entscheidenden Spielphase. Beflügelt vom Ausgleich erzielte der TV Muri auch gleich noch den Führungstreffer zum 28:27. Durch einen 7-Meter konnte der SCF jedoch wieder ausgleichen. Als noch 30 Sekunden zu spielen waren und Patrick Murbach im Tor der Murgstädter einen unvorbereiteten Wurf parieren konnte, blieb noch ein Angriff für den Siegtreffer. Nach einem abgewehrten Abschlussversuch stand Routinier Flavio Müller genau richtig und verwertete den Abpraller zum 29:28-Endstand. Als die Sirene erklang, war die Freude der Thurgauer dementsprechend gross und die ganze Mannschaft stürmte den Platz.

Viel Zeit, sich über diesen Auswärtserfolg zu freuen, bleibt nicht, denn bereits am 20. Januar 2018 erwartet man in der heimischen Rüegerholzhalle den HC Wädenswil, der als Mitfavorit für eine Topplatzierung gilt und in der zweiten Qualifikationsgruppe den ersten Platz belegte. Für einen weiteren Sieg wird eine geschlossene Mannschaftsleistung auf Top-Niveau nötig sein. Wir danken den Zuschauern, die den Weg nach Muri auf sich genommen haben und hoffen nächsten Samstag auf eine volle Halle!

 

 

 

Telegramm

TV Muri 28 : 29 SC Frauenfeld  (12:14)
Murbach Patrick, Ruppert Thomas, Hasanovic Edin, Berger Noel (2), Petrig Yves (13), Bürgi Robbi (1), Gessler Simon (6), Rutschmann Reto (1), Kipili Mulele (3), Müller Flavio (1), Ricci Yannick, Lovric Thomas, Walter Fabrice, Hochstrasser Michael (2)