SPL: Knapper Sieg in Thun
Handball

SPL: Knapper Sieg in Thun

Am vergangenen Samstag gastierte die Brühler SPL beim DHB Rotweiss Thun. Die St. Gallerinnen reüssierten knapp mit 30:32.

Am Samstag erwischte das Heimteam etwas den besseren Start und führte in der elften Spielminute mit 6:2. Die Brühlerinnen machten sich zeitgleich das Leben mit technischen Fehlern und Fehlwürfen selber schwer. Auch das Brühler Team Time-Out kurz darauf brachte erst nicht die gewünschte Wirkung, allerdings fanden die St. Gallerinnen im Anschluss immer besser ins Spiel und konnten bis zur Pause Tor um Tor wettmachen. Nach 30 Minuten zeigte die Anzeigetafel lediglich einen knappen Vorsprung (16:15) für die Thuner Equipe an.

Nach dem Seitenwechsel war es erneut die Thuner Mannschaft, die den besseren Start aufs Parkett legte und sich einen drei-Tore-Vorsprung erspielen konnten. Diesem rannte die Equipe um Chefcoach Rolf Erdin im Folgenden hinterher. Erst zehn Minuten vor Spielschluss gelang den St. Gallerinnen der Anschlusstreffer zum 28:27 und eröffnete damit die spannende Schlussphase. In dieser drehte das Brühler Team noch einmal auf, spielte temporeich und konzentriert und konnte in der 53. Minute erstmals in Führung gehen. Die Thunerinnen schienen verunsichert und unter Druck zu agieren und leisteten sich vermehrt technische Fehler. Diese wusste die Brühler Mannschaft auszunutzen, verhaspelte sich aber teilweise im Angriff oder scheiterte im Abschluss. Trotzdem konnten die Brühlerinnen den Vorsprung über die Zeit halten und schlussendlich mit einem knappen 30:32 Sieg und einem weiteren Punktegewinnt zurück in die Ostschweiz fahren.

SPL: Platz 1 bestätigt
Vergangenen Samstag wurde der LC Brühl II vom hartnäckigsten Konkurrenten aus Zug empfangen. Die Brühlerinnen belohnten sich trotz einer kurzen Schwächephase um die Pause mit einem verdienten Sieg und den letzten zwei Punkten in dieser Saison. Denkbar knapp konnten sie das Spiel für sich entscheiden.

Die Ansage vor dem Spiel war klar. Trotz des bereits gesicherten ersten Tabellenrangs wollten die Brühlerinnen im letzten Saisonspiel nochmals überzeugen. Dies einerseits um den vielen scheidenden Spielerinnen den Abschluss zu verschönern und andererseits um im Spitzenspiel den ersten Rang zu bestätigen.

Der Start ins Spiel glückte den Gästen. Mit viel Tempo und Entschlossenheit gingen die Brühlerinnen in den Abschluss. In der Deckung aber hatten die St. Gallerinnen noch Mühe mit der Zuger Shooterin Chantal Wegmüller. So begann das Spiel ausgeglichen und keine der beiden Mannschaften konnte sich absetzen. In der elften Spielminute aber erzielte die junge Katarina Kaiser bereits ihr drittes persönliches Tor und kurz darauf konnte Seline Stacher mit zwei schnellen Toren nachdoppeln. Erstmals waren die Ostschweizerinnen also drei Tore in Führung. Die Zugerinnen blieben aber hartnäckig und gingen somit nur mit einem Tor Rückstand in die Kabine.

Kurz nach der Pause gelang der Heimmannschaft sogleich der Ausgleich. Doch nicht nur das – die Zugerinnen legten los wie die Feuerwehr während die Brühlerinnen mit ihren Gedanken wohl noch in der Pause waren. So sahen sich die Gäste schneller als gedacht mit drei Toren im Rückstand. Doch auch diese schlechte Phase brachte die Brühlerinnen nicht aus dem Konzept. Das Team von Vroni Keller und Beata Kulcsar kämpfte sich zurück. Fortan verlief das Spiel ausgeglichen. Die spannende Schlussphase war geprägt von vielen Emotionen, da dieses letzten Saisonspiel doch noch etwas mehr Bedeutung hatte als nur ein normales Meisterschaftsspiel. Die Uhr zeigte nur noch 8 Sekunden an als Trainerin Vroni Keller die grüne Karte verwendete und nochmals alle Spielerinnen, die das Team verlassen werden, auf die Platte schickte. Als schlussendlich die Schlusssirene ertönte, feierten die Brühlerinnen ausgelassen den Gewinn der goldenen Ananas.
Die Mannschaft darf stolz sein auf ihre Leistungen in dieser Saison, hatten sie doch immer wieder mit schwierigen Umständen zu kämpfen. Die jungen Brühlerinnen haben die letzten 13 Spielen allesamt gewinnen können. So gelang es ihnen, die Zugerinnen, welche eine souveräne Hauptrunde gespielt haben und mit einem komfortablen Vorsprung in die Abstiegsrunde gingen, noch einzuholen. Somit grüssen die Brühlerinnen zum Schluss der Saison mit 5 Punkten Vorsprung und dem besten Torverhältnis von der Tabellenspitze.

Leider müssen die Brühlerinnen in der nächsten Saison auf einige Spielerinnen verzichten. Fabienne Inauen, Michelle Schnider, Saida Hjaij und Zoe Fässler beenden ihre Handballkarriere allesamt. Zudem verlässt Flavia Müller den Verein per Ende Saison und sucht eine neue Herausforderung.