SC Weinfelden muss sich dem EC Wil geschlagen geben
Eishockey

SC Weinfelden muss sich dem EC Wil geschlagen geben

In einem auf eher bescheidenem Niveau stehenden Spiel sichert sich der EC Wil dank einer effizienteren Chancenauswertung mit einem 4:1 Sieg drei Punkte.

Das erste Tor für Wil in der 5. Minute fiel eher glücklich. Torhüter Mathis war die Sicht verdeckt und so konnte er den an diversen Schlittschuhen abprallende Puck nicht sehen. Das Spiel wirkte zerfahren und auf beiden Seiten gab es viele Fehlpässe und unzusammenhängende Aktionen. Dazu passte auch der zweite Treffer der Gäste, welcher erneut nicht zwingend war. Die beiden Weinfelder Verteidiger brachten die Scheibe im Slot nicht weg, sondern behinderten den eigenen Torhüter eher noch am Blockieren der Scheibe. Thurgau-Leihgabe Moser nutzte diese Unsicherheit und stocherte den Puck zum 2:0 für Wil ins Tor. Die beste Chance der Weinfelder erspielten sich diese ausgerechnet in Unterzahl, als Dolana entwischte und Gemperli lancierte. Dieser spielte die gesamte Wiler Hintermannschaft aus, ein Spieler konnte jedoch für den bereits geschlagenen Torhüter noch in letzter Sekunde rettend mit der Hand eingreifen. Auch danach kamen die Trauben zu weiteren guten Chancen, doch das Abschlussglück war erneut nicht auf ihrer Seite.

Kurz nach Wiederanpfiff ins Mitteldrittel klingelte es erneut im Weinfelder Tor. Ausgelöst wurde der Angriff von einem Weinfelder Spieler mit einem katastrophalen Fehlpass im eigenen Drittel direkt auf den Stock eines Gegners. Heitzmann nutzte die Chance und erhöhte in der 21. Minute auf 3:0. Zwei Minuten später beklagten die Gastgeber einen Lattenschuss durch Reinmann, doch in der 28. Minute wurden ihre Bemühungen endlich belohnt. R. Mathis stocherte einem Wiler Verteidiger die Scheibe weg, brachte diese zu König und der liess mit einem satten Schuss Wils Torhüter Trudel keine Chance. Im nächsten Powerplay stellten die Gäste den alten Drei-Tore-Vorsprung jedoch umgehend wieder her, als Stevan ein Zuspiel von Diem zum 1:4 verwerten konnte.

Im Schlussdrittel machte Weinfelden deutlich mehr fürs Spiel. Zeitweise wurde der Gegner richtiggehend in seinem Drittel eingeschnürt und Nussbaum hätte mit seinem Schuss ans Lattenkreuz beinahe den zweiten Weinfelder-Treffer erzielt. Wil hingegen lauerte auf Konterchancen und Torhüter Mathis musste ein paar Mal in extremis eingreifen. Am Spielstand änderte sich jedoch nichts mehr und so müssen die Weinfelder erneut eine bittere Niederlage einstecken. Bitter auch, dass mit Gemperli, Baumgartner und P. Müller drei weitere Spieler verletzungsbedingt das Spiel nicht beenden konnten.

Telegramm

Weinfelden - Wil 1:4 (0:2, 1:2, 0:0)
KEB Güttingersreuti – 158 Zuschauer – Sr. Graber (Büsser, Remund)
Tore: 5. Bischofberger (Moser, Blatter) 0:1, 11. Moser (M. Herzog) 0:2, 21. Heitzmann (Zanzi) 0:3, 28. König (R. Mathis) 1:3, 33. Stevan (Diem, Moser/Ausschluss Araujo) 1:4
Strafen: 4mal 2 Min. gegen Weinfelden, 2mal 2 Min. gegen Wil
Weinfelden: D. Mathis (Gemperle); Spillmann, Moser, Gemperli, Schneider, Rietmann, Dolana, Hofer, Reinmann, Baumgartner, Schläppi, Araujo, König, R. Mathis, P. Müller, Brotzge, Szabo, Hänggi, Nussbaum. Bemerkungen: Weinfelden ohne Figini, Heid, Illien, Maier, J. Müller, Rothen (alle verletzt)
Wil: Trudel (Meier); Blatter, M. Herzog, Ungemach, Eigenmann, Wuffli, Maraffio, Zanzi, Diem, Hungerbühler, Rüsi, Schir, Moser, Hohl, Herberger, Bischofberger, Meier, Torino, Heitzmann, Stevan, F. Herzog
Best Player: König (Weinfelden), Moser (Wil)