RiWi hat Chance nicht genutzt
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RiWi hat Chance nicht genutzt

Das RiWi Nationalliga B-Team hatte am Freitagabend die unerwartete Chance, sich an die Tabellenspitze zurückzuspielen, vergeben und ist nach Niederlagen gegen Waldkirch und Diepoldsau gar in die zweite Ranglistenhälfte zurückgefallen.

Nach der Niederlage an der letzten Runde gegen den Leader Oberwinterthur, galt am Freitagabend in Waldkirch für die Hinterthurgauer nur eine Strategie. Man wollte die Punkte gegen den Gastgeber und Diepoldsau 2 unbedingt abholen, um von einem eventuellen «Ausrutscher» des klaren Tabellenführers aus Oberwinterthur zu profitieren.

Wirkliche Chance kläglich vergeben
Wie sich am Samstag herausstellte, verlief der eine Teil des Plans klar für RiWi, denn Oberwinterthur verlor seine beiden Partien und blieb auf 16 Zählern sitzen. Böses Erwachen aber bei RiWi. Das Team verpatzte nämlich schon am Freitagabend seinen Anteil an der Mission «zurück an die Spitze». Mit zwei schwachen Partien liess man die sich unerwartet bietende grosse Möglichkeit aus, mit dem Leader gleichzuziehen und sich zusammen mit ihm wieder an der Tabellenspitze zu etablieren

Heimteam setzte sich gekonnt in Szene
Waldkirch, an zweitletzter Stelle rangiert, war der erste Gegner. RiWi startete zu drucklos und übervorsichtig, lag schnell entscheidend zurück und der kampfstarke Gastgeber eröffnete die Partie erfolgreich mit 11:5. Die Thurgauer konnten aber reagieren. Trotz immer noch zu vielen Ungenauigkeiten und Eigenfehlern gelang es die Partie zu kehren und auf 2:1 Sätze vor zu legen. In einem spannenden, ausgeglichenen Satz suchte nun RiWi die Entscheidung. Es waren aber wieder die unerzwungenen Fehler, die dem Gegner zu vier Satzbällen verhalfen. RiWi konnte alle abwehren, musste aber in der Overtime doch noch klein beigeben. Der Ausgleich löste bei Waldkirch eine Euphorie aus, die über 11:8 zum Matchgewinn führte.

Zwei verschiedene Spielhälften
Die Partie gegen das punktegleiche Diepoldsau musste nun den geforderten Erfolg bringen. Trotz starken Wind und Regen entwickelte sich eine knappe Partie mit vielen erfolgreichen Kurzspielen auf beide Seiten. Mit knappen Satzresultaten schien RiWi die Partie im Griff zu haben und führte nach zwei Sätzen mit 2:0. Es zeichnete sich bereits klar ab, wer hier am Ende als Sieger vom Platz gehen würde. Die Rheintaler konnten aber plötzlich dagegenhalten. Die drei nächsten Sätze glichen sich dann wie ein Ei dem andern. Ausgeglichen bis in die Endphase war es jeweils Diepoldsau, welches viel entschlossener wirkte und jedes Mal gegen ein total verunsichertes RiWi mit gekonntem Endspurt reüssierte.

Situation nach unten nun ein Thema
Die Tabellensituation vor der Sommerpause präsentiert sich nun für RiWi alles andere als erfreulich. Im sehr ausgeglichenen Feld belegt das Team den sechsten Rang, vier Zähler hinter den beiden Spitzenteams, ebenfalls deren vier vor der Relegationbarrage und sechs vor dem Direktabsteigerplatz. Nach den Ferien werden noch vier Partien gespielt, also noch acht Punkte zu gewinnen sein. Hoffentlich reicht die Zeit um RiWi wieder zu einem schlagkräftigen Team aufzubauen.
RiWi:  Simon Stäbler, Timo Hagmann, Philipp Jung, Silvan Jung, Pascal Holenstein, Christian Stäbler, Walter Gantenbein, Kevin Müller (verletzt), Daniel Baumgartner (krank)

Trainer/Coach:  Benjamin Meile; Coach: Simon Scherrer

Waldkirch -- RiWi          3:2 (11:5/8:11/6:11/13:11/11:8)
Diepoldsau -- RiWi        3:2 (9:11/9:11/11:7/11:7/11:9)