Rang zwei in der Gruppenphase für die Schweiz
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Rang zwei in der Gruppenphase für die Schweiz

Die Schweizerinnen feiern in der Vorrunde drei Siege und klassieren sich damit hinter Vize-Weltmeister Brasilien auf Rang zwei in ihrer Gruppe. Insbesondere der abschliessende 2:0-Sieg gegen Österreich stimmt positiv für den weiteren Turnierverlauf.

Die ersten beiden Partien gegen die WM-Neulinge Belgien und Neuseeland waren erwartungsgemäss keine ernsthaften Bewährungsproben für die Schweizerinnen. Beide Partien konnte die Schweizer Nationalmannschaft mit 2:0 Sätzen gewinnen und gab dabei nur gerade sechs Punkte ab – zwei gegen Belgien (11:0, 11:2) und vier gegen Neuseeland (11:1, 11:3). Entsprechend zufrieden war man im Schweizer Lager nach dem ersten Spieltag und konnte mit viel Selbstvertrauen in den zweiten Tag starten.

Und dort wurden die Schweizerinnen dann richtig gefordert. Brasilien und Österreich hiessen die Gegnerinnen. Die beiden Teams zählen mit der Schweiz und den Titelverteidigerinnen aus Deutschland zu den heissesten Medaillenkandidaten. Wenn die Schweizerinnen ihr Ziel – eine WM-Medaille zu gewinnen – erreichen wollen, müssen sie mindestens eines dieser Teams hinter sich lassen. In der Vorrunde ist das nun geglückt.

Etwas zu viel Risiko genommen
Gegen die Vize-Weltmeisterinnen aus Brasilien starteten die Schweizerinnen gut. Im Angriff agierten sie mit Celina Traxler und Janine Stoob, das Zuspiel übernahm Natalie Berchtold und in der Abwehr spielten Rahel Hess und Tina Ferrat. «Wir hielten uns in der Anfangsphase an unser Konzept und konnten gut mithalten», so Co-Trainer Benjamin Marti-Suter. Mit zunehmender Spieldauer schlichen sich im Angriffsspiel der Schweizerinnen jedoch einige Fehler ein. Man nahm etwas zu viel Risiko und setzte einige Bälle neben das Feld. Die Brasilianerinnen sicherten sich dadurch den ersten Satz mit 11:6

Im zweiten Durchgang nahmen die Schweizerinnen einen Wechsel vor und ersetzten Janine Stoob durch Tanja Bognar. Doch auch dieser Wechsel brachte nicht die erhoffte Wende. «Wir sind wieder schnell in Rückstand geraten und konnten nicht mehr genügend Druck erzeugen. Die Brasilianerinnen waren taktisch besser und haben verdient gewonnen», bilanzierte Marti-Suter das Spiel, das die Brasilianerinnen mit 11:6, 11:5 für sich entschieden. «Wir konnten aber trotz der Niederlage auch positive Erkenntnisse gewinnen, die wir bereits gegen Österreich umsetzen wollten.»

Steigerung gegen Österreich
Und das ist dem Team gelungen. Die Schweizerinnen, die mit Tanja Bognar und Celina Traxler im Angriff, Captain Natalie Berchtold in der Mitte und Katrin Lüchinger und Tina Ferrat in der Verteidigung aufliefen, starteten gut ins Duell mit den Gastgeberinnen. «Tanja hat viel Druck gemacht und die richtige Mischung aus Risiko und Sicherheit gefunden. Auch Celina konnte sich im Vergleich zum Spiel gegen Brasilien steigern», freute sich Marti-Suter. Auch vom Boden, der nach den starken Regenfällen in Linz nass und tief war, liessen sich die Schweizerinnen nicht aus dem Konzept bringen und sicherten sich den ersten Satz mit 11:9. Im zweiten Durchgang erwischte das Team von Anton Lässer und Benjamin Marti-Suter dann einen optimalen Start und konnte sich schnell absetzen. Die Konsequenz: Sie gewannen den zweiten Satz souverän mit 11:5. «Das war eine tolle Leistung der gesamten Mannschaft. Auch die Ersatzspielerinnen haben ihren Teil dazu beigetragen», freute sich Marti-Suter.

Positives Fazit
Die Schweizerinnen beenden die Vorrunde damit auf Rang zwei hinter Brasilien. Eine gute Leistung, die auf mehr hoffen lässt. «Wir sind als Mannschaft gereift und sind eine richtige Einheit geworden. Es macht Spass, mit diesem Team zu spielen, denn jeder ist bereit, für den anderen zu gehen. Es ist schön zu sehen, dass sich unsere intensiven Trainingseinheiten in der Vorbereitung gelohnt haben», so Marti-Suter. Im Lager der Schweizerinnen weiss man aber auch, dass man sich mit dem zweiten Gruppenrang in der Vorrunde nichts kaufen kann. «Die richtig harten Spiele kommen erst noch. Wir sind zufrieden mit unserer Vorrunde, wissen aber auch, wo wir uns noch verbessern müssen. Wir freuen uns auf diese Herausforderung», sagt Marti-Suter. Die Schweizerinnen treffen morgen in den Kreuzspielen auf Italien (11 Uhr).

Resultate Vorrunde:
Frauen. Weltmeisterschaft in Linz, Gruppe A: Schweiz, Österreich, Belgien, Brasilien und Neuseeland. – Vorrunde: Schweiz vs. Belgien 2:0 (11:0, 11:2), Schweiz vs. Neuseeland 2:0 (11:1, 11:3). Schweiz vs. Brasilien 0:2 (6:11, 5:11), Schweiz vs. Österreich 2:0 (11:9, 11:5). – Rangliste: 1. Brasilien 4/8, 2. Schweiz 4/6, 3. Österreich 4/4, 4. Neuseeland 4/2, 5. Belgien 4/0. – Gruppe B: Argentinien, Tschechien, Deutschland, Italien, Polen und Serbien. – Rangliste: 1. Deutschland 5/10, 2. Argentinien 5/8, 3. Italien 5/6, 4. Serbien 5/4, 5. Polen 5/2, 6. Tschechien 5/0.

Double Elimination: Donnerstag, 26.7. Schweiz vs. Italien (11 Uhr)