Pikes siegen im Appenzellerland
Eishockey

Pikes siegen im Appenzellerland

(Stä) Wer die Pikes schon seit Jahren verfolgt, sah an diesem Abend ein Spiel unter völlig neuen Vorzeichen. Während in den vergangenen Jahren Hexenmeister (Torhüter Klingler) die Pikes Forwards immer wieder zur Verzweiflung brachte, war es insbesondere im ersten Drittel bei diesem Spiel Pikes Torhüter Liechti, welcher die Appenzeller noch und noch scheitern liess.

Dabei war es keinesfalls so, dass die Oberthurgauer nicht auch ihre Chancen gehabt hätten. Speck im Tor der Herisauer machten ebenfalls einen tollen Job. Doch die Pikes machten in diesem ersten Spielabschnitt einen denkbar schlechten Eindruck. Ein grosser Teil der Spieler war ganz offensichtlich noch nicht richtig bei der Sache. So war es wenig verwunderlich, dass mehrmals Herisauer Spieler aufgrund von Pikes Fehlpässen alleine vor Liechti standen. Liechti zauberte jedoch an diesem Abend richtiggehend. Keine Scheibe liess er fallen, sicher und solide stand er wie eine Festung im Pikes-Gehäuse. Nur dem Torhüter war es zu verdanken, dass die Appenzeller nach dem ersten Drittel nicht irgendwie mit zwei bis drei Toren führten.

Im zweiten Spielabschnitt ging es vorerst ähnlich weiter  -  die Oberthurgauer bemühten sich zwar, viel zu vieles passte aber immer wieder nicht zusammen. Eine doppelte Ueberzahl zu Gunsten der Pikes zündete dann wie aus dem nichts den Funken bei den Pikes. Trüssel brachte die Hechte 0:1 in Führung. Nur drei Minuten später entwischte Umgemach und brachte die Pikes 0:2 in Führung. Wiederum nur knapp zwei Minuten später gelang L. Mathis bei einem weiteren Powerplay das 0:3.

Damit war das Spiel, welches eher zu Gunsten der Herisauer zu kippen schien, auf einmal völlig auf den Kopf gestellt. Ab diesem Zeitpunkt kontrollierten die Pikes das Spiel weitgehend und kamen ihrerseits dann auch zu weiteren hochkarätigen Chancen. Die Herisauer gaben zwar zu keinem Zeitpunkt auf, versuchten weiterzupowern, aber die Gäste spielten nun doch etwas konzentrierter. Häufig scheiteren die Appenzeller an sich selber, indem sie gute Chancen leichtsinnig vergaben. Zudem stand natürlich immer noch der absolut fehlerfreie Liechti im Tor.Das 0:4 in der 54. Minute durch Noser war dann nicht mehr erstaunlich und das verdiente Ehrentor der Herisauer unmittelbar mit der Schlusssirene tat nichts mehr zur Sache.

Die Pikes gewinnen bei diesem Spiel drei wichtige Punkte, sollten jedoch am kommenden Samstag gegen Prättigau dann von Anfang an bereit sein. Immer dürfte das Glück nicht in diesem Ausmasse zur Seite stehen.

Match-Telegramm
SC Herisau  :  Pikes EHC Oberthurgau  1 : 4 (0:0-3:1-1:1)
Sportzentrum Herisau  -  328 Zuschauer  -  SR Jung (Schiess, Allenspach)

Tore:  30. Trüssel (Seiler, Noser; Ausschlüsse Pace und Hofstetter) 0:1.  33. Ungemach (Seiler) 0:2.  35. L. Mathis (Araujo, Spannring; Ausschluss Jeitziner) 0:3.  55. Noser (Neher) 0:4. 60. Holdener (Homberger) 1:4.

Strafen:  2-mal 2Minuten gegen die Pikes.  7-mal 2 Minuten gegen Herisau.

Pikes: Kevin Liechti, (D. Mathis), Maier, Spannring, Fischer, Stäheli, Kilian Liechti, Giger, Araujo, Seiler, Bonga-Bonga, de Ruiter, Malgin, Neher, Noser, L. Mathis, Ungemach, Trüssel

Herisau:  Speck, (Mischler), Homberger, Hofstetter, Bohlhalder, Studerus, Koller, Jeitziner, Bleiker, Grüter, Bommeli, Speranzino, Koller, Heinrich, Rotzinger, Gartmann, Pace,Hausammann, Grau, Popp, Aerni, Holdener

Bemerkungen:  Pikes ohne L. Müller (krank), Huber, Gerber und Rohner (im Nachwuchs)