Nur 2. Halbzeit war gut…
Handball

Nur 2. Halbzeit war gut…

Der TV Uster konnte sich nach einem katastrophal schlechten ersten Umgang in der zweiten Halbzeit doch noch steigern - aber die eingehandelte Hypothek wog zu schwer, so dass es eine 27:35-Niederlage gegen die HSG Leimental absetzte.

Eine knappe Niederlage im ersten Spiel, und eine richtige Klatsche im zweiten Vergleich gegen die Aufsteigerinnen aus dem ländlichen Basel – das war die bisherige Bilanz gegen den Gegner von gestern Sonntag.

Darum nahmen sich die Frauen des TV Uster einiges vor für diesen dritten Vergleich in der Halle des Gegners im baslerischen Oberwil. Doch gleich die ersten Minuten der Partie zeigten, dass es leider nur beim Vorsatz der Oberländerinnen blieb…

11:4 zeigte die Matchuhr nach 15 Spielminuten zu Ungunsten des TV Uster, als die Teamverantwortlichen ein «Team Time-Out» einzogen. Auch dieser Unterbruch zeigte keine Wirkung im Spiel der Gäste. Nach weiteren fünf Spielminuten lautete das Score bereits 15:5. Auch eine Umstellung der Deckung zeigte keinen Erfolg; die Baslerinnen konnten schalten und walten wie sie wollten. Ballverluste und/oder nicht erfolgreiche Abschlüsse nutzten sie immer wieder für Gegenstösse, welche mehrheitlich erfolgreich verwertet wurden.
Schon fast erlösend für die Ustemer Frauen entliess die Pausensirene sie in die Kabine!

Und dort mussten sich die TVU-Frauen eine unüberhörbare «Pausenpredigt» von Trainerin Jud anhören, welche – gem. Aussage von den Teamältesten – sie so noch selten zu hören bekamen! Mit diesen deutlichen Worten wurden die Roten zurück aufs Feld geschickt.

Und siehe da: ein verwandelter TV Uster schien aufzulaufen! Endlich «bewegte man» sich in der Deckung; es wurde zugepackt; geschoben und einander geholfen. Die Angrifsbemühungen vom Gastgeber wurden so etwas ins stocken gebracht. Einfache Tore wie in der ersten Halbzeit konnten sie nun fast keine mehr werfen. Und auch offensiv wurde konsequenter und mit mehr Überzeugung der Abschluss gesucht und vielfach auch erfolgreich gefunden. So konnten die Gäste bis zur 53. Minute den Rückstand bis auf sechs Einheiten (30:24) verringern. Zu schwer wog aber die Hypothek aus dem ersten Umgang, um ein noch erfreulicheres Resultat zu gestalten. Dazu gesellten sich zwei Zeitstrafen in der Schlussphase, welche es dem Leimentalerinnen ermöglichten, den Sieg sicher nachhause zu fahren, obwohl die Ustemerinnen die zweite Halbzeit mit 16:14 für sich entscheiden konnten.

Diesen Teilerfolg muss den Ustemerinnen Girls zu denken geben und zeigt klar auf, dass mehr möglich gewesen wäre, wenn… Und das gilt leider nicht nur für die erste Halbzeit, sondern für so manches andere bisherige Spiel. (U.R.)

Telegramm

Frauenhandball - SPAR PREMIUM LEAGUE 2 - Qualifikationsrunde 18
HSG Leimental : TV Uster 35 : 27 (21 : 11)
Oberwil BL, Thomasgarten, 100 Zuschauer; Schiedsrichter Marco Brianza / Ellen Burchardi
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Uster, 1-mal 2 Minuten gegen Leimental
TV Uster: Gujer und Erzinger im Tor; Bayer (3), Bernet (3), Di Natale (3), Dolder (6), Domeisen, Huber (3), Kägi (2), Marty, Rinderli D. (4), Rinderli M. (2/2)
Leimental: Hiestand/Steiner; Bütikofer (3/1), Czerwenka (1), Herrera (6), Jutzi, Krieger (7), Lorenz (3/1), Mathys A. (2), Mathys St. (5), Negroni (2), Reinders, Schoeffel (1), Steiner, Zimmerli (5)
Bemerkungen: TV Uster Riechsteiner, Husmann, Lickel, Mützenberg, Hubatka und Schubiger verletzt , Friedli überzählig und Alge abwesend.