NLA: Zwei Verteidiger verlängern beim HCR
Unihockey

NLA: Zwei Verteidiger verlängern beim HCR

Der HC Rychenberg einigt sich mit seinen Stammverteidigern Sämi Gutknecht und Yves Huser auf die Fortführung der Zusammenarbeit.

Seit einigen Runden vertraut das Rychenberger Trainerduo Jukka Kinnunen/Kari Koskelainen in der Regel auf vier Verteidiger und neun Stürmer. Zwei der Defensivspezialisten verlängerten dieser Tage ihre zum Saisonende auslaufenden Verträge beim HC Rychenberg: Das 23-jährige Eigengewächs Sämi Gutknecht unterschrieb für zwei weitere Jahre, sein um zwei Jahre älterer Verteidigungspartner Yves Huser für mindestens ein Jahr.

Gutknecht auf direktem Wege
Gutknecht durchlief sämtliche Leistungsstufen von Rychenbergs Talentschmiede und bewies schon früh, dass er die nötige Ruhe am Ball, ein gutes Spielverständnis und einen für einen Verteidiger ausgeprägten Tordrang besitzt. Es war daher keinerlei Überraschung, dass er bereits als 18-Jähriger vom damaligen Trainer Rolf Kern die ersten Gelegenheiten erhielt, sein Können in der Nationalliga A zu testen. Kern fand offensichtlich Gefallen an den erstaunlich reifen Verrichtungen seines neuen Schützlings, denn schon im Folgejahr zählte Gutknecht zum Stammpersonal. Seither verpasste er lediglich vier der 130 Spiele und erzielte dabei 22 teils wichtige Toren und 30 Assists.

Gutknecht ist ein Verteidiger moderner Prägung, sprich einer, der sich so oft als möglich ins Angriffsspiel einschaltet. Zusammen mit seiner mannschaftsdienlichen Spielweise und auch seinen Skorerqualitäten brachten ihn dies ins Blickfeld von Nationaltrainer David Jansson. Derzeit ist der Winterthurer Teil der U23-Auswahl und er konnte bereits an ersten Zusammenzügen der A-Nationalmannschaft teilnehmen.

HCR-Sportchef Mario Kradolfer freut sich sehr über die abgewickelte Vertragsverlängerung: «Wir freuen uns, mit Gutknecht einen Spieler aus dem eigenen Nachwuchs langfristig an den Verein binden zu können. Er entwickelt sich immer mehr zu einem Leader. Gemeinsam möchten wir den eingeschlagenen Weg weitergehen.» Kradolfer sieht das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht: «Er ist ein Verteidiger mit viel Spielintelligenz und wir möchten ihn weiter verbessern. Wir hoffen auch, dass er in den nächsten Jahren den Sprung von der U23- in die A-Nationalmannschaft schaffen wird.»

Huser ist ein sicherer Wert
Einen anderen und etwas beschwerlicheren Werdegang hat Huser hinter sich. Im U18-Alter wollte er sein Talent auf höherer Stufe prüfen und stiess von Bülach und der Stärkeklasse C zum HCR in die Leistungsstufe A. Dieser grosse Schritt erwies sich als der richtige. Huser konnte nicht zuletzt mit seiner Schnelligkeit, seiner physischen Präsenz und seiner Polyvalenz punkten. Diese Qualitäten brachten ihm schliesslich 2014 das Debüt im NLA-Team ein.

Anders als Gutknecht benötigte er dort allerdings eine erhebliche Portion Hartnäckigkeit, um zur Stammkraft zu avancieren. Sein heutzutage nicht selbstverständlicher Durchhaltewille wurde nach drei Jahren belohnt. Seit dem Beginn der Saison 2017/18 fehlte Huser bloss zweimal in der Startaufstellung und steht aktuell bei 91 Einsätzen in der obersten Spielklasse. Vier Tore und 13 Assists sind seine bisherige Punkteausbeute.

Für Kradolfer ist Huser nicht mehr aus dem Team wegzudenken: «Er hat sich in den letzten Jahren zu einem sicheren Wert in der Verteidigung entwickelt. Seit dieser Saison wird er gar ab und an im Sturm eingesetzt. Dies besonders aufgrund seiner körperlichen Präsenz, in der er sich die letzten Jahren kontinuierlich verbesserte und die er auch einzusetzen vermag.» Der Sportchef ist aber auch aus einem anderen Grund froh über die Vertragsverlängerung mit Huser: «Er liebt diesen Sport und setzt sich mit viel Herzblut für den HCR ein.» Dass der Kontrakt vorerst um lediglich ein Jahr verlängert wurde, liege einzig an den Unwägbarkeiten nach dem Stellenwechsel Husers.