NLA: Zu wenig Intensität hineingebracht
Unihockey

NLA: Zu wenig Intensität hineingebracht

Der HC Rychenberg kann seinen Auswärtssieg nicht bestätigen und verliert das zweite Viertelfinalspiel gegen Langnau mit 4:9. In der Serie steht es damit unentschieden 1:1.

Den für die Halbfinalteilnahme nötigen Auswärtssieg hatte der HC Rychenberg am vergangenen Sonntag für sich verbuchen können. Dessen Bestätigung gelang ihm in seinem ersten Heimspiel dann aber nicht. In einer zwei Drittel lang sehr ausgeglichenen Partie setzte sich Langnau am Ende noch klar mit 9:4 durch. Die Emmentaler nutzten in den letzten zehn Minuten die Freiräume aus, die ihm der HCR zusehend mehr gewährte respektive in Rücklage gewährend musste. Nach je einem Auswärtssieg ist in der Best of 7-Serie wieder alles in der Reihe.

Zwei Drittel lang ausgeglichen
Begonnen hatte die Partie noch so, wie es sich der HCR erhofft hatte. Nach bloss 129 Sekunden ging er durch Verteidiger Yves Huser in Führung, was angesichts der zuletzt gezeigten defensiven Qualitäten eine erstklassige Ausgangslage für den weiteren Verlauf zu sein schien. Doch schon bald zeigte sich, dass die Emmentaler mit deutlich mehr Energie und Nachdruck als am Sonntag zu Werke gingen.

Mit ihrem früheren Stören hemmten sie zudem den Spielfluss der Winterthurer. Vor allem Rychenbergs dritte Formationen bekundete damit ihre Mühe. Angesichts dessen entsprach der unentschiedene Spielstand (2:2) zur ersten Pause ziemlich genau dem Geschehen, auch wenn der HCR etwas häufiger in aussichtsreicher Position zum Abschluss gekommen war.

Im Mitteldrittel hielt die Ausgeglichenheit an, allerdings auf tieferem Niveau. Auf beiden Seiten nahmen die Ballverluste und überhasteten Aktionen zu. Zuerst brachte die neue Konstellation den Gästen Vorteilen, was sie zum 3:2 nutzten. Ab der 28. Minute waren es dann die Winterthurer, die vorwärtsmarschierten und ab der 34. Minute dem Ausgleich verschiedentlich sehr nah stand. Dieser hätte dem Geschehen entsprochen, er fiel aber nicht.

Am Ende ausgekontert
Und als HCR-Trainer Rolf Kern im Schlussdrittel seine besten Kräfte bündelte, schlug Langnau eiskalt zu. Das 4:2 in der 41. Minute konnte Mikko Hautaniemi noch mit dem Anschlusstor beantworten. Auf das 3:5 blieben die Winterthurer dann aber eine Antwort schuldig. Sie drückten und besassen auch die eine oder andere gute Chance, doch entblösten sie dabei ihre Abwehr zu sehr – und zu früh – und liessen sich von den Gästen mal für mal auskontern.

Deutliches Schlussresultat hin oder her, die Partie stand lange auf Messers Schneide und am Ende entschieden Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage. Für Kern war es kein Zufall, dass sein Team als Verlierer vom Feld gehen musste: «Wir spielten zu wenig intensiv. Darin war uns Langnau überlegen.» Dies zeigte sich in erster Linie daran, dass der HCR in der Defensive schon markant solider aufgetreten ist als diesmal. Nicht zuletzt in der Mitte fanden die Gäste immer wieder Raum und Zeit für gefährliche Abschlüsse.

Dass es am Ende gar eine deutliche Niederlage absetzte, verwunderte Kern dann nicht mehr: «Im Schlussdrittel haben wir dem Gegner die Tore geradezu geschenkt.» Drei Tage bleiben ihm und seinem Team nun, um den Fokus wieder zu verbessern. Dann geht es in der Eulachhalle ins Spiel 3, und das Schweizer Fernsehen ist live mit dabei.

René Bachmann (rab)

 

Resultate Playoff-Viertelfinal. 1. Runde: SV Wiler-Ersigen – UHC Uster … Grasshopper-Club Zürich – UHC Alligator Malans … – 2. Runde: HC Rychenberg Winterthur – Unihockey Tigers Langnau ... Stand: … Zug United – Floorball Köniz … Stand: ...

Telegramm

HC Rychenberg Winterthur – Unihockey Tigers Langnau 4:9 (2:2, 0:1, 2:6)
Sporthalle Oberseen, Winterthur Schiedsrichter: Schüpbach/Studer 380 Zuschauer
Rychenberg: Gruber; Conrad, Sundstedt; Gutknecht, Aeschimann; Huser; Hautaniemi, Wöcke, Holtz; Kern, Koskelainen, Schaub; Studer, Grunder, Schwerzmann.
Langnau: Jürg Siegenthaler; Mosimann, Stefan Siegenthaler; Schlegel, Beer; Strohl, Langenegger; Anton Samuelsson (8. Ruch), Johan Samuelsson, Brechbühl; Flühmann, Guggisberg (39. Engel), Glauser; Kropf, Aeschlimann, Steiner.
Tore: 3. Huser (Schwerzmann) 1:0. 5. Glauser (Beer) 1:1. 7. Wöcke (Conrad) 2:1. 20. Glauser 2:2. 28. Mosimann (Ruch) 2:3. 41. Glauser (Engel) 2:4. 44. Hautaniemi (Holtz) 3:4. 46. Johan Samuelsson (Ruch) 3:5. 50. Glauser (Beer) 3:6. 52. Flühmann 3:7. 59. Ruch (Mosimann) 3:8. 60. (59:20) Steiner (Aeschimann) 3:9. 60. (59:55) Gutknecht (Schwerzmann) 4:9.
Strafen: 1x2 Minuten gegen Rychenberg (29. Grunder), keine gegen Langnau.
Bemerkungen: Rychenberg ohne Borth (auf Reisen), Baumer, Niiranen (verletzt), Weder (abwesend), Haag, Lutz und Schüpbach (Ersatz), dafür mit Aeschimann und Lutz (U21). Langnau ohne Bärtschi und Gfeller. Rychenberg mit drei Linien (Doppeleinsätze 1. Drittel Sundstedt, 2. Drittel Conrad), ab der 41. Minute mit zwei Linien. Langnau mit drei Linien. 16. Pfostenschuss Johan Samuelsson. Gruber und Glauser als beste Spieler ihrer Mannschaft ausgezeichnet.