NLA: Weiter mit Koskelainen und Huser
Unihockey

NLA: Weiter mit Koskelainen und Huser

Mit Kari Koskelainen und Yves Huser bindet der HC Rychenberg einen routinierten Angreifer für ein und einen aufstrebenden Verteidiger für zwei weitere Jahre an sich.

Kari Juhani Koskelainen hat einen neuen Einjahresvertrag beim HC Rychenberg unterschrieben und wird demnach eine dritte Saison beim Winterthurer Traditionsverein anhängen. HCR-Sportchef Patrick Albrecht äussert sich begeistert darüber, mit dem 34-jährigen Finnen handelseinig geworden zu sein: «Mit seiner grossen spielerischen Klasse und seiner immensen Erfahrung kann er unseren jungen Spielern besonders in jenen Situationen helfen, in denen es darauf ankommt, die richtige Entscheidung zu treffen. Er strahlt jene Ruhe und Gelassenheit aus, die es in hektischen Momenten braucht.»

Mit Ruhe im Sturm
Seine Unihockeykarriere hatte 1997 in seinem Geburtsort Kerava, 30 Kilometer nördlich von Helsinki, ihren Anfang genommen. Als Sohn eines Top-Kunstturners und -Karatekas hatte er sich zuerst dem Fussball und Eishockey gewidmet, ehe er sich mit 15 Jahren dem Unihockeyklub KKV Kerava anschloss. Dort wurde sein Talent schon bald erkannt, sodass er sich 2000 dem damaligen Spitzenklub Helsinki IFK anschloss und drei Jahre später in den Kreis der Nationalmannschaft aufstieg. In der Folge zählt der bloss 1.70 Meter grosse Center während vielen Jahren zum erlauchten Kreis der finnischen Landesauswahl.

Koskelainens Höhepunkt mit der Nationalmannschaft folgte 2008, als Finnland in einem verrückten WM-Finale Seriensieger Schweden dank eines Golden Goals zum 7:6 in der Verlängerung vom Thron stiess und sich damit in Prag seinen ersten WM-Titel sicherte. Mittendrin und mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 3:0 direkt an diesem historischen Erfolg beteiligt war Koskelainen.

Ein Jahr vor diesem Coup war er ein erstes Mal in der Schweiz engagiert und ein Jahr danach kehrte er nach zwei Jahren bei TPS Turku zu Chur Unihockey zurück. In der Folge bestritt Koskelainen sechs weitere Saisons für die Bündner. 2015 suchte er sich eine neue Herausforderung und fand diese auf Vermittlung seines Landsmannes und neuen Mitspielers Mikko Hautaniemi beim HCR. Auch da erfüllte er die in ihn gesetzten Erwartungen, nicht primär, aber auch dank seiner 56 Skorerpunkte in 52 Spielen. Mit dem Cupfinal vom kommenden Wochenende und den Playoffs warten weitere Höhepunkte auf den Routinier.

Eine rosige Zukunft
Einer, der von Koskelainens Erfahrungsschatz profitieren kann, ist Yves Huser. Der 22-jährige Verteidiger bestreitet seine dritte Saison mit dem Fanionteam und ist auf gutem Weg, sich zum Stammspieler zu mausern. Sportchef Albrecht sieht eine rosige Zukunft für Huser: «Er ist ein Teamplayer und dank seiner physischen Präsenz ein wichtiger Bestandteil unserer Abwehr. Er bekommt immer mehr Spielzeit und ich bin überzeugt, dass er sich kontinuierlich weiterentwickeln wird. Ich traue ihm in Zukunft sogar den Sprung in den Kreise der Nationalmannschaft zu.» 49 NLA-Spiele hat Huser einstweilen auf dem Buckel und dabei elf Assists zum offensiven Erfolg der Mannschaft beigesteuert. Geht es nach Albrecht, werden viele weitere Partien und Punkte folgen.