NLA: Rychenberg muss sich bei Premiere steigern
Unihockey

NLA: Rychenberg muss sich bei Premiere steigern

Heute Abend um 19 Uhr ist es soweit. Der HC Rychenberg tritt – noch ohne Pascal Kern und wohl auch Benjamin Borth – zu seinem ersten Pflichtspiel in seiner neuen Heimhalle, der Axa-Arena, an.

Gegner bei der Premiere und damit der zweite Teil des schwierigen Startprogramms sind die Unihockey Tigers Langnau, ein Team, dem von einigen Auguren zugetraut wird, in die Phalanx der Top 3 der Liga einzubrechen.

Bei HCR-Cheftrainer Jukka Kinnunen und seinem Team ist der Kater nach der (allzu) deutlichen 2:9-Startniederlage bei Malans verflogen. An dessen Stelle ist ein freudiges Kribbeln getreten: «Wir freuen uns alle sehr darauf, erstmals in unserer neuen Halle antreten zu können, und auf die hoffentlich zahlreichen Zuschauer.» Eine grosse Kulisse könnte es durchaus werden, schliesslich hat der Verein 1100 Saisonkarten verkauft.

Dass das Publikum die Halle auch regelmässig füllt und sein Team energisch unterstützen wird, ist allerdings eine klare Steigerung gegenüber der Erstrundenpartie nötig. Gegen Malans hatte Kinnunens Mannschaft 44 Minuten lang mehr oder weniger solide verteidigt, sich im Mitteldrittel ein leichtes offensives Übergewicht erarbeitet und bis zum 2:5 in der 47. Minute auf den einen oder anderen Punktegewinn hoffen können. Alles in allem waren den Winterthurern aber zu viele individuelle Lapsus unterlaufen und hatten die Zahnräder in der Vor- wie Rückwärtsbewegung noch zu wenig ineinander gegriffen, als dass ein Erfolgserlebnis gerechtfertigt gewesen wäre.

Dessen ist sich Kinnunen bewusst: «Das Resultat war schlechter als unsere Leistung. Diese war im zweiten Drittel okay, und die ersten 44 Minuten können wir mitnehmen. Aber wir müssen uns in vielerlei Hinsicht steigern und unserem Optimum annähern.» So müssten sie ihr Spiel sechzig Minuten durchziehen und dürften nicht nach 44 Minuten auseinanderfallen. Sie müssten aber auch schneller handeln, in den Zweikämpfen besser abschneiden und im Abschluss die sich bietenden Chancen kaltblütiger nutzen.

Eine erste Möglichkeit zu zeigen, dass die Formkurve im gewünschten Mass ansteigt und die Axa-Arena wie bei den Handballern von Pfadi Winterthur Extrakräfte freisetzt, bietet sich heute gegen Langnau. Die Emmentaler verloren auf diese Saison zwar Johan Samuelsson, scheinen aber auch ohne ihren schwedischen Leithammel und Starspieler einen sehr unangenehmen Gegner abzugeben. Köniz musste dies zum Auftakt auf leidvolle Art erfahren, verlor der Titelverteidiger doch nach einer 5:2-Führung nach zwei Dritteln noch mit 6:9. Der HCR scheint vor allem das Sturmtrio Thomas Gfeller, Yannick Glauser und Simon Flühmann im Auge behalten zu müssen, zeichnete dieses doch gegen Köniz für alle neun Langnauer Tore verantwortlich.