NLA: Podhráský kehrt in seine Heimat zurück
Unihockey

NLA: Podhráský kehrt in seine Heimat zurück

Nach zwei erfolgreichen Jahren wird Michal Podhráský den HC Rychenberg in Richtung tschechische Heimat verlassen.

Der HC Rychenberg muss ab der kommenden Saison auf seinen 26-jährigen Verteidiger Michal Podhráský verzichten. Der laufstarke Tscheche hatte sich nicht zuletzt damit schweizweit einen Namen gemacht hatte, dass er den schwedischen Starstürmer Kim Nilsson in der Saison 2015/16 zumeist erfolgreich an die kurze Leine genommen hatte. Nun kehrt die äusserst verlässliche Arbeitsbiene in seine Heimat zurück. Dort schliesst er sich dem Prager Spitzenteam Florbal Chodov an. Sein neuer Trainer dort wird sein Bruder David sein.

HCR-Sportchef Patrick Albrecht bedauert Podhráskýs Abgang, kann die Gründe allerdings nachvollziehen: «Es ist schade, dass er uns verlässt. Er ist ein sehr starker Verteidiger und hat bei uns stets überzeugt. Wir wollten ihn weiterbeschäftigen, doch konnten wir ihm seine beruflichen Wünsche nicht erfüllen.» Podhráský hat ein Marketing-Studium abgeschlossen und möchte nun zeitnah in seinem Fachgebiet arbeiten. Im Gegensatz zum HCR kann ihm Chodov die gewünschte Arbeitsstelle bieten, weshalb sich der Wechsel aufdrängt.

NLA: Holtz verlängert um zwei Jahre
UNIHOCKEY. Der HC Rychenberg kann auch in der näheren Zukunft auf einen seiner Führungsspieler zählen: Der 31-jährige Schwede Fredrik Holtz unterschrieb für zwei weitere Jahre.

Jeder, der Fredrik Holtz je in einem Meisterschafts- oder Cupspiel beobachtet hat, kennt seine grossen Qualitäten: Seine beeindruckend grosse Energie, sein unbändiger Wille zum Sieg und zum Gewinn jedes einzelnen Zweikampfs, sein kollektives Bewusstsein und seine unbestrittenen Führungsqualitäten. Der 31-jährige Schwede mit deutschen Wurzeln ist ein unnachgiebiger ‹Bandenhobel› mit üppiger Wasserverdrängung oder wie es Holtz selber einmal in einem Interview formulierte: «Auf dem Feld bin ich ein Stier.» Der Stier von Mora.

Angesichts dieser Qualitäten ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Freude beim HC Rychenberg gross ist, dass Holtz seinen Vertrag um zwei Jahre verlängert hat. «Holtz ist ein wichtiger Eckpfeiler unserer Mannschaft», betont Sportchef Patrick Albrecht. «Er geht mit seinem nie nachlassenden Willen als Vorbild voran, egal wie der Spielstand gerade ist, und gehört auch darum auf dem Feld zu unseren Führungsspielern. Zudem skort er regelmässig.» In inzwischen 51 Auftritten für den HCR hat er es auf 48 Tore und 38 Assists gebracht. Gegenüber seiner ersten Saison in Winterthur hat Holtz in seiner zweiten noch zugelegt, was nicht zuletzt darauf zurückzuführen ist, dass er diesmal die Vorbereitung ohne Verletzung bestreiten konnte.

Drei Meistertitel mit Storvreta

Vor seiner Zeit beim HCR war Holtz auch in Schwedens Topliga eine grosse Nummer gewesen. 2008 mit Mullsjö AIS aufgestiegen, schlug er in seiner ersten Saison in der Svenska Superligan ein wie eine Bombe. Seine 30 Tore und 32 Assists in nur 26 Spielen weckten das Interesse Storvreta IBK. Und beim Spitzenklub aus der Region Uppsala schloss Holtz nahtlos an seine erfolgreiche Mullsjöer Zeit an. In der schwedischen Fachpresse wurden seine Leistungen gebührend gewürdigt: «Er war einer der Giganten in Storvretas erfolgreichem Team der Saison 2009/10, welches dem Verein den ersten Meistertitel der Klubgeschichte bescherte.»

Sechs Jahre hielt Holtz dem Klub die Treue und war massgeblich daran beteiligt, dass sein Team in dieser Zeit zur 'Equipe à battre' in der starken schwedischen Liga aufstieg. Nicht nur seiner insgesamt 248 Skorerpunkte wegen, darunter mehrere ausnehmend wichtige wie in den Playoffs 2013/14, sondern auch wegen seiner harten und kompromisslosen Spielweise und seinem vorbildlichen Einsatz. Drei Meistertitel, zusätzlich zwei Finalteilnahmen sowie zwei Europacup-Titel sind Holtz' imposantes Palmarès aus sechs Jahren Storvreta.

Holtz fühlt sich in Winterthur wohl

Noch wartet Holtz auf den ersten Titel mit dem HCR. Im diesjährigen Cupfinal stand er mit seinem Team kurz davor, scheiterte aber hauchdünn an GC. Eine zweite Chance gibt es in der Meisterschaft, doch der Weg ist noch lang. Als Erstes gilt es die Viertelfinals gegen Langnau siegreich zu gestalten.

Dass er sich trotz noch fehlender Titel zur frühzeitigen Verlängerung seines Vertrages entschloss, ist einfach zu erklären. Holtz und seine Familie fühlen sich in Winterthur im Speziellen und in der Schweiz im Allgemeinen ausgesprochen wohl. Und wer weiss, vielleicht wird er nach seiner Aktivkarriere beim HCR auch mal als Juniorentrainer in Erscheinung treten ...