NLA: Kreuzlingen verpasst Final

NLA: Kreuzlingen verpasst Final

Gestern Abend stand der SC Kreuzlingen vor der Aufgabe in Horgen den ersten Matchball der Zürcher abzuwehren – ein schweres Unterfangen, da der Rekordmeister bei wichtigen Momenten hellwach ist.

Horgen gewinnt sicher
Mit dem Rücken zur Wand wollten die Thurgauer nicht aufs Neue den Finaleinzug verpassen. Schon letztes Jahr verlor der SCK die Halbfinalserie trotz aussichtsreicher Position. Allerdings musste man gestern auswärts in Horgen antreten und auch noch auf Goalie Henzi verzichten, der auf eine Operation seiner verletzten Schulter wartet. Verstärkung gab es dafür auf der Bank von Erfolgscoach Sirko Roehl, der dem amtierenden Trainer Redder zum Erfolg verhelfen wollte.

Früher Rückstand
Für die Kreuzlinger nahm es jedoch einen unglücklichen Verlauf. Konnte Horgen in den ersten vier Minuten noch auf ein 1:1 gehalten werden, zogen die Gastgeber danach auf ein 3:1 davon. Dieser Vorsprung konnte zu Beginn der zweiten Halbzeit kurzzeitig zum 3:3 egalisiert werden, gleichwohl baute Horgen wieder die Führung bis zum Seitenwechsel auf 6:3 aus. Allgemein zeigte der Rekordmeister mehr Ambitionen zum Finaleinzug. Die Gäste liessen dagegen ihre Gefährlichkeit im Vergleich zu den vorangegangenen Partien vermissen. Im dritten Viertel griff Kreuzlingen noch einmal an. Der SCK verkürzte den Rückstand zum 7:6, aber Horgen antwortete mit drei Toren in Folge. Bis zum Abpfiff blieb den Kreuzlingern nur noch eine Resultatsbeschönigung zur 10:8-Niederlage, womit Horgen sich für den Final qualifiziert.

Blick in die Zukunft
Für das junge Team aus Kreuzlingen ist der verpasste Finaleinzug eine herbe Enttäuschung, war das Abschneiden in der Qualifikationsrunde doch so vielversprechend. Horgen hingegen hat erneut bewiesen, dass seine Stärken in den Playoffs liegen und dass der Rekordmeister trotz vielleicht schlechterer Statistik nie unterschätzt werden darf. Eine weitere Saison bezahlen die Kreuzlinger gegen die Zürcher Lehrgeld, was indes zu keinem Abbruch führt. Das Team um Coach Redder befindet sich zum überwiegenden Großteil noch in den jungen Zwanzigern, kann also noch lange genug Erfahrung sammeln, damit in Zukunft neue Erfolge gefeiert werden können. Mit der Silbermedaille im Schweizer Pokal haben sie schon einen kleinen Ausblick geboten.

Trost kann nun im Spiel um Platz drei geholt werden. In der Best-of-three-Serie kommt es zum Nachbarschaftsderby gegen den SC Schaffhausen. Diesmal treten die Kreuzlinger als klarer Favorit an, dürfen trotzdem dort nicht zu locker spielen. Anpfiff wird voraussichtlich am Donnerstag im Hörnli sein.

 

Telegramm

SC Horgen – SC Kreuzlingen  10:8 (3:2, 3:1, 2:3, 2:2)
Käpfnach, Horgen SR Garcia und Suazo Strafen: Horgen 6, Kreuzlingen 10.
Torfolge: 1:0, 1:1, 2:1, 3:1, 3:2, 3:3, 4:3, 6:3, 6:4, 7:4, 7:5, 7:6, 8:6, 10:6, 10:7, 10:8.
Horgen: Petricevic, Carballo Chanfon (3), Miskovic, Fröhli (C, 2), Caponio, Rek, Velikov, L. Müller, Bjelajac (1), Porobic (4), Bogdanovic, Kern.
Kreuzlingen: Y. Dudler, M. Milovanovic, Petrovic (3), Geiser (1), Keller, M. Herzog (C), J. Herzog, P. Herzog (2), Albers, Buob (1), Pleyer, N. Milovanovic, Acosta Salinero (1).