Negative Heimbilanz gegen Luzern bleibt bestehen. 
Volleyball

Negative Heimbilanz gegen Luzern bleibt bestehen. 

Die Volleyballerinnen vom VBC Aadorf müssen sich in einem ungewöhnlichen Spiel gegen Volley Luzern knapp mit 2:3 (25:19, 4:25, 18:25, 25:20, 11:15) geschlagen geben. Die Thurgauerinnen ergattern sich einen Punkt, verlieren aber Diagonalspielerin Filiz Yürükalan.

In den vergangenen sechs Spielen zwischen den VBC Aadorf und Volley Luzern, gewann immer jeweils die Auswärtsmannschaft das Spiel. Die Thurgauerinnen wollten unbedingt diese Serie brechen und den zweiten Saisonsieg landen. Vor 315 Zuschauern in der Löhracker Halle konnte der neue Headcoach Cao Herrera aus dem Vollen schöpfen und seine Stamm sechs in die Partie schicken. Die Thurgauerinnen konnten im ersten Satz schnörkellos an ihren erfolgreichen Auftritt gegen den VBC Steinhausen auswärts anknüpfen und den ersten Satz in souveräner Manier mit 25:19 für sich entscheiden.

Thurgauerinnen verlieren komplett den Faden
Im zweiten Satz musste Herrera bereits beim Stand von 1:4 ins Spielgeschehen eingreifen und seine erste Auszeit nehmen. Die taktische Umstellung der Gäste schien das Heimteam zu verunsichern. Auch die zweite Auszeit beim Stand von 1:8 brachte nicht die gewünschte Wirkung. Die Thurgauerinnen verloren gänzlich den Faden und den Bezug zum Spiel. Die Luzernerinnen nutzten diese Unsicherheit der Gastgeber gnadenlos aus. Nicht nur die Zuschauer trauten ihre Augen nicht als die Luzernerinnen den Satz mit 25:4 für sich entscheiden konnten und nach Sätzen ausglichen.

Die Thurgauerinnen schienen im Dritten sich wieder gefangen zu haben und gestalteten die Anfangsphase ausgeglichen. Mit der Verletzung und damit verbundenen Ausfall von Diagonalspielerin Filiz Yürükalan folgte jedoch ein erneuerter Bruch. Die Angreiferin verletzte sich beim Blockversuch am Sprunggelenk und erlitt dabei ein Bäderteilabriss und fehlt mindestens sechs Wochen aus. Die Luzernerinnen verstanden das Momentum für sich zu nutzen und einen erspielten fünf Punkte Vorsprung gekonnt zu verwalten. Mit 25:15 ging so auch dieser Satz an die Gäste aus Luzern, die nun mit 2:1 nach Sätzen in Führung gehen konnten.

Herrera mit glücklichem Händchen
Headcoach Cao Herrera musste agieren und stellte sein Team im Vierten um. Die ungewohnte Aufstellung machte die Thurgauerinnen unberechenbarer für die Luzernerinnen, die nun ein wenig mit der Situation zu kämpfen hatten. Insbesondere Ramona Meili und Martina Koch trumpften in dieser Phase des Spiels gross auf. Es waren nun die Thurgauerinnen die am Netz Druck erzeugten und über den ganzen Satz hinweg den erspielten Punkte Vorsprung behaupten konnten. Mit 25:20 war der Satzausgleich für das Heimteam nun Tatsache.

Im Entscheidungssatz hatte dieses ungewöhnliches Spiel seine letzte Wendung parat. Die Thurgauerinnen blieben am Gegner dran, vermochten jedoch nicht in Führung zu gehen. So blieb der Ausgang der Partie lange offen. Die Luzernerinnen hatten aber den längeren Atem und waren ab dem Spielstand von 12:9 nicht mehr vom Sieg abzubringen. Die Thurgauerinnen verlieren am Schluss mit 15:11 den Satz und ein spezielles Spiel knapp mit 2:3.

 

Telegramm

Samstag, 28.10.2017 – 15.30 Uhr
2. Qualifikationsrunde NLB Ost-Gruppe
VBC Aadorf (3.) vs. Volley Luzern (2.) 2:3
(25:19, 4:25, 18:25, 25:20, 11:15) Spielezeit: 1 Stunde 46 Minunten
Sporthalle Löhracker – Aadorf Zuschauer: 315
VBC: Lara Hasler, Rahel Oswald ©, Vivianne Habegger, Ramona Meili, Jannick Schaltegger, Elena Hake, Merlin Hurt, Filiz Yürükalan, Elis Albertini, Martina Koch, Alexandra Schaber, Martina Hunziker.
Nicht im Aufgebot: Eva Krieger (verletzt), Katarina Josipovic (Abwesend)