Mit kluger Taktik zum vierten Gold
Behindertensport

Mit kluger Taktik zum vierten Gold

Egal ob über 400, 1500, 5000 oder 10‘000 Meter: Der Thurgauer Marcel Hug lässt seine Gegner hinter sich. An den Weltmeisterschaften im französischen Lyon feierte der 27-jährige Pfyner im fünften Rennen die vierte Goldmedaille.

Über 800 Meter hatte der Rollstuhl Sportler am vergangenen Montag die Silbermedaille gewonnen.

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Einsam an der Spitze liegend bog Marcel Hug auf die Zielgerade ein und sicherte sich mit einem unwiderstehlichen Schlussspurt den Weltmeistertitel im 1500-m-Rennen. Mit einer Zeit von 3:08.16 Minuten verwies er den Thailänder Rawat Tana (0.59 Sekunden Rückstand) und den Japaner Masayuki Higuchi (1.48 Sekunden Rückstand) auf die restlichen Medaillenplätze.

Taktisch kluges Rennen

Hug versteckte sich bis 300 Meter vor dem Ziel im Windschatten des führenden Kim Gyu Dae, erst dann steigerte der Weltrekordhalter das Tempo. Hug überholte dadurch den Südkoreaner, welcher schlussendlich den sechsten Schlussrang belegte.

Kim war jener Athlet, welcher Hug an der WM über 800 Meter die bisher einzige «Niederlage» zugefügt hat. Am letzten Montag hatte es für den Pfyner wegen falscher Materialwahl “nur” zur Silbermedaille gereicht. Bei allen anderen vier WM-Starts feierte Hug den WM-Titel.

Am Sonntag wird der 27-Jährige mit dem Marathon in Lyon sein letztes Rennen bestreiten. Auf der Homepage von SRF lässt sich Hug zitieren, dass er noch über Reserve verfüge und auf Sieg fahren wolle.

(mg/Quelle www.srf.ch)

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