Logische Punkteteilung im Derby zwischen SV Fides und SG TV Appenzell.
Handball

Logische Punkteteilung im Derby zwischen SV Fides und SG TV Appenzell.

Rund 200 Zuschauerinnen und Zuschauer, darunter eine grosse Fangruppe des Gastes, wollten am letzten Samstag in der Kreuzbleiche das 1. Liga Derby zwischen dem SV Fides und dem TV Appenzell mitverfolgen. Und sie kamen, was die Spannung anbelangt, nicht zu kurz.
Auf beiden Seiten mussten im Vorfeld Absenzen zur Kenntnis genommen werden. So stand dem TV Appenzell der torgefährliche Gamrat nicht zu Verfügung. Seitens Fides fehlten unter anderem beide Kreisläufer, was das Trainergespann zu
kreativen Lösungen zwang. Zu allem Ungemach musste ein Spieler kurzfristig vor dem Spiel passen, was schlussendlich dazu führte, das dem Gastgeber nur drei Auswechselspieler zu Verfügung standen. Trotz allem oder gerade deswegen nahmen sich die St. Galler vor, mit einer kämpferischen Einstellung zu punkten. Das Spiel begann hüben wie drüben mit technischen Fehlern und schlechten Abschlüssen. Appenzell war aber die bessere Mannschaft in der Startphase. Ein Vorteil lag dabei in der geordneten Angriffsauslösung. Appenzell profitierte aber auch davon, dass Fides in der Abwehr zu harmlos auftrat. Bis zum 4:6 in der 12. Spielminute blieb aus Sicht von Fides immerhin das Skore einigermassen ausgeglichen. Was dann aber folgte, waren 14 rabenschwarze Minuten. Im Angriff wollte nichts mehr gelingen. Die Gäste nutzen diese Phase, um bis zur 26. Minute auf 4:11 davon zu ziehen.
Das Pausenresultat von 6:12 für Appenzell entsprach den gezeigten Leistungen. Zu diesem Zeitpunkt sprach alles für einen weiteren Sieg der Innerrhoder. Aus Sicht von Fides waren die 12 erhaltenen Treffer nicht aussergewöhnlich, die sechs erzielten Tore aber gaben zu denken.
Nach der Pause dann ein verwandeltes Geschehen: Fides kämpfte sich beherzt Tor um Tor heran, währenddem Appenzell während 18 Minuten nur zwei Treffer gelangen. So ging Fides mit 14:13 erstmals in Führung, ein Umstand, den im Publikum niemand mehr erwartet hätte. In der Folge hatten die Einheimischen gar die Möglichkeit, die Führung auszubauen, aber mal für mal wurden beste Chancen ausgelassen. Fünf Minuten vor Schluss lag Fides mit 16:14 vorn und so kamen berechtigte Hoffnungen auf, das Spiel nach einer missglückten ersten Spielhälfte noch wenden zu können.
In der verbleibenden Spielzeit fehlte aber die nötige Abgeklärtheit, was Appenzell 20 Sekunden vor Schluss den Ausgleich zum 17:17 ermöglichte. Wer hat nun einen Punkt gewonnen oder verloren? Appenzell sah in der ersten Spielhälfte wie der sichere Sieger aus, Fides hingegen war in den letzten zehn Minuten mehrheitlich im Vorsprung. Fazit: Der Match endete mit einer logischen Punkteteilung. Im Bild: Lukas Buff er hielt SV Fides mit den tollen Paraden und einer Abewehrquote von 44% im Spiel.
Fotograf: Stefan Risi