Licht und Schatten am Pallavolo Doppelwochenende
Volleyball

Licht und Schatten am Pallavolo Doppelwochenende

Nach dem grossartigen Start von 4 Siegen aus 4 Spielen in der zweithöchsten Spielklasse der Schweiz mussten die Pallavolo Herren am vergangenen Doppelwochenende die erste Niederlage in Kauf nehmen. Auswärts gewann man gegen VBC züri unterland und verlor zuhause gegen ein stark aufspielendes VBC Voléro Zürich.

Das Ziel vor dem Doppelwochenende gegen VBC züri unterland und VBC Voléro Zürich war klar: Etablierung an der NLB Tabellenspitze.
Mit dem Ziel vor Augen und fokussiertem Auftreten vermochten die Kreuzlinger von Beginn an zu überzeugen. Das Annahmespiel war präzis, die Pässe schnell und die Angriffe platziert. Schon vom ersten Ball an konnten die Widersacher aus dem Zürcher Unterland nichts gegen die stabile Mannschaftsleistung der Pallavolos entgegensetzen. Auch das laute, schon fast ohrenbetäubende Gebrüll und die phasenweise harten Angriffe der Zürcher Nr. 12 vermochten keine Wende für die Unterländer herbeizuführen. Somit konnten sich die Kreuzlinger schon nach 22 Minuten und einem 25:20 den ersten Satz gutschreiben.

Im Zweiten Durchgang hiess es konzentriert zu bleiben und weiterhin stabiles Volleyball zu zeigen. Die Zürcher konnten zwar auf dem Resultatblatt in der bisherigen Saison noch keinen Sieg verzeichnen, waren aber definitiv eine brandgefährliche Mannschaft. Nach einer ausgeglichenen Startphase im zweiten Satz konnte Kreuzlingen gegen Mitte respektive Ende einen Gang hochschalten. Mit einer gekonnten Auswechslung am Service mischte nun auch Remo Spirig im Spiel mit. Leider konnte der Servicestarke Pallavolo Routinier jedoch nicht die erwarteten Zähler gutschreiben, sodass Pallavolo mit ihrem gewohnten Spiel den Erfolg suchen mussten. Das gelang ausgezeichnet und sicherte Kreuzlingen den zweiten Satz mit 25:19.

Im dritten, und wie sich herausstellen sollte letzten Satz, deklassierte Pallavolo die gegnerische Mannschaft. Es gab weder unerzwungene Fehler auf Seiten Pallavolos, noch sonstige Schwächen die man hätte ausmachen können. Mit lauten Gesangseinlagen der auf der Ersatzbank platzierten Spieler und einer ausgezeichneten choreographischen „Klatschleistung“ geleitet von Rubén Von Krannichfeldt wurde der Gegner regelrecht zermürbt. Nicht überraschend ging der dritte Satz somit klar mit 25:13 an die Kreuzlinger.

Mit diesem Sieg war die Ausgangslage für das kommende Sonntagsspiel so spannend wir nur möglich. Denn, es wurde um die Tabellenspitze gespielt!

Das stark aufspielende Team aus Zürich zwang die Herren vom Bodensee in die Knie
Nach der Glanzleistung am Vortag traten die Kreuzliger motiviert und zuversichtlich in die «Remisburg» um auch die zweiten Zürcher Mannschaft in die Schranken zu weisen. Den Spielern war bewusst, dass der Sieg vom Vortag nur dann wirklich zählte, wenn im Spitzenspiel (erster gegen zweiter) ein weiterer Erfolg erzielt werden konnte.

Entsprechend motiviert starteten beide Teams in die Affiche. Schon bald musste das routinierte Team aus Kreuzlingen jedoch feststellen, dass die heutige Aufgabe bedeutend schwieriger werden würde. Schon von Beginn weg setzten die Zürcher die Kreuzlinger am Service massiv unter Druck. Die druckvollen und taktisch cleveren Aufschläge der Zürcher stellten das Heimteam immer wieder vor schwierige Aufgaben. Nicht überraschend hiess es darum bereits nach nur 22 Minuten 25:22 für die Gäste und damit Satzgewinn.

Die von Coach Marco Bär vorgenommenen Auswechslungen im zweiten Satz (Kai Zeglen für Adrian Bär und Urs Haerle für Lukas Eichelberger) brachten leider auch nicht den gewünschten Erfolg. Weiterhin schien die Annahme von Kreuzlingen und das damit verbunden Angriffsspiel zu schwach um gegen die Zürcher Blockmauer zu bestehen. Somit sicherte sich das Gastteam auch den zweiten Satz relativ klar mit 22:18.

Ein Aufbäumen war lediglich im dritten Satz zu erkennen. Lange Zeit blieben die Kreuzlinger den Zürchern im dritten Satz auf den Versen, sodass die Hoffnung auf eine Wende in diesem Spiel durchaus bestand. Mit ungewohnt dummen Fehlern musste jedoch auch der dritte Satz hergegeben werden.

Mit dem klaren 0:3 gegen VBC Voléro Zürich gilt es nun den Fokus auf das nächste Wochenende zu legen wo mit VC Smash Winterthur der nächste starke Gegner wartet.

 

Telegramm

VBC züri unterland vs. Pallavolo Kreuzlingen 0:3 (20:25, 19:25, 13:25)
Halle: Sporthalle Ruebisbach; Dauer: 63 min
1. SR: Budinsky Stefan; 2. SR: Wüthrich Matthias

Pallavolo Kreuzlingen vs. VBC Voléro Zürich 0:3 (22:25, 18:25, 21:25)
Halle: Turnhalle Remisberg; Dauer: 65 min
1. SR: Signer Sepp; 2. SR: Krättli Martin
Kreuzlingen mit: Oliver Cerny, Rubén Von Krannichfeldt, Elias Wetzel, Kai Zeglen, Reto Krattiger, Marco Bär, Lorenz Eichhorn, Urs Haerle , Lukas Eichelberger, Adrian Bär, Remo Spirig, Ferdinand Feuerle