Kommt’s zum Zusammenschluss an der Tabellenspitze?
Volleyball

Kommt’s zum Zusammenschluss an der Tabellenspitze?

Wenn es in der Nationalliga A ein Team gibt, bei dem die Erwartungen vor der Saison und die Resultate bis zum jetzigen Zeitpunkt weit auseinanderklaffen, dann ist es Volley Schönenwerd.

Fünf Spieler des Teams gehören zum erweiterten Kader der Schweizer Nationalmannschaft, mit Daniel Rocamora steht der Most Valuable Player (MVP) der vergangenen Saison im Team der Solothurner. Und trotz dieses hochkarätigen Kaders stehen die Niederämter nach 21 von 24 Runden der Qualifikation nur auf dem sechsten Platz, acht Punkte hinter dem fünftplatzierten Luzern. In den letzten fünf Meisterschaftspartien hat Schönenwerd vier Niederlagen eingefahren; nur gerade Schlusslicht Uni Bern konnte bezwungen werden.

Wenn man aber ein Spiel mehr in die Vergangenheit schaut, dann trifft man auf die Partie vom 14. Januar. Damals gastierte Volley Amriswil in der Erlimatt-Halle zu Däniken und musste die erste Partie ohne den verletzten Sébastien Steigmeier bestreiten. Als sich dann im Verlaufe des Spiels mit Roman Brühwiler auch noch sein Diagonalangreifer-Ersatz verletzte, zwang dies Coach Ratko Pavlicevic, sein Team erneut umzustellen. Nach einer 2:1-Satzführung resultierte für Amriswil zum Schluss eine 2:3-Niederlage.

Sieben Wochen später ist vieles anders! Da wäre mal zuerst der Austragungsort: Schönenwerd hat das geschafft, was in Amriswil wohl noch fast zwei Jahre auf sich warten lässt; sie spielen in der nigelnagelneuen Betoncoupe Arena. Und dann das Amriswiler Team: Nach dem verletzungsbedingten Out von Hugo Hamacher – der Brasilien-Deutsche kehrt nach seinem Beinbruch ins warme Rio den Janeiro zurück – steht dem Coach dank Neuzuzug Nemania Jakovljevic wieder ein kompetitives Team zur Verfügung. A propos Jakovljevic: Die Verletzung, die ihn beim Jona-Spiel zum Zuschauen zwang, ist ausgeheilt.

In der Rangliste der Nationalliga A liegen momentan Näfels und Amriswil dicht hinter Leader Lausanne auf den Plätzen zwei und drei. Der Abstand beträgt drei Punkte. Da Lausanne aber ein Mehrspiel absolviert hat und am kommenden Wochenende spielfrei ist, könnte es zum Zusammenschluss an der Tabellenspitze kommen. Voraussetzung dafür ist, dass Näfels und Amriswil ihre Spiele mit dem Punktemaximum gewinnen. Dabei ist die Aufgabe der Thurgauer weitaus schwieriger als diejenige der Näfelser (gegen Jona).

Und noch ein Blick auf die letzten beiden Runden der Qualifikation: Am Samstag, 10. März, empfängt Amriswil das Team aus Lausanne. Am Sonntag, 11. März, gastiert das Pavlicevic-Team beim Schlusslicht Uni Bern, während in Lausanne der zweite Knaller des Wochenendes, die Partie LUC gegen Näfels, steigt. Für Hochspannung ist also bis zum letzten Ball der Qualifikation gesorgt.