Klare Sache für den FCK beim Schlusslicht
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Klare Sache für den FCK beim Schlusslicht

Die im eigenen Umfeld mit Spannung erwartete Partie beim Tabellenletzten St. Margrethen stellte den zuletzt immer besser in Fahrt gekommene FC Kreuzlingen nur in den Anfangsminuten vor Probleme. Nach 90 Minuten resultierte ein klarer 5:0 (1:0) Erfolg der auch leicht hätte höher ausfallen können.

Die Startviertelstunde beim Tabellenletzten St. Margrethen begann beidseits mit unkoordinierten, teils wirren Aktionen. Weil der Gastgeber mächtig aufs Tempo drückte und die Kreuzlinger ihrerseits konsequent das Leder aus der Gefahrenzone droschen, kamen Fussballästheten vorerst nicht auf ihre Kosten. Nach gut einer halben Stunde, brachten die Thurgauer aber endlich Ball und Spiel unter Kontrolle. Die Entstehung des Führungstreffers liess aber dennoch bis kurz vor dem Pausenpfiff auf sich warten. Nach einem scharfen Suarez Freistoss aus halbrechter Position in den Strafraum fälschte ein St. Margrether das Leder unglücklich für seinen Torhüter ins eigene Netz ab (41.). Noch vor dem Pausenpfiff schafften Suarez und Arifagic das unglaubliche Kunststück, nach einem parierten Wilhelmsen Knaller das freiliegende Leder nicht ins verwaiste Tor zu schieben (44.).

Tore fast im Minutentakt
Nach dem Pausentee nützten die Gäste eine umstrittene Situation um auf 2:0 davonzuziehen. Verteidiger Knoll überlief an der Aussenbahn sämtliche St. Galler, sein Zuspiel in den Fünfmeterraum schob Andi Qerfozi in typischer Goalgetter Manier in die Maschen (52.). Wütende Gastgeber wollten den Ball aber bereits vor dem finalen Zuspiel über der Torauslinie gesehen haben. Schrecksekunde dann für den FCK: Weil in der Hintermannschaft der Grün-Weissen ein Moment die Zuordnung fehlte, konnte St. Margrethens dunkelhäutiger Angreifer Lopete plötzlich alleine auf Torhüter Kessler zulaufen. Mit einem unglaublichen Reflex parierte der zuvor (und danach) kaum mehr geprüfte Kessler den Ball zur Ecke (59.). Gut, dass sich die Seebuben umgehend wieder auf ihren stärksten Mannschaftsteil, die Offensive verlassen konnten. Einmal mehr enteilte Beran mit dem Ball am Fuss den Hellblauen und konnte erst im Strafraum vom etwas stürmisch herauseilenden Torhüter gestellt werden. Qerfozi liess sich die Chance nicht entgehen und erhöhte bestechend sicher aus 11 Metern (64.). Kreuzlingen blieb weiter dominant und kam nur drei Minuten später durch den wenige Sekunden (!) zuvor eingewechselten Ludovic Mathys bereits zum vierten Treffer. Die Partie war spätestens zu diesem Zeitpunkt entschieden. Das sah wohl auch St. Margrethens Kulttrainer Didi Metzler so, der sich nach 70 aufreibenden Minuten mit viel Einsatz an der Seitenlinie fortan ruhig auf die Spielbank setzte. Den Schlusspunkt an diesem Nachmittag setzte Captain Fabian Wilhelmsen. Mit gutem Auge setzte er eine präzise Arifagic Flanke mit dem Kopf am kurzen Pfosten zum 5:0 Schlussresultat in die Maschen (70.). Trotz des klaren Erfolgs sah FCK Trainer Kürsat Ortancioglu immer noch Verbesserungspotential bei seinem Team: „Wir müssen (noch) ruhiger und abgeklärter agieren. Viele unserer Zuspiele sind weiterhin ungenau, speziell der finale, letzte Pass in den Strafraum“.

Telegramm

St. Margrethen - Kreuzlingen 0:5 (0:1).
Rheinau - 180 Zuschauer. SR: Sandro Cadusch.
Tore: 41. Eigentor 0:1, 52. Qerfozi 0:2, 64. Qerfozi 0:3 (Foulelfmeter), 67. Mathys 0:4, 70. Wilhelmsen 0:5.
St. Margrethen: Masnikosa; Hajrullahu (39. Axhija), Shosi, Sinani; Özkan, Pazos, Dimitriadis (64. Lukic), Karahasanovic (64. Lütolf), Zivic, Ljatifi; Lopete.
Kreuzlingen: Kessler; Affentranger (40. Knoll), Narr, A. Pajaziti, Wulf; Arifagic, Wilhelmsen, Vieira, Suarez (76. Juchli), Beran; Qerfozi (66. Mathys).
Verwarnungen: 21. A. Pajaziti, 35. Wilhelmsen, 63. Masnikosa, 81. Shosi, 83. Axhja (alle Foul). Bemerkungen: Sehr faire Partie. St. Margrethen ohne: D‘ Amico, Kuzmanovic, Shabani und Memeti. Kreuzlingen ohne: Schröder, Kojic, (verletzt) B. Pajaziti, Keller und Dolce (abwesend).