Kinnunen kehrt zum HCR zurück
Unihockey

Kinnunen kehrt zum HCR zurück

Jukka-Pekka Kinnunen wird in der nächsten Saison der neue starke Mann an der Bande des HC Rychenberg. Der 37-jährige Finne wird zum Saisonende Rolf Kern als Trainer der NLA-Mannschaft ablösen.

Die für die Saison 2018/19 geplante strategische Neuausrichtung der NLA-Mannschaft des HC Rychenberg hat ein Gesicht. Als Nachfolger des am Ende der laufenden Spielzeit zurücktretenden Rolf Kern verpflichtet der Traditionsverein Jukka-Pekka Kinnunen. Der Finne besitzt das höchste Trainerdiplom seiner Heimat und unterschrieb einen Vertrag über zwei Jahre.

Bereits als Spieler auch Trainer
Es ist für Kinnunen eine Rückkehr an eine alte Wirkungsstätte. Nach zehn Jahren in der finnischen Salibandyliiga war er von 2010 an drei Jahre lang für den HCR in die Hosen gestiegen und hatte dabei 72 Spiele absolviert. Anfangs vorwiegend als Flügelstürmer, später vermehrt als Verteidiger eingesetzt, brachte er es auf 99 Skorerpunkte. Als Spieler war Kinnunen ausgeprägt mannschaftsdienlich und laufstark, aber auch ein ausgemachter Antreiber gewesen. «Schon damals war er ein positives Vorbild als Verstärkungsspieler und trat stets sehr professionell auf», blickt HCR-Sportchef Mario Kradolfer zurück. «Jukka verstand es sehr gut, seine jungen Mitspieler zu fördern und weiterzubringen.»

Sein Weg zum Trainer schien vorgezeichnet. Nach seiner Zeit in Winterthur und einer Saison in der Schwedischen Superligan, die beste Liga der Welt, heuerte Kinnunen 2014 als Spielertrainer in der ersten finnischen Division bei Kokkola Nibacos an: «Meine Aufgabe war es und ist es noch bis im April, eine neue Trainingskultur aufzubauen, eigene Junioren aufzubauen und diese in die erste Mannschaft zu bringen.» Diese soll am Ende der laufenden Saison möglichst in Finnlands zweithöchste Liga aufsteigen.

Ein junges Team formen
Mario Kradolfer ist überzeugt, mit Kinnunen den richtigen Trainer für die nächsten zwei Jahre gefunden zu haben: «Jene Eigenschaften, die ihn als Spieler ausgezeichnet hatten, erwarten wir nun von ihm als Trainer.» Sein Werdegang als Trainer lässt auch stark vermuten, dass er bestens dafür geeignet ist, die neue Strategie des Vereins mitzutragen: «Er wird eine junge Mannschaft erhalten, die es zu entwickeln gilt», erklärt Kradolfer. «Daraus soll er eine hungrige Truppe bilden.» Diese Neuausrichtung kommt Kinnunen durchaus zupass: «Ich arbeite gerne mit jüngeren Spieler. Sie können schnell neue Sachen lernen und sich entwickeln.» Was er von seinem Team erwartet, erklärt er unmissverständlich: «Ich will, dass unser Team viel arbeitet und gut trainiert. Und wir wollen ein aktives Unihockey spielen.»

Kradolfer gefällt es sehr, dass «wir mit Jukka einen jungen und engagierten Trainer verpflichten konnten, der den Club und das Umfeld bereits kennt sowie Deutsch spricht.» Auch Kinnunen freut sich auf sein neuerliches Engagement in Winterthur: «Ich hatte als Spieler eine tolle Zeit in der Schweiz. Mein Traum war es, dereinst zurückzukommen und Trainer beim HCR zu sein. Es ist der nächste Schritt in meiner Trainerkarriere und eine grosse Möglichkeit.» Wer ihn assistieren wird, dürfte sich in den nächsten Tagen klären.