Kalte Dusche unterm Regenbogen
Fussball

Kalte Dusche unterm Regenbogen

Weil Frauenfeld im 2.-Liga-Fussball interregional gegen Chur zwischen der 62. und 66. Minute gleich drei Tore kassierte, verlor es 2:5 (0:1).

Den wenigen Zuschauern wurde bei garstigen Bedingungen einiges geboten. Wegen Blitz, Donner und Regenschauer begann die Partie sogar verspätet. Aber es ging munter los, mit einer Chance für Frauenfeld, dann parierte FCF-Keeper glänzend. Erstaunlicherweise hatten die Frauenfelder (ohne den am Knie verletzten Captain Angst) drei weitere gute Möglichkeiten (8./12./27. Minute), doch dann lag das spielerisch deutlich überlegene Chur nach einer herrlichen Kombination mit 0:1 (34.) halt doch vorne. Wenig später blieb nach einem Handspiel im Bündner Strafraum die Pfeife des Schiedsrichters stumm und Sekunden vor der Pause verpasste der FCF den Ausgleich.

Aber nach dem Tee kamen die rabenschwarzen Minuten der Thurgauer. Nur dank dem aufmerksamen Bretscher (47./48.) blieb es vorerst beim 0:1. Fast kläglich vergab der nun klar dominierende Gast (52./54.) erstklassige Chancen, bevor er eiskalt dreimal (62./64.66.) zuschlug. Diese drei Treffer waren natürlich die Entscheidung. Da half Frauenfeld auch der wunderschöne Regenbogen über der Kleinen Allmend gar nichts mehr. Als in der 75. Minute noch das 0:5 fiel, musste man für die Einheimischen Schlimmstes befürchten.

Frauenfeld rappelte sich allerdings nochmals auf und die Churer wurden sorglos. Nach zuerst einem Lattenschuss (84.) markierte Kälin in der achtminütigen Nachspielzeit (Bretscher musste lange gepflegt werden) das vermeintliche Ehrengoal. Nur gerade eine gute Minute später fiel nach einem herrlichen Durchspiel von Kälin zu Sipkar sogar das 2:5. Das war es aber und Frauenfeld bleibt damit weiter auf dem zweitletzten Platz und kann sich nur noch schwerlich vor dem Abstieg retten. Ruedi Stettler