In diesem Derby hilft beiden Teams nur ein Sieg
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In diesem Derby hilft beiden Teams nur ein Sieg

Vor dem Thurgauer Derby zwischen Amriswil und Kreuzlingen herrscht Bangen in beiden Lagern. Weil bei beiden Teams der Angriffsmotor zuletzt ins Stottern geraten ist, könnte dies für den weiteren Meisterschaftsverlauf entscheidende Folgen haben.

Kreuzlingen hat am Samstag bei 1:1 Remis in Chur erneut den Beweis erbracht, dass auch einem Tabellenführer einfachste Sachen misslingen können. Trotz generösem Einsatz der Thurgauer wollte der Ball letztlich einfach nicht in die Bündner Maschen. Nicht zu ersten Mal übrigens in der Rückrunde. Stolpert der FCK so kurz vor der Ziellinie über seine groteske Abschlussschwäche?

Ähnliche Töne bei genauerem Hinhören in Amriswil. Das Team, das mit Silvan Eggmann und Fabian Moser über eines der torgefährlichsten Duos der Liga verfügt, stottert der Motor ebenfalls im dümmsten Moment. Denn eigentlich wähnten sich die Tellenfelder vor zwei Wochen beim vermeintlichen 0:4 Auswärtssieg in Bazenheid bereits in sicheren 2. Liga interregional Gewässern. Der Rest ist hinreichend bekannt. Die Liga setzte die Partie neu an und prompt verlieren die Oberthurgauer die Partie 1:2. Nun ist in Amriswil gar wieder von Abstiegssorgen zu hören. Zwei Punkte Reserve zum Trennstrich erscheinen in der Tat alles andere als beruhigend. Erst Recht, weil man am Sonntag die Partie beim Schlusslicht in Dübendorf ebenfalls verlor – wieder mit 1:2. Zwei Tore in 180 Minuten, das kann das Team von Trainer Christoph Schenk besser - viel besser! Nur eben, wenn der Ball partout nicht ins Tor will?

Das gelang in der Vorrunde noch bedeutend besser. Beim 3:3 auf dem Hafenareal fiel schon Mal der eine oder andere Ball überraschend ins Netz. Dem Remis trauern die Kreuzlinger übrigens noch bis heute nach. In bester Erinnerung dafür der 3:1 Cup-Sieg im November auf dem Tellenfeld. Die Tür zur Cup-Hauptrunde schien plötzlich weit offen. Bis im Frühling Widnau diese wieder zuknallte. Hauptursache dafür: mangelnde Effizienz vor dem Tor. Wenn sich die beiden Teams also Morgen Samstag gegenüber stehen, wird der Zuschauer trotz der klaren Tabellenlage – Kreuzlingen (1.) Amriswil (10.) - eine völlig offene Ausgangslage vorfinden. Zwar verfügt Kreuzlingen nach wie vor über die beste Abwehr der Liga, doch die Entscheidung müssen die Seebuben vorne erzwingen. Ein Remis würde beiden Teams wenig helfen. Im Gegenteil: Das Ortancioglu Team könnte gegenüber Balzers entscheidend ins Hintertreffen geraten; und die Schenk Truppe müsste weiter um den Ligaerhalt bangen.

Telegramm

Meisterschaft 2. Liga Interregional
Amriswil - Kreuzlingen
Samstag, 25. Mai /  16.30 Uhr
Tellenfeld / Amriswil