Im CEV-Cup trifft LINDAREN Volley Amriswil auf OK Mladost Brčko
Volleyball

Im CEV-Cup trifft LINDAREN Volley Amriswil auf OK Mladost Brčko

Nach den zwei Spielen gegen die Holländer aus Groningen im Sechzehntelsfinal trifft LINDAREN Volley Amriswil nun im Achtelsfinal auf den Meister und Cupsieger aus Bosnien-Herzegowina, OK Mladost Brčko.

Bosnien-Herzegowina ist eines der Länder, die sich nach der Auflösung des Vielvölkerstaats Jugoslawien in den 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts gebildet haben. Die Hauptstadt des ethnisch völlig uneinheitlichen Staates ist Sarajewo. Brčko ist eine Stadt im Nordosten des Landes, unmittelbar an der Grenze zu Kroatien gelegen, aber auch sehr nahe bei Serbien. Sie liegt 120 km Luftlinie nördlich von Sarajewo. Die Fahrstrecke durch bergiges Gebiet ist mehr als 200 km lang. Brčko hat knapp 50'000 Einwohner.

Der Vereinsname «Mladost» bedeutet «Jugend». Also sind Mladost Brčko so etwas wie die Young Boys aus dieser Stadt. Die Bosnier sind in den letzten fünf Jahren Volleyball-Meister ihres Landes geworden und haben sich dafür entschieden, im CEV-Cup mitzuspielen. Ihre Aufgabe im Sechzehntelsfinal war so ungefähr vergleichbar mit derjenigen von LINDAREN Volley Amriswil. Während sich der Schweizer Vertreter mit zwei Siegen gegen Groningen, den Tabellenführer der holländischen Liga, durchsetzte, erreichte Mladost Brčko gegen Orion Doetinchem, den momentanen 5. der holländischen Liga, mit zwei 3:1-Erfolgen die nächste Runde.

Allzu viel kann über das Team vom Balkan nicht gesagt werden. Aber hören Sie mal zu, wie das tönt, wenn man die Mannschaftsaufstellung herunterliest: Der Passeur heisst Kisic, der Dia Bozic. Die Aussenangreifer hören auf die Namen Cendic und Janjic, die Mitteangreifer auf Gajic und Eminovic. Libero ist Lukic und Trainer Misic. Fehlt nur noch, dass die unseren Jovan Djokic abwerben wollen, weil der Name so gut zu allen anderen passt …

Der einzige Spieler, der schon mal in der Schweiz gespielt hat, ist der Spieler mit der Nr. 16, Nemanja Bozic. In der Saison 16/17 war er Diagonalangreifer bei Lausanne UC und hat dabei mit äusserst kraftvollen Angriffen beeindruckt. Den Statistiken der beiden CEV-Spiele kann entnommen werden, dass die Leute aus Brčko wohl sehr starke Aufschläger sein müssen, schlugen sie doch einmal 8 und einmal 6 Aces gegen Doetinchem.

Wie stark Brčko ist, wird sich weisen. LINDAREN Volley Amriswil ist seit 12 Pflichtpartien unbesiegt und erfreut sich einer ausgezeichneten Form. Für Spannung ist somit gesorgt!