«Ich freue mich auf die Gürtelübergabe»
Boxen

«Ich freue mich auf die Gürtelübergabe»

Stefan Angehrn ist in der Schweiz eine Boxlegende. Der 50-jährige Thurgauer hatte 1997 in Düsseldorf Torsten May, den Deutschen Star und Olympiasieger von 1992, geschlagen. Ein Jahr später wurde Angehrn nach seinem Sieg in Zürich über den Amerikaner Dan Ward IBF-Interkontinental-Champion.

Heutzutage geht Angehrn nur noch sehr selten an Box-Veranstaltungen: «Eine Ausnahme mache ich bei Kämpfen der beiden Klitschko-Brüder oder bei der Fight Night in Olten am 23. Mai, um gute alte Freunde wieder zu sehen.»

Stefan Angehrn hat seine Profi-Box-Karriere im Jahr 2000 beendet. Der mittlerweile 50-jährige Thurgauer hat dabei unter anderem zweimal (1996 und 1997) gegen den Deutschen Ralf Rocchigiani um den WM-Titel gekämpft und (leider) beide Male knapp nach Punkten verloren. Ebenfalls im Jahr 1997 hat er in Düsseldorf den Deutschen Torsten May, den Olympiasieger von 1992 in Barcelona, besiegt. 1998 wurde er in Zürich dank eines Sieges über den Amerikaner Dan Ward IBF-Interkontinental-Champion. «Ich vergesse all‘ diese grossen Kämpfe nie mehr, denn sie haben mein Leben geprägt und mich zu dem gemacht, was ich heute bin», sagt Angehrn, der im Boxbusiness jedoch nie reich wurde, im Gegenteil. «Der grösste Erfolg war der Sieg über Torsten May in der damaligen Philipshalle in Düsseldorf, den auf RTL ein Millionen-Publikum mitverfolgte. Dieser Sieg hat mich zum statistisch erfolgreichsten Schweizer Boxer der letzten 100 Jahre gemacht und das ist schon ein super Gefühl.» Auch heutzutage boxt Angehrn noch ab und zu im Box-Ring im Badener Baregg-Center. «Dies aber nicht mehr auf Leistung getrimmt, sondern nur zum Spass.»

Highlight in Olten
An Box-Veranstaltungen geht Angehrn nur noch sehr selten. «Eine Ausnahme mache ich, wenn einer der beiden Klitschko-Brüder in der Schweiz boxt, denn sie sind meine Freunde.» Und Angehrn kommt auch an die Fight Night nach Olten, wo er ebenfalls auf sehr gute alte Freunde treffen wird. Mit im Gepäck haben wird er seinen Interkontinental Champions-Gürtel der International Boxing Federation (IBF), den er 1998 in Zürich errungen hat. Lange suchen muss er diesen in seiner Wohnung nicht, denn, dieser ist immer noch «im Koffer, denn ich habe es bisher noch nicht geschafft, dafür einen schönen Schrank zu bauen», verrät Angehrn, der an der Fight Night III, The Story in Olten beim Kampf der Legenden wieder selber in den Ring steigen wird. Dies jedoch, um dem Sieger den Gürtel zu übergeben. «Guido Kessler kenne ich, Kazim Carman hingegen noch nicht. Ich drücke deshalb Guido die Daumen, doch ich bin stets der Meinung, dass einfach der Bessere gewinnen soll!» Im Kampfsport gab es nach dem viel zu frühen Tod von Andy Hug in der Schweiz eigentlich keine grossen Galas mehr. Die Fight Night in Olten schafft es praktisch als einzige Kampfsport-Veranstaltung, dass gleich mehrere tausend Leute in eine Halle kommen und begeistert mitgehen. «Deshalb freue ich mich sehr auf den 23. Mai. Es findet so wenig „Gutes“ statt, respektive es gehen generell viel zu wenig Leute an Fight-Nights und deshalb ist es schön, dass hier in Olten etwas richtig Cooles stattfindet!»

Es braucht viel Geld
In Olten gibt es nebst dem Kampf der Legenden auch noch um einen Weltmeister-, einen Europameister- und einen Schweizermeister-Gürtel. Insgesamt warten rund zwei Dutzend Kämpfe im Kick- und Thaiboxen auf die Zuschauer. Das verspricht viel Spannung. Wie es aber generell um die Zukunft des Kampfsportes in der Schweiz steht, sei eine gute Frage, meint Angehrn. «Da ich nach Fritz Chervet 21 Jahre später der erste Schweizer war, der eine „echte“ Weltmeisterschaft der vier grossen Verbände machen konnte und nun seit meinem Rücktritt bereits wieder mehr als 15 Jahre vergangen sind, ist die Hoffnung nicht wirklich gross, dass es wieder jemand schaffen könnte.» Es brauche vor allem Geld. «Wenn sich da ´mal ein Mäzen findet, der das alles finanzieren will, dann kann ganz schnell mehr daraus werden, denn gute Boxer und Kampfsportler gibt es auch in der Schweiz allemal!» In diesem Jahrtausend musste Angehrn viele Tiefschläge einstecken, vor allem auch des fehlenden Geldes wegen. Zuletzt ging es aber kontinuierlich bergauf. «Ich bin sehr dankbar, dass wir mit www.SwissShape.info ein Gesund-Fit-Schlank „und glücklich“ machendes alltagstaugliches System erschaffen konnten und wenn Du etwas an der Hand hast, welches jedes Leben besser macht, dann kann da was richtig, richtig Grosses draus werden!»

Text: Raphael Galliker

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