HC GoRo Damen mit wichtigem Auswärtssieg
Handball

HC GoRo Damen mit wichtigem Auswärtssieg

Dieses Spiel war nichts für schwache Nerven. Im Heimspiel haben die Bodensee Damen noch knapp mit 33:32 gegen den HC Einsiedeln gewinnen können.

24:28 im Auswärtsspiel gegen den HC Einsiedeln
Nur 18 Tage später lieferten sich beide Mannschaften einen waschechten Handball-Fight in Einsiedeln. Die Ausgangsbedingungen waren ebenso klar wie schwierig. Mit einem Sieg würden die ersatzgeschwächten Bodenseefrauen, die auf Sandra Hädener, Andrea Schläpfer, Jasmin Gubser, Mirelle Klemmet, Jasmin Würth und Manuela Lauber verzichten mussten, weiter von der Tabellenspitze grüssen. Bei einer Niederlage würde es zu einem Zusammenschluss in der Tabelle kommen und die Gegner Punkte gegenüber den HC Goldach/Rorschach Damen gutmachen. Doch am Ende trat Variante eins ein, und die HC GoRo-Damen behielten mit 24:28 die Oberhand.

Die Gäste aus der Ostschweiz kamen schlecht aus den Startlöchern und spielten am Anfang etwas verunsichert. Dies war auch an der Spielanlage sichtlich zusehen. So lief vorne im Angriff nur wenig zusammen, und die wenigen erspielten Torgelegenheiten wurden meist kläglich vergeben oder sie endeten in einem technischen Fehler. Nach fünfzehn gespielten Minuten stand es 5:4 für das Heimteam aus Einsiedeln. Doch was nun in den nächsten 10. Spielminuten folgte, hatte Signalwirkung für den Rest der ersten Halbzeit. Die HC GoRo Damen kämpfte sich rein, schaffte es immer wieder durch leichte Tore nach Tempogegenstößen den Gegner abzuschütteln und Michelle Menzi im Tor der Gäste hielt den Kasten dicht. Drei Minuten vor der Pausensirene war es Sandra Davatz, die trotz der doppelten Unterzahl das 7:15 erzielte. Im Angriff wurde nun mit mehr Bewegung agiert und der Mut zum Tore schiessen belohnt. So konnte mit einer 9:15 Führung in die Pause gegangen werden.

Doch wer nun dachte, die Siegerstraße sei bereits erreicht, sah sich getäuscht. Kaum begann die zweite Halbzeit, stand es nach 36. Spielminuten 15:15. Das Heimteam überrascht uns zu Beginn der zweiten Halbzeit mit einer offensiveb und agilen 4:2-Abwehr. Da war bei den Gästen plötzlich wieder die Unsicherheit spürbar und die Bewegungen Richtung Tor waren überhaupt nicht mehr vorhanden. Das Spiel war jetzt so richtig lanciert und beide Mannschaften spielten guten Handball. Auf beiden Seiten vergab man hochkarätige Chancen. Das Heimteam blieb den Gästen vom Bodensee auf den Fersen, nutzte jeden Fehler immer wieder in beeindruckender Manier zu ihren Gunsten und blieben so bis 10. Minuten vor Spielende auf Schlagdistanz. In der Abwehr setzten die Gäste die Einsiedlerinnen immer wieder unter Druck, provozierten so Fehler welche sie gewinnbringend nutzen konnten. Das Gästeteam behielt die Nerven, konnte sich 3. Minuten vor Schluss nochmals auf 22:27 absetzen.

Am Ende hieß es in einer umkämpften und intensiv geführten Partie 24:28. Der Sieg war sicherlich nicht gestohlen, aber deutlich zu hoch am Ende. Ein Kompliment an unsere Nachwuchsspielerin Sophie Windler, Sie deckte hervorragende und konnte auch einige sehenswerte Aktionen im Angriff setzen.

„Spielerisch war das heute nicht berauschend. Doch zumindest haben wir den Kampf angenommen“, urteilte Trainer Roger Bertschinger nach dem Spiel. Weiter geht es gleich am kommenden Samstag. Dann treffen die HC GoRo Damen auswärts auf den DHB Rotweiss Thun 2, jener Gegner, gegen den es einen knappen Heimsieg zu bejubeln gab. Daher wird das Team alles daran setzen, diese schwierige Aufgabe zu bewältigen und auch das Auswärtsspiel für sich zu entscheiden.