Guter Start in das zweite Viertel der Saison
Handball

Guter Start in das zweite Viertel der Saison

Mit dem Heimspiel gegen die SG TV Appenzell begann für den Sportclub Frauenfeld die Rückrunde in der 1. Liga Ostgruppe. Dieser Start glückte den Murgstädtern hervorragend.

Dennoch darf man sich nicht zu viel auf diesen Sieg einbilden, waren doch die Appenzeller aus verschiedenen Gründen arg geschwächt. Der SCF gewinnt trotzdem verdient mit 32:18 und zementiert so den zweiten Platz in der Tabelle.

Wie schon angesprochen, konnte die SG TV Appenzell nicht im vollen Umfang gegen die erste Mannschaft des Sportclubs Frauenfeld antreten. Zum einen fehlte Lukas Gamrat wegen eines Fahrradunfalls. Zum anderen wurde der Linkshänder Arie Thür für das NLA-Spiel von St. Otmar geschont. Diese Absenzen machten sich dann auch schon in der Startphase des Spiels bemerkbar. Nach 15 Minuten hatten sich die Frauenfelder schon mit drei Toren abgesetzt. Dies vor allem dank einer starken und beweglichen Deckung. Man hatte den Eindruck, dass die Mannen von Oliver Roth das zwischenzeitliche Tief gegen den HSC Kreuzlingen und den HC Arbon nun endgültig verdaut hätten. Mit viel Emotionen und Kampfgeist stand man auf dem Platz, und dies zahlte sich auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte aus. Bis zur Pause schaffte man es, den Vorsprung bis auf sechs Tore auszubauen. Die Appenzeller wirkten vor allem im Angriff ohne ihre Stammkräfte zunehmend überfordert und machten hauptsächlich über die Achse Waldburger, Sutter ihre Tore. Zur Pause stand es 16:10, und die Frauenfelder konnten beruhigt in die Kabine.

Die zweite Hälfte startete mit einem Paukenschlag. Nach zwei Minuten flog Waldburger mit einer roten Karte vom Platz. Zu spät war Waldburger in den Zweikampf gestiegen und zog von hinten noch am Arm von Berger. Die Sache war klar und wurde auch von beiden Teams nicht weiter kommentiert. Aber mit dieser Aktion wurde das Spiel praktisch entschieden. Der beste Mann von Appenzell musste vorzeitig unter die Dusche. Unter diesem Umstand bauten die Frauenfelder ihren Vorsprung weiter aus. Ab diesem Zeitpunkt konnten einem die Appenzeller leidtun. Fabrizio Steiner seinerseits vernagelte seinen Kasten (60% abgewehrte Schüsse). Und im Angriff war es Noel Berger, dem an diesem Abend alles gelang. Der Rückraumspieler traf aus 13 Versuchen elf Mal und war mit Steiner einer der Hauptakteure des Spiels. Man muss aber an diesem Tag vor allem das Team in den Vordergrund stellen. Kein Spieler fiel an diesem Abend ab. So hatte zum Beispiel Patrick Murbach, der im Tor begann, eine beachtliche Abwehrleistung von 42% und Robbi Bürgi mit fünf Toren eine hundertprozentige Trefferquote. Überzeugend als Team und überaus verdient gewinnt der SCF gegen die SG TV Appenzell und macht so einen wichtigen Schritt Richtung Qualifikation für die Finalrunde.

Nächsten Sonntag steht ein weiteres Heimspiel an. Der SV Fides St. Gallen gastiert in Frauenfeld. Auch in dieser Partie ist der SCF Favorit. Man muss gewinnen, will man an Kreuzlingen dranbleiben. Geht man mit der gleichen Einstellung zu Werke wie gegen die SG TV Appenzell, sollte einem Sieg nichts im Wege stehen.

Anpfiff: Sonntag, 12. November 2017 um 19 Uhr in der Auenfeldhalle in Frauenfeld

 

Telegramm

SC Frauenfeld 1 vs. SG TV Appenzell 32:18 (16:10)
Samstag, 4. November 2017, Auenfeldhalle Frauenfeld
SCF: Kaj Stokholm, Patrick Murbach (7 Paraden), Fabrizio Steiner (12 Paraden), Maiyk Kipili (2), Noel Berger (11), Reto Rutschmann, Nestor Reimann, Andrin Geissler (3), Robbi Bürgi (5), Yves Petrig (4), Edin Hasanovic (3), Flavio Müller (2), Simon Gessler (2), Michael Hochstrasser
Überzählig: David Bünter, Simon Gayle, Patrick Ladner, Michael Lovric, Fabrice Walter Verletzt: Yannick Ricci
Autor: Michael Hochstrasser