Goldach zeigt Nerven
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Goldach zeigt Nerven

Der FC Goldach verliert das Heimspiel in der 2. Liga Gruppe 2 am Dammweg-Garderobeneinweihungsfest völlig unnötig und bringt sich damit in akute Abstiegsgefahr.

Enge Platzverhältnisse auf dem altehrwürdigen Dammweg, eine ungewöhnlich hohe Zuschauerkulisse und eine brisante Tabellenlage - aus Goldacher Sicht durfte man gespannt sein, wie die zuletzt starken Goldacher mit dieser Situation umgehen würden. Schon früh prägten viele Zweikämpfe das Spiel, und schon früh sah man, dass das praktisch gerettete Herisau das Spiel nicht herschenken würde. Die gefährlichsten Aktionen folgten denn auch meist auf Standardsituationen, wie z.B. als Rico Meister nach einem Corner per Kopf nur den Aussenpfosten traf. Die Gelbblauen mussten nach knapp 20 Minuten einen ersten Rückschlag hinnehmen, als Topscorer Lorin Hüttenmoser verletzt ausschied. 32 Minuten waren gespielt, als Herisau nach einem Goldachcher Ballverlust einen Konter lancierte. Als die Situation bereits entschärft schien, foulte Flavio Manser den mit dem Rücken zum Tor stehenden Herisauer unnötig im Strafraum. Per Penalty traf Herisau zur Führung. Goldach probierte zwar zu reagieren, kam aber bis zur Pause nur zu wenigen wirklichen Torchancen. Nichts war zu sehen vom in der Vorwoche in Uzwil gezeigten flüssigen Angriffsspiel; Gelbblau wirkte zwar bemüht, aber auch verkrampft und nervös.

Das Team von René Brandenberger bekam das Spiel nach dem Tee dennoch immer besser in den Griff. Der Ausgleich durch Rico Meister nach einem Hammer ins nahe Eck war aber nicht unbedingt zwingend. Goldach schöpfte nun Mut und hätte durch einen Schuss von Slobodan Kostic wenig später in Führung gehen können. Wenig später hätte Cornel Eberle sein Team mit einem Kopfball aus fünf Metern in Front bringen müssen. Die Einheimischen drückten vehement aufs  Herisauer Tor; nach einem herrlichen Durchspiel vergab dann auch noch Robin Jung eine fast schon todsichere Chance, und ein herrlicher Schuss von Pascal Keller landete am Lattenkreuz. Die Gäste fingen sich erst nach etwa 80 Minuten etwas und deuteten ihre Gefährlichkeit im Konterspiel an. Als Keller fünf Minuten vor Schluss im Mittelfeld den Ball verlor, schalten sie erneut blitzschnell um und trafen mit der einzigen gefählichen Aktion in der zweiten Halbzeit zum Siegtreffer.

Da alle im Abstiegskampf involvierten Teams ihre Partien gewannen, liegen die Gelbblauen zwei Runden vor Schluss wieder auf einem Abstiegsplatz. Bereits mit einem Punkt hätte die Lage deutlich besser ausgesehen - nun wird es aber sehr eng, um den Ligaerhalt noch zu schaffen. Ein Sieg gegen das nun gerettete Wängi im Heimspiel nächsten Samstag ist bereits Pflicht. Dann braucht es entweder optimale Resultate auf den anderen Plätzen oder weitere Punkte auswärts beim Tabellendritten Tägerwilen.