Ziel weiter greifbar: A-Jugend der HSG Konstanz zittert sich zum Sieg
Handball

Ziel weiter greifbar: A-Jugend der HSG Konstanz zittert sich zum Sieg

Traum von Viertelfinale des DHB-Pokals kann weiter geträumt werden - bei einer deutlichen Leistungssteigerung in den beiden letzten Partien

A-Jugend-Bundesliga:

HSG Konstanz – VfL Günzburg 28:26 (13:12)

 

Eine schwere Geburt war es, was die A-Jugend der HSG Konstanz gegen den VfL Günzburg ablieferte. Zähe Kost, die immerhin ihr Happy End fand. Doch das 28:26 (13:12)-Endergebnis war zugleich das Beste am drittletzten Saisonspiel, das nun allerdings alle Türen für einen Einzug in das Viertelfinale des DHB-Pokals öffnet. Nach der Niederlage des TV Bittenfeld hat die HSG mit 11:5 Punkten zwei Spieltage vor dem Ende der regulären Saison den dazu nötigen zweiten Tabellenplatz übernommen.

 

Die Partie gegen Günzburg begann die HSG sehr nervös. Obwohl man schnell mit 5:0 durch Rohat Sahin in Führung ging. Sicherheit gab dies dennoch nicht. Vielmehr lastete der Druck des Gewinnen-Müssens zentnerschwer auf den Schultern der Gelb-Blauen. Das lähmte zusehends, während die Gäste ihre komfortable Ausgangssituation, nichts verlieren zu können, völlig befreit für ein munteres Spiel und einen sehr couragierten, beherzten Auftritt nutzten. Sogar Jugend-Nationalspieler Frieder Bandlow, der nach der Saison zum potenziellen Zweitliga-Aufsteiger TV Großwallstadt wechseln wird und zuletzt im Herren-Team zum Einsatz kam, wurde dafür eigens abgestellt und bildete zusammen mit Adam Czako, Bruder des HSG-Zweitliga-Linksaußen Aron Czako, ein kongeniales Gespann, das den kleinen aber feinen Kader der Bayern anführte. Bandlow traf neunmal, Czako steuerte acht Tore bei. 17 von 26 Günzburger Toren gingen auf ihr Konto.

 

Die Gäste blieben nach dem ersten Fünf-Tore-Rückstand völlig entspannt und waren nach knapp 17 Minuten durch den Abschlusstreffer – wie sollte es anders sein, durch Czako – wieder voll im Spiel (6:7). Konstanz legte wieder mit drei Treffern vor, doch der VfL ließ sich einfach nicht abschütteln und sorgte damit weiter für gehörigen Stress für die Einheimischen. Kurz vor und nach der Pause gelang Bandlow und Czako durch einfache Tore sogar mehrmals der Ausgleich. Bis zur 38. Minute (18:18) ging es so munter hin und her und Konstanz wandelte nahe am Abgrund, denn ein Punktverlust hätte wohl bereits alle Träume vom Final Four in Hamburg jäh zerplatzen lassen.

 

„Wir haben es bis dahin selbst verbockt“, kritisierte Christian Korb. „Die Abwehr war trotz 26 Gegentoren mehr schlecht als recht und wir waren viel zu undiszipliniert.“ Beispiele dafür waren etwa der Ärger nach einem Foul, nach dem man sich mit einem Handschlag auf den Boden Luft machte und dafür eine Zeitstrafe aufgebrummt bekam. Korb: „Das hat zu diesem bescheidenen Spiel gepasst. Für den Gegner war es ein leichtes Spiel ohne Drucksituation, wir selbst sind lange nicht in einen emotionalen Lauf gekommen.“ Letztlich aber doch. Und erfolgreich. Als es darauf ankam. Als Rohat Sahin sich zum 26:24 sieben Minuten vor Schluss durchtankte, Günzburg wenig später eine Zeitstrafe erhielt und das zu diesem Zeitpunkt besonders jung aufstellte Konstanzer Team auf 27:24 erhöhen konnte. Und als Florian Wangler nach einem langen letzten Angriff mit dem 28:26 für die Entscheidung und große Erlösung sorgte. Man habe den Gegner lange am Leben gehalten, bilanzierte der HSG-Coach „das hat an den Nerven gezerrt. Letztlich haben wir die Pflicht gegen tapfere Günzburger erfüllt.“ Und damit weiter alle Chancen, sich den großen Traum vom Pokal und der direkten Bundesliga-Qualifikation zu erfüllen.

 

HSG Konstanz: Benedek Kovacs,Tim Bammel (Tor); Fynn Osann, Marvin Böhlefeld (5), Hannes Berger, Nico Koch (1), Florian Wangler (3/1), Jan Stotten (4), Jens Koester (1), Leandro Lioi (5/2), Rohat Sahin (6), Constantin Eich (3/3), Louis Schroff.

 

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